Deutscher PEN auf Frankfurter Buchmesse: Lesungen und Diskussionen mit Zaza Burchuladze, Aslı Erdoğan, Günter Wallraff, Deniz Yücel und weiteren Gästen

Presseeinladung, Darmstadt, 18. September 2018

Deutscher PEN auf Frankfurter Buchmesse: Lesungen und Diskussionen mit Zaza Burchuladze, Aslı Erdoğan, Günter Wallraff, Deniz Yücel und weiteren Gästen       

Der Countdown zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse (10.-14. Oktober) läuft. Sie finden den PEN-Stand in Halle 4.1, Stand D 92.

Podiumsdiskussion „Das freie Wort unter Druck? Selbstzensur in Deutschland“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Mittwoch, 10.10., 15 Uhr
Mit: Elizabeth Prommer, Alexander Skipis und Günter Wallraff

Moderation: Carlos Collado Seidel

Lesung und Gespräch „Tagebuch eines afrikanischen Illegalen“

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeiten: Donnerstag, 11.10., 11 Uhr
Mit: Enoh Meyomesse und Franziska Sperr

Lesung und Gespräch „Der aufblasbare Engel“

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeiten: Donnerstag, 11.10., 14 Uhr
Mit: Zaza Burchuladze und Ilija Trojanow

Podiumsdiskussion „Quo vadis Polen?“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Freitag, 12.10., 12 Uhr
Mit: Pawel Machcewicz, Martin Schulze Wessel und Aleksandra Rybińska

Moderation: Thomas Urban

Podiumsdiskussion „Pressefreiheit in der Türkei“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Samstag, 13.10., 13.30 Uhr
Mit:  Michael Roth, Regula Venske und Deniz Yücel

Moderation: Stephan Lohr

Weitere Veranstaltungen unter Beteiligung des deutschen PEN

Podiumsdiskussion „Bilder bauen Welten: die Macht des (un)sichtbaren Narrativs“ des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), der BücherFrauen und des Netzwerks Autorenrechte

Ort: Salon des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Mittwoch, 10.10., 13 Uhr
Mit:  Nina George, Maren Kroymann und Elizabeth Prommer

Moderation: Valeska Henze

„Readers Corner – Für das Wort und die Freiheit“

Filmvorführung „pics4peace – 85 Jahre Bücherverbrennung – FÜR DAS WORT UND DIE FREIHEIT“ und Diskussion mit jungen Erwachsenen

Ort: Bühne am Azubistro (Halle 4.1 A 86)
Zeiten: Mittwoch, 10.10., 13 Uhr
Mit: Winfried Muthesius und Tanja Kinkel

Diskussion „Exil – Hoffnungen und Hindernisse” des International Cities of Refuge Networks (ICORN)

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Freitag, 12.10., 13.30 Uhr
Mit:  Aslı Erdoğan, Pegah Ahmadi und Şehbal Şenyurt Arınlı

Moderation: Regula Venske

Info- und Gedenkveranstaltung zum „Sivas-Massaker 1993“ der Alevitischen Gemeinde Frankfurt e. V. in Kooperation mit der Föderation Demokratischer Arbeitervereine e.V. (DIDF), dem HDK, der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Ort: Gewerkschaftshaus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Straße 69/77, 60329 Frankfurt am Main
Zeit: Freitag, 12.10., 19 Uhr
Grußwort von: Regula Venske

Medienvertreter sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen. Interviewwünsche gerne vorab per E-Mail an presse [at] pen-deutschland [dot] de.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: presse [at] pen-deutschland [dot] de

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

„Der kritische Printjournalismus stirbt in der Türkei“

Das deutsche PEN-Zentrum ist entsetzt über die aktuellen Entwicklungen bei Cumhuriyet!
Die Zeitung Cumhuriyet, die bis dato als einzige verbliebene seriöse Oppositionszeitung der Türkei galt, erhielt mit Alev Coşkun einen strammen türkischen Nationalisten als neuen Stiftungsvorstand, weshalb viele Journalisten die Zeitung verlassen, um ihrer Kündigung zuvorzukommen.
Can Dündar, der im Berliner Exil lebende ehemalige Chefredakteur von Cumhuriyet, schrieb uns hierzu ein Statement, das wir gerne veröffentlichen wollen:

We fought for Cumhuriyet. Because defending Cumhuriyet meant defending one of the last bastions of truth against an oppressive government… The government tried every way to deter us. We were prosecuted, punished, jailed, attacked, exiled… But we didn’t give up the fight for our freedom. Finally, the government who failed to conquer the castle from outside, found partners to do so inside… Informers of Cumhuriyet case has become the new rulers of the paper.
We have to leave our paper now, singing the same, old song:
“Don’t give up the fight!”
Artikel in der Süddeutschen Zeitung, 10. September, zu „Cumhuriyet der ältesten Tageszeitung der Türkei“

11.10.2018, 14 Uhr – „Der aufblasbare Engel“ Lesung und Gespräch mit Zaza Burchuladze und Ilija Trojanow auf der Frankfurter Buchmesse

Der georgische Autor und ehemalige Writers in Exile-Stipendiat Zaza Burchuladze stellt unter Moderation von Ilija Trojanow sein 2018 beim Aufbau Verlag erschienenes Buch „Der aufblasbare Engel“ vor.

Zaza Burchuladze
Foto: Simone Ahrend, sah-photo

Zaza Burchuladze ist Verfasser mehrerer Romane, Essaysammlungen und Kurzgeschichten. In Georgien schockierten seine Erzählungen das Publikum, seine provozierenden Themen und sein experimenteller Schreibstil führten dazu, dass er lange Zeit von den Kritikern mit Nichtachtung gestraft wurde. In seinen Romanen greift Zaza Burchuladze immer wieder Themen auf, die in seinem Land als Tabus gelten: Texte über politischen Konformismus, Geschichten über Gewalt und Brutalität, weltanschauliche und religiöse Themen und Sexualität.

Ilija Trojanow
Foto: © Thomas Dorn

Wiederholt wurde er in seiner stark religiös geprägten Heimat wegen seiner öffentlich vorgetragenen verbalen Provokationen verfolgt, vehement bedroht und schließlich auf offener Straße niedergeschlagen. Von 2014 bis Anfang 2017 war er WiE Stipendiat des deutschen PEN.

Eine Veranstaltung des Hessischer Literaturrats e.V. in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland

11.10.2018, 11 Uhr – „Tagebuch eines afrikanischen Illegalen“ Lesung und Gespräch mit Enoh Meyomesse und Franziska Sperr auf der Frankfurter Buchmesse

Der kamerunische Autor Enoh Meyomesse (Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Wissenschaftsstadt Darmstadt) wird auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse in Lesung und Gespräch von Franziska Sperr, Vizepräsidentin und Beauftragte für Writers in Exile des deutschen PEN-Zentrums, vorgestellt.

Enoh Meyomesse, mit bürgerlichem Namen Dieudonné Enoh, ist Lyriker, Romanautor, Dramatiker, Historiker und politischer Aktivist. Er wurde 1954 in Kamerun geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Enoh Meyomesse
Foto: Stefanie Silber

Enoh Meyomesse, mit bürgerlichem Namen Dieudonné Enoh, ist ein Lyriker, Romanautor, Dramatiker, Historiker und politischer Aktivist. Seine gesellschaftliche Analysen und Initiativen führten zu mehrmaligen Verhaftungen, 2011 schließlich zur dauerhaften Inhaftierung im Zentralgefängnis Kondengui, das in Kameruns Hauptstadt Yaoundé liegt.

Franziska Sperr
Foto: Brigitte Corell

Am 27. April 2015 kam der Autor mithilfe der unermüdlichen Lobbyarbeit internationaler Verbände, insbesondere des PEN-Zentrums Deutschland, aus seiner Haft frei. Enoh Meyomesse ist seit Oktober 2015 Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Stadt Darmstadt unter der Betreuung des deutschen PEN-Zentrums.

Eine Veranstaltung des Hessischer Literaturrats e.V. in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland

18.09.2018 – CHINA TIME Hamburg 2018: „Für Freiheit bereue ich nichts“

V. l. n. r.: PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel, PEN-Präsidentin Regula Venske und tibetischer Mönch und Menschenrechtsaktivist Golog Jigme Gyatso vor der Writers-in-Prison Lesung am Messefreitag Foto: PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske und der tibetische Menschenrechtsaktivist Golog Jigme Gyatso
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Im Rahmen der diesjährigen CHINA TIME (1.–23. September) stellen PEN-Präsidentin Regula Venske und Migmar Dhakyel, Kampagnenreferentin der Tibet Initiative Deutschland in Berlin, das Buch „Für Freiheit bereue ich nichts“ des Tibeters Shokjang vor.

Wegen seiner Kritik an der Tibet-Politik der chinesischen Regierung wurde Shokjang am 19. März 2015 verhaftet und später wegen „Anstiftung zum Separatismus“ zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren kam er im März frei.

Eintritt: 8,– €

Veranstalter sind die Tibet Initiative Deutschland e. V., die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) und der Verein der Tibeter in Deutschland e.V.