Deutscher PEN und PEN Nicaragua fordern ein Ende der Gewalt und die Sicherstellung der freien Meinungsäußerung in Nicaragua

Pressemitteilung, Darmstadt/Frankfurt am Main, 25. Mai 2018

Deutscher PEN und PEN Nicaragua fordern ein Ende der Gewalt und die Sicherstellung der freien Meinungsäußerung in Nicaragua

Der deutsche PEN und PEN Nicaragua verurteilen die schweren Unruhen in Nicaragua, bei denen seit dem 18. April gemäß dem Anfang dieser Woche durch die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (CIDH) vorgelegten Bericht 76 Menschen ums Leben gekommen und 868 verletzt worden sind – in ihrer Mehrzahl Studentinnen und Studenten. Die Proteste richten sich gegen den autoritären Regierungsstil von Daniel Ortega, der die Mechanismen der Demokratie, an erster Stelle die Gewaltenteilung, ausgehebelt, die wichtigsten Schaltstellen der Macht durch Nepotismus besetzt und sich in seiner Regierungszeit schamlos bereichert hat.

Besondere Sorge bereitet uns die immer stärker werdende Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit, sei es durch die Übernahme von Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehstationen, durch die gezielte Einschränkung von Arbeitsmöglichkeiten für kritische Journalisten oder auch durch direkte Bedrohung. Die Meinungsfreiheit ist eines der höchsten Güter freiheitlich-demokratischer Gesellschaftsordnungen, für deren Verteidigung der PEN uneingeschränkt eintritt.

Der entschlossene Protest hat bewirkt, dass inzwischen mit der Kirche als Vermittlerin ein „Nationaler Dialog“ in Gang gekommen ist, dessen Ziel von Seiten der Zivilgesellschaft die Ablösung der Regierung Ortega ist. Die nächsten Tage und Wochen werden zeigen, ob eine Rückkehr zur Demokratie möglich ist. Wir unterstützen den durch die nicaraguanische Bischofskonferenz vorgelegten Reformkatalog zur Lösung der Krise.

Wir stehen an der Seite der Menschen, Publizisten und Medienarbeitern, die in Nicaragua um ihre demokratischen Freiheiten, insbesondere das Recht auf freie Meinungsäußerung, kämpfen, und fordern von der Regierung Ortega, nicht länger den friedlichen Protest gewaltsam zu unterdrücken oder zu kriminalisieren.

Gioconda Belli, Präsidentin von PEN Nicaragua

Carlos Collado Seidel, Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland

Pressekontakt:

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: presse [at] pen-deutschland [dot] de

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

Gioconda Belli und deutscher PEN zum Nicaragua-Konflikt. Einladung zur Pressekonferenz am 25. Mai in Frankfurt

Pressemitteilung, Darmstadt, 23. Mai 2018

Gioconda Belli und deutscher PEN beziehen Stellung zum Konflikt in Nicaragua

Einladung zur Pressekonferenz am 25. Mai um 10.30 Uhr im Haus des Buches in Frankfurt

Gioconda Belli, eine der bedeutendsten literarischen Stimmen Lateinamerikas sowie Präsidentin des nicaraguanischen PEN, und der Generalsekretär des deutschen PEN-Zentrums, Carlos Collado Seidel, werden am Freitag, den 25. Mai ab 10.30 Uhr im Haus des Buches in Frankfurt (Braubachstraße 16, 60311 Frankfurt am Main) Stellung beziehen zum Konflikt in Nicaragua.

Die schweren Unruhen im mittelamerikanischen Land haben seit dem 18. April mehr als 60 Menschen das Leben gekostet, mehrheitlich Studentinnen und Studenten. Die Proteste richten sich gegen die autokratische Herrschaft von Daniel Ortega und die fortschreitende Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit. PEN Nicaragua und das PEN-Zentrum Deutschland treten uneingeschränkt für die Wahrung der Meinungsfreiheit als einem der höchsten Güter demokratischer Gesellschaftsordnungen ein und verfolgen mit großer Sorge den politischen Erosionsprozess in Nicaragua.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
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Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

 

 

Der deutsche PEN appelliert an die Bundesregierung, in vollem Umfang bei der juristischen Aufarbeitung illegaler deutscher Waffenexporte mitzuwirken

Pressemitteilung, Darmstadt, 16. Mai 2018

Der deutsche PEN appelliert an die Bundesregierung, in vollem Umfang bei der juristischen Aufarbeitung illegaler deutscher Waffenexporte mitzuwirken

Die Mitgliederversammlung des PEN-Zentrums Deutschland hat in Göttingen eine Erklärung verabschiedet, wonach die Bundesregierung aufgefordert wird, in der gestern begonnenen juristischen Aufarbeitung illegaler deutscher Waffenexporte transparent und in vollem Umfang mit der Justiz zusammenzuarbeiten. Jegliche regierungsamtliche Beteiligung an der Umgehung von Ausfuhrbestimmungen, insbesondere für die in Verdacht stehenden Firmen Heckler & Koch, Sig Sauer, Walther und Rheinmetall, müsse aufgedeckt werden. Wir fordern, mögliche aktive Beteiligung, politische Begünstigung und Beweisunterdrückung seitens des Bundeswirtschaftsministeriums und der Ausfuhrstelle, sowie zu vermutende parteipolitische Einflussnahme offenzulegen und dafür zu sorgen, dass solche Praktiken nicht fortgeführt werden können.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Carlos Collado Seidel
Generalsekretär

 

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Felix Hille
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Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

„Für das Wort und die Freiheit“: NDR Kulturjournal-Fernsehbeitrag über die PEN-Jahrestagung 2018 in Göttingen

„Man darf bloß nicht aufhören, sich zu widersetzen“: Die türkische Journalistin Şehbal Şenyurt Arınlı und der Writers-in-Prison-Beauftragte Ralf Nestmeyer im Gespräch zur Situation verfolgter Schriftsteller und Journalisten weltweit

Anlässlich der diesjährigen PEN-Jahrestagung in Göttingen und des internationalen Tages der Pressefreiheit stellte das NDR Kulturjournal das Writers-in-Exile Programm vor und sprach mit der Journalistin Şehbal Şenyurt Arınlı, die als erste Kamerafrau ihres Landes gilt, und dem Vizepräsidenten und Writers-in-Prison-Beauftragten des PEN, Ralf Nestmeyer.

Der Beitrag ist anzusehen auf der Internetpräsenz des NDR unter bit.ly/2rqWRNi.

Ralf Nestmeyer
Foto: © Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı Foto PEN-Zentrum Deutschland

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Jahrestagung 2018 in Göttingen – Impressionen

„Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende!“, forderte der Schriftsteller und Dramatiker Günther Weisenborn 1958 in seiner „Göttinger Kantate“. Unter diesem Motto stand auch die diesjährige Jahrestagung des deutschen PEN, die vom 26.4.-29.4. in Göttingen stattfand, und mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen ein vielfältiges Rahmenprogramm bot.

Ausstellung im Alten Rathaus zur Geschichte und Bedeutung des PEN seit der Wiedergründung in Göttingen 1948
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Mitglied Jürgen Strasser (li.) und der Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Wissenschaftsstadt Darmstadt Enoh Meyomesse (re.) während des Empfangs der Stadt Göttingen im Alten Rathaus
Foto: © Simone Ahrend sah-photo

V. l. n. r.: Regula Venske, Präsidentin des deutschen PEN, Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, und Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, während des Empfangs der Stadt Göttingen im Alten Rathaus
Foto: © Simone Ahrend sah-photo

Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, Regula Venske, während ihrer Begrüßungsrede im Alten Rathaus Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske während ihrer Begrüßungsrede im Alten Rathaus
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Vizepräsidentin und Writers-in-Exile Beauftragte Franziska Sperr stellte das Exilprogramm des PEN-Zentrums vor. Über den gesamten Zeitraum der PEN-Jahrestagung repäsentierte ein leerer Stuhl auf der Bühne die seit 2010 unter Hausarrest stehende Dichterin Liu Xia Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Vizepräsidentin und Writers-in-Exile Beauftragte Franziska Sperr stellte das Exilprogramm des PEN-Zentrums vor.
Auf der PEN-Jahrestagung erinnerte ein leerer Stuhl an die seit 2010 unter Hausarrest stehende Dichterin Liu Xia
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" im Alten Rathaus Foto: © Simone Ahrend sah-photo

Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ im Alten Rathaus
Foto: © Simone Ahrend sah-photo

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" im Alten Rathaus V. l. n. r.: Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik, Aktivistin Arpita Roychoudhury, Dolmetscher Shahabuddin Miah, Blogger Zobaen Sondhi und Moderator Alf Mentzer Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ im Alten Rathaus
V. l. n. r.: Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik, Aktivistin Arpita Roychoudhury, Dolmetscher Shahabuddin Miah, Blogger Zobaen Sondhi und Moderator Alf Mentzer
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" Aktivistin und Writers-in-Exile Stipendiatin Arpita Roychoudhury und Dolmetscher Shahabuddin Miah Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Aktivistin und Writers-in-Exile Stipendiatin Arpita Roychoudhury und Dolmetscher Shahabuddin Miah
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" Writers-in-Exile Stipendiat Zobaen Sondhi im Gespräch mit Moderator Alf Mentzer Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“
Writers-in-Exile Stipendiat Zobaen Sondhi (li.) im Gespräch mit Moderator Alf Mentzer (re.)
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Der ehemalige PEN-Präsident Gert Heidenreich las die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte. Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Der ehemalige PEN-Präsident Gert Heidenreich las die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte.
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Herbert Wiesner während seiner Laudatio auf die Lyrikerin Dorothea Grünzweig, Kurt Sigel-Lyrikpreisträgerin 2018 Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Herbert Wiesner während seiner Laudatio auf die Lyrikerin Dorothea Grünzweig, Kurt Sigel-Lyrikpreisträgerin 2018
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Die Lyrikerin Dorothea Grünzweig erhielt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018 Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Die Lyrikerin Dorothea Grünzweig erhielt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

V. l. n. r.: Literaturkritiker Ulrich Greiner, PEN-Präsidentin Regula Venske, Autorin und Verlegerin Zoë Beck und Historiker Ulrich Sieg während der Podiumsdiskussion "Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Neue Rechte" in der Göttinger Paulinerkirche Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

V. l. n. r.: Literaturkritiker Ulrich Greiner, PEN-Präsidentin Regula Venske, Autorin und Verlegerin Zoë Beck und Historiker Ulrich Sieg während der Podiumsdiskussion „Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Neue Rechte“ in der Göttinger Paulinerkirche
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Literaturkritiker Ulrich Greiner und PEN-Präsidentin Regula Venske Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Ulrich Greiner und PEN-Präsidentin Regula Venske
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske
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Historiker Ulrich Sieg Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Historiker Ulrich Sieg
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Autorin und Verlegerin Zoë Beck
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Literaturkritiker Ulrich Greiner Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Ulrich Greiner
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Matinee „Deutsche Meckerköppe – Lichtenbergs Erbe und Satire heute“ im Alten Rathaus V. l. n. r.: Susanne Fischer, Matthias Biskupek, Frank Schäfer, Angela Krauß Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Matinee „Deutsche Meckerköppe – Lichtenbergs Erbe und Satire heute“ im Alten Rathaus
V. l. n. r.: Susanne Fischer, Matthias Biskupek, Frank Schäfer und Angela Krauß
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Publizist Frank Schäfer
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Autorin Susanne Fischer
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Moderator Matthias Biskupek
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Autorin Angela Krauß Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Autorin Angela Krauß
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