19.11.2014, 19:00 Uhr – Johano Strasser zu Gast im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück

Lesung mit Johano Strasser im Felix-Nussbaum-Haus in Osnabrück.
Weitere Informationen zum Abend auf der Internetseite des Felix-Nussbaum-Hauses.

03.02.2015 - 05.02.2015; 19:30 Uhr – Brechtfestival 2015 in Augsburg mit Lesungen unserer Stipendiaten

Das Thema des Brechtfestivals 2015 in Augsburg lautet Exil.
Vom 3.-5.2.2015 werden die Writers in Exile-Stipendiaten Najet Adouani, Yamen Hussein und Amer Matar in Lesung und Gespräch vorgestellt. Passend zum Thema Exil werden die Lesungen in drei Flüchtlingsunterbringungen stattfinden.
Weitere Informationen zum Brechtfestival 2015 in Augsburg.

Politisch verfolgte Journalistin für ein Jahr in Darmstadt: Shahla Sultanova ist neue Stipendiatin

Pressemitteilung der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des PEN, Darmstadt, 21.7.2014

Politisch verfolgte Journalistin lebt für ein Jahr in Darmstadt:
Shahla Sultanova aus Aserbaidschan ist neue Stipendiatin des Elsbeth-Wolffheim-
Literaturstipendiums

Seit dem 20. Mai wohnt die in ihrem Land politisch verfolgte Journalistin Shahla Sultanova (33) aus Aserbaidschan in der Stipendiatenwohnung im Haus der Deutsch-Balten im Darmstädter Herdweg. Sie ist für ein Jahr die neue Stipendiatin des von der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem PEN-Zentrum Deutschland vergebenen Elsbeth-Wolffheim-Literaturstipendiums.
„Darmstadt ist eine tolerante und weltoffene Stadt, die sich immer auch für diejenigen engagiert, die in ihren Heimatländern unter politischer Verfolgung leiden. Dieses Engagement ist seit nunmehr zehn Jahren ganz praktisch, denn wir bieten Autorinnen und Autoren eine Heimat auf Zeit, in der sie in Freiheit leben und arbeiten können. Ich danke dem PEN-Zentrum für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit im letzten Jahrzehnt, in diesem besonderen Darmstädter Verbund ist es uns gemeinsam gelungen, direkte Hilfe und Unterstützung zu organisieren“, erläutert Darmstadts Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jochen Partsch.

„Unser Engagement für verfolgte und inhaftierte Autoren“, so Josef Haslinger, der Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, „kann nur dann erfolgreich sein, wenn es politische Strukturen und eine Bevölkerung gibt, die diese Arbeit unterstützen. Beides ist in Darmstadt der Fall.“

Shahla Sultanova wurde 1980 in Aserbaidschan geboren, wo sie mit Unterbrechungen bis zur Abreise nach Deutschland auch lebte. Neben ihrer journalistischen Arbeit hat sie unter anderem Medienmanagement, Betriebswirtschaftliche Kommunikation, Grundlagen des Journalismus und Journalismus für Funk und Fernsehen an der Universität in Baku unterrichtet. 2007 hat sie ihren Abschluss Master of Art in Journalistik und Media Management am Institute of Public Affairs in Tbilisi in Georgien abgeschlossen, 2010 erwarb sie ihren Master of Art in Journalistik an der Universität Bloomington in Indiana, USA. Weil sie sich in ihrer Heimat für Menschenrechte, Pressefreiheit und gegen die Regierung aussprach, wurde sie bedroht.
Während ihres Stipendiums in Darmstadt möchte Shahla Sultanova an verschiedenen Projekten arbeiten, insbesondere möchte sie ihre Erfahrungen, die sie als politisch engagierte Journalistin und Fernseh- und Radio Moderatorin in Aserbaidschan gemacht hat, weitergeben.

Hintergrundinformationen zum Elsbeth-Wolffheim-Stipendium
Das Elsbeth-Wolffheim-Stipendium wurde 2004 erstmals vergeben und ist dem „Writers-in-Exile“-Programm des PEN-Zentrums Deutschland angeschlossen. Es ist nach der im Jahr 2002 verstorbenen Schriftstellerin Elsbeth Wolffheim benannt, die viele Jahre die deutschen PENAktivitäten für politisch verfolgte Autoren organisiert hat.
Mit dem Stipendium werden eine Autorin oder ein Autor jeweils für ein Jahr gefördert, die durch eine problematische politische Situation in ihrem Heimatland gehindert sind, ihrer schreibenden Tätigkeit nachzugehen. Für die Dauer des Stipendiums stellt die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine eingerichtete Wohnung zur Verfügung, hinzu kommt eine monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt. Die Betreuung der Stipendiaten erfolgt durch den PEN.

Bisherige Stipendiaten des Elsbeth-Wolffheim-Stipendiums:
2004 bis 2005 Elvira Rodríguez Puerto (Kuba)
2005 bis 2006 Rhoda Mashavave (Zimbabwe)
2007 bis 2010 Mainat Kourbanova (Tschetschenien)
2011 bis 2013 Sanath Balasooriya (Sri Lanka)
2014               Shahla Sultanova (Aserbaidschan)

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – der PEN gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

21. Juli 2014 / SD

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Einladung Pressegespräch: Jochen Partsch und Josef Haslinger stellen neue Stipendiatin Shahla Sultanova vor – 21.7.14 12 Uhr

15. Juli 2014

Seit dem Jahr 2004 vergibt die Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit dem PEN-Zentrum Deutschland das Elsbeth-Wolffheim-Stipendium, das dem „Writers-in-Exile“-Programm des PEN angeschlossen ist. Mit dem Stipendium werden Autoren unterstützt, die aufgrund der politischen Verhältnisse in ihrem Heimatland dort nicht leben und schriftstellerisch arbeiten können.

Darmstadts Oberbürgermeister und Kulturdezernent Jochen Partsch und der Präsident des PEN-Zentrums, Josef Haslinger, möchten in einem gemeinsamen Pressegespräch

am kommenden Montag, 21. Juli, um 12 Uhr im Neuen Rathaus,
Luisenplatz 5A, 3. Stock, Büro des Oberbürgermeisters

die neue Elsbeth-Wolffheim-Stipendiatin Shahla Sultanova persönlich vorstellen, die seit wenigen Wochen in der Stipendiatenwohnung im Darmstädter Herdweg lebt.

Über Ihr Kommen würden wir uns freuen!

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Internationaler Schriftstellerprotest gegen Beschränkungen der freien Meinungsäußerung in der Türkei – sofortige Aufhebung des Twitter- und YouTube-Verbotes gefordert

Pressemitteilung, Darmstadt, 28. März 2014

Eine Gruppe namhafter internationaler Autorinnen und Autoren, darunter Margaret Atwood, Swetlana Alexijewitsch, Kerstin Ekman, AL Kennedy,  Michael Ondaatje, Orhan Pamuk, Salman Rushdie, Günter Wallraff und Elfriede Jelinek, hat sich in einem offenen Brief an die türkische Regierung gewandt und die sofortige Aufhebung des jüngst verhängten Twitter- und YouTube-Verbotes gefordert. „Die Türkei ist ein Staat, in dem westliche demokratische Werte, Säkularisierung und islamische Kultur aufeinandertreffen.“, heißt es in dem Brief, zu dessen Unterzeichnern auch der Präsident des deutschen PEN, Josef Haslinger, sowie PEN-Ehrenpräsident Günter Grass gehören. Dass das Land – mit über 36 Millionen Internetnutzern und 12 Millionen Twitter-Nutzern eines der bestvernetzten muslimischen Länder – auf Platz 154 des insgesamt 180 Länder umfassenden Pressefreiheitsindexes rangiert, gibt freilich Anlass zur Sorge. Den vollen Wortlaut des offenen Briefes erhalten Sie anbei.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Regula Venske                               Sascha Feuchert
Generalsekretärin                           Vizepräsident und Writers in Prison-Beauftragter

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine der weltweit über 140 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

Offener Brief an die türkische Regierung:

Wir, die unten genannten Unterzeichnenden, sind Schriftsteller aus der ganzen Welt, die Worte lieben, leben und atmen. Wir sind vereint in unserer Überzeugung, dass die Meinungsfreiheit ein universelles und fundamentales Menschenrecht darstellt. Mit diesem Brief drücken wir unsere große aktuelle Besorgnis aus im Hinblick auf die „Freiheit des Wortes“ in der Türkei.

Als Menschen sind wir sowohl durch das geschriebene als auch durch das gesprochene Wort miteinander verbunden, innerhalb eines Landes und über Grenzen hinaus. Ein freier Austausch von Gedanken ist unabdingbar für die Demokratie, aber ebenso für Kreativität, Empathie und Toleranz. Wie ein aktueller PEN-Bericht zu den letztjährigen Protesten verdeutlicht, gibt es in der Türkei eine große Bandbreite von Problemen in Sachen Meinungsfreiheit, von der Kriminalisierung der Diffamierung bis hin zu Selbstzensur in den Leit-Medien, von Polizeigewalt gegen Journalisten bis hin zu immer größeren Beschränkungen der freien Meinungsäußerung im Internet.

Die Türkei rangiert auf Platz 154 des insgesamt 180 Länder umfassenden weltweiten Pressefreiheitsindexes. Bis zum heutigen Tag müssen Übersetzer, Redakteure, Verleger, Journalisten und Schriftsteller Strafverfahren und sogar Inhaftierungen für rechtmäßige Äußerungen fürchten. Grund dafür sind eine Reihe von gesetzlichen Fesseln, wie beispielsweise das drakonische Anti-Terror-Gesetz, das Gesetz über Versammlungen und Demonstrationen sowie die Artikel des Türkischen Strafgesetzbuchs über die Kriminalisierung von Diffamierung (Art. 125), religiöse Diffamierung (Art. 216), Obszönität (Art. 226), Beleidigung der türkischen Nation, des Staates und der Organe des Staates (Art. 301) und die Beförderung der Kriegsdienstverweigerung (Artikel 318).

Das umfassende Twitter- und YouTube-Verbot wurde in der Folge eines rückschrittlichen Internetgesetzes verhängt und stellt eine nicht tolerierbare Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung dar. Die Türkei sollte vielmehr stolz sein, die Heimat von Europas jüngstem Internetpublikum mit über 36 Millionen Internetnutzern zu sein, wodurch das Land zu einem der bestvernetzten Staaten in der muslimischen Welt gehört. Durch die Verbindung von Menschen mit vielen unterschiedlichen Hintergründen und der damit verbundenen Möglichkeit, dass all diese Menschen ihre Gedanken offen zum Ausdruck bringen, ist das Internet ein wertvolles Netzwerk, dass die Demokratie unterstützt und festigt.

Twitter und YouTube sind Medien, die jedem Nutzer eine Stimme verleihen, unabhängig von Stand, Religion, Volkszugehörigkeit oder politischen Ansichten. In der Türkei gibt es mehr als 12 Millionen Twitter-Nutzer, was die Lebendigkeit der Zivilgesellschaft verdeutlicht. Die Türkei gehört zu den Unterzeichnern der Europäischen Menschenrechtskonvention und des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte, die beide das Recht auf freie Meinungsäußerung garantieren.

Zu den Unterzeichnenden gehören Schriftsteller aus der Türkei und der ganzen Welt. Als Mitmenschen, die denselben Planeten teilen, sorgen wir uns um die Probleme der anderen und wir wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind.

Die Türkei ist ein Staat, in dem westliche demokratische Werte, Säkularisierung und islamische Kultur aufeinandertreffen. Die Türkei ist nicht umgeben von Feinden. Die Türkei ist kein isoliertes oder nach innen gerichtetes Land, sie ist Teil der internationalen Gemeinschaft. Unser Appell an die türkische Führung lautet, sich nicht von der Demokratie und deren Grundstein, der Meinungsfreiheit, abzuwenden, sondern ihre Verpflichtungen gemäß der internationalen Verträge anzuerkennen und das Twitter- und YouTube-Verbot mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Wir fordern sie dazu auf,  sich daran zu erinnern, dass dieses wundervolle Land sehr viel stärker und glücklicher sein wird, wenn es Pluralismus, Diversität und die Freiheit des Wortes anerkennt.

Héctor Abad Faciolince
Boris Akunin
Svetlana Alexievich
Hanan al-Shaykh
Ahmet Altan
Mehmet Altan
Jirō Asada
Margaret Atwood
Oya Baydar
Marian Botsford Fraser (PEN International Writers in Prison Committee)
Martín Caparrós
Fethiye Çetin
Can Dündar
Kerstin Ekman
Peter Englund (Permanent Secretary of the Swedish Academy)
Álvaro Enrigue
Moris Farhi
Maureen Freely (President of English PEN)
Maggie Gee
Kaya Genç
Graeme Gibson
Francisco Goldman
Günter Grass (Nobel laureate)
Tarık Günersel (President of Turkish PEN)
Josef Haslinger (President of German PEN)
Eva Hoffman
Elfriede Jelinek (Nobel laureate)
AL Kennedy
Abbas Khider
Karl Ove Knausgård
Hari Kunzru
Valeria Luiselli
Perihan Mağden
Alberto Manguel
Bejan Matur
Blake Morrison
Neel Mukherjee
Sofi Oksanen
Michael Ondaatje
Orhan Pamuk (Nobel laureate)
John Ralston Saul (President of PEN International)
Sergio Ramírez
Salman Rushdie
Eugene Schoulgin
Elif Shafak
Kamila Shamsie
Mikhail Shishkin
Sjón (President of Icelandic PEN)
Zadie Smith
Ahdaf Soueif
Hori Takeaki (International Secretary, PEN International)
Janne Teller
Ece Temelkuran
Olga Tokarczuk
Tatyana Tolstaya
Jarkko Tontti (International Treasurer, PEN International)
Dubravka Ugresic
Lyudmila Ulitskaya
Günter Wallraff
Per Wästberg (President of the Nobel Committee for Literature)
Sarah Waters
Hyam Yared (President of PEN Lebanon)
Samar Yazbek
Adam Zagajewski

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Fast 25.000 Unterstützer für eine neue Flüchtlingspolitik

Der unter anderem von André Heller, Robert Stadlober, Leander Sukov, Robert Menasse, Max Prosa und Carmen Maja Antoni unterzeichnete Aufruf für eine neue, humane Flüchtlingspolitik hat in den letzten drei Wochen fast 25.000 Unterstützer finden können. Unter der Webadresse ‚.((strlen(‚http://www.change.org/de/Petitionen/schleift-die-festung-europa‘)>40) ? substr(‚http://www.change.org/de/Petitionen/schleift-die-festung-europa‘,0,40).’…‘ : ‚http://www.change.org/de/Petitionen/schleift-die-festung-europa‘).‘‚ haben viele Menschen aus Deutschland ihre Übereinstimmung mit den Zielen der Erstunterzeichner bekundet.
Der Aufruf läuft so lange weiter, bis sich die Europäische Gemeinschaft bereit findet, Regularien zu schaffen, die eine legale Flucht nach Europa möglich macht und das abstruse und sinnlose Dublin-II-Protokoll für überflüssig erklärt wird.

Für weitere Informationen steht Leander Sukov unter leander.sukov [at] leandersukov [dot] de und der Telefonnummer 0178 1305531 zur Verfügung. Die vollständige Liste der Erstunterzeichner finden Sie im Aufruf.

Offener Brief – Solidarität mit weißrussischem Verleger Ihar Lohvinau

Das PEN-Zentrum Deutschland und weitere Autoren, Lektoren und Verleger – darunter die Nobelpreisträger Günter Grass und Elfriede Jelinek – haben heute in einem offenen Brief an den weißrussischen Informationsminister gegen den Lizenzentzug für den Verleger Ihar Lohvinau protestiert und die sofortige Wiedererteilung der Publikationsgenehmigung gefordert. Lohvinau ist einer der wichtigsten Verleger in Weißrussland, wo es nur sehr wenige unabhängige Verlage gibt. Er hat die Entwicklung der weißrussischen Literatur in den vergangenen 14 Jahren entscheidend geprägt. Hier der Text des offenen Briefs:

Sehr geehrter Herr Minister, 

das PEN-Zentrum Deutschland und die unterzeichnenden Autoren, Lektoren und Journalisten haben mit Entsetzen Kenntnis davon erhalten, dass Ihre Regierung dem Verleger Ihar Lohvinau unter fadenscheinigen Gründen die Lizenz entzogen hat. Wir halten Ihr Vorgehen für rein politisch motiviert, um einen sehr kreativen und wichtigen Verleger zum Schweigen zu bringen. Der Lohvinau-Verlag ist eine bedeutende Stimme, die mit ihrer Arbeit für die weißrussische Literatur einen wichtigen Beitrag zur weißrussischen Kultur und ihrer internationalen Wahrnehmung leistet. Der Lohvinau-Verlag steht stellvertretend für ein buntes und vielschichtiges kulturelles Erbe der weißrussischen Geschichte, die ein immanenter Teil europäischer Tradition ist. Wir fordern Sie nachdrücklich auf, diesen ungerechtfertigten Lizenzentzug rückgängig zu machen. Wir werden den Fall intensiv weiterverfolgen und solidarisieren uns ohne jede Einschränkung mit unserem Kollegen Ihar Lohvinau.

Für das PEN-Zentrum Deutschland:

Josef Haslinger
Präsident

Sascha Feuchert
Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter

Offener Brief zum Fall Ihar Lohvinau
Unterzeichner des offenen Briefs zum Fall Ihar Lohvinau

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Fremde Heimat. Texte aus dem Exil

[Foto: Matthes & Seitz]

  • Christa Schuenke / Brigitte Struzyk (Hrsg.)
  • FREMDE HEIMAT: Texte aus dem Exil
  • Das Writers-in-Exile-Programm des PEN
  • Texte von Alhierd BACHAREVIČ, Pinar SELEK, Najet ADOUANI, Mansoureh SHOJAEE, Khalil ROSTAMKHANI, Sanath BALASOORIYA u.a.
  • Matthes & Seitz Berlin
  • ISBN 978-3-88221-096-5
  • Preis: € 24,90 (D)

Das Writers-in-Exile-Programm des PEN bietet verfolgten Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus unterschiedlichsten Ländern eine vorübergehende Zuflucht. Von ihrem Leben, ihren Traumata, ihren Erfahrungen der Flucht und des Exils sprechen die hier in einer repräsentativen Auswahl dokumentierten Texte der bisherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten.

04.06.2013 – Aufruf zur Solidarität mit dem chinesischen Lyriker Li Bifeng

Rede auf der Gedenkveranstaltung
zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
von Liao Yiwu

Li Bifeng, China

Für den 4. Juni dieses Jahres organisiert das Internationale Berliner Literaturfestival zum 24. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens das Worldwide Reading for Li Bifeng.
Zahlreiche Schriftstellerkollegen haben bereits zugesagt, für seine Freilassung zu lesen. Hiermit bitte ich die anwesenden Schriftsteller darum, ihm ihre Solidarität mit eigenen Initiativen zu bekunden.
Weiter zur Rede.

AKADEMIE DER KÜNSTE, Berlin

Ergebnisse der Jahrestagung des deutschen PEN

Pressemitteilung, Marburg 5. Mai 2013

Nach literarischen Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen ist am Sonntag die Jahrestagung des PEN-Zentrums Deutschland mit einer Matinee zum Gedenken an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren in Marburg zu Ende gegangen. Als neuer Präsident und neue Generalsekretärin lösen Josef Haslinger („Opernball“, „Jáchymov“) und Regula Venske („Die alphabetische Autorin“, „Ein allzu leichter Tod“) ihre langjährigen Vorgänger Johano Strasser und Herbert Wiesner ab; auch Vertreter des deutsch-schweizer und des österreichischen PEN nahmen teil. Die Versammlung nahm gleich 16 Autoren als neue Mitglieder in den PEN auf, u.a. Tanja Dückers, Annette Pehnt, Silke Scheuermann und Michael Starcke.

Die Schriftsteller verabschiedeten eine Solidaritätsbekundung mit dem inhaftierten amerikanischen Militäranalysten Bradley Manning, dessen angeblicher Landesverrat (Video „Collateral Murder“) der Aufklärung inhumaner Aktionen diente. Darüber hinaus wurden eine Reihe von Resolutionen beschlossen:

Die Bundesregierung und die Fraktionen des deutschen Bundestages werden aufgefordert, ihre Positionen zum Thema Urheberrecht klar zu benennen und mehr Initiative für die rechtliche Ausgestaltung des europäischen Kulturraums zu zeigen. Die Gefahr besteht, dass global handelnde Konzerne über Sonderabkommen mit einzelnen Regierungen das Urheberrecht weiter aushöhlen im Bestreben, sich Handelsprivilegien und Marktvorteile zu verschaffen.

Ihrer Sorge um die antidemokratische, antisemitische und antiziganistische Entwicklung in Ungarn verlieh die Mitgliederversammlung in einer Resolution Ausdruck, in der sie die ungarische Regierung und den ungarischen PEN, die EU-Kommission, den EU-Ministerrat und das Europäische Parlament sowie die Regierung der Bundesrepublik Deutschland auffordert, auf die Einhaltung von Demokratie und Menschenrechten in Ungarn zu dringen.

Mit Besorgnis beobachten die Mitglieder ferner das Zeitungssterben und die Verarmung der Medienlandschaft hierzulande; zu diesem Thema wird eine Arbeitsgruppe gegründet, die auf der kommenden Jahrestagung im Mai 2014 in Schwäbisch Hall einen Bericht vorlegen wird.

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Regula Venske
Generalsekretärin

Das PEN-Zentrum Deutschland ist einer der weltweit über 140 Clubs, die im PEN International vereint sind. Die drei Buchstaben stehen für die Wörter Poets, Essayists, Novelists. Der PEN wurde 1921 in England als literarischer Freundeskreis gegründet. Schnell hat er sich über die Länder der Erde ausgebreitet und sich als Anwalt des freien Wortes etabliert – er gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

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