01.04.2019, 18 Uhr – Aktuell zur Ukraine: Die Wahlen und die Not der Medien – Forum im PresseClub München

Der Print- und Fernsehjournalist Aleksei Bobrovnikov wurde 1979 in Kiew (Ukraine) geboren. Er veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Essays in verschiedenen ukrainischen Verlagen und Wochenmagazinen. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Aleksei Bobrovnikov
Foto: Stefanie Silber

Der ukrainische Autor und investigative Journalist Aleksei Bobrovnikov spricht mit Helga Montag, Vorstandsmitglied von Journalisten helfen Journalisten e. V., über die zunehmend bedrohliche Lage der Medien in der Ukraine. Bobrovnikov entlarvte durch seine Recherchen Verbindungen zwischen einem Schmugglerring und dem ukrainischen Militär. Daraufhin erhielt er öffentlich Todesdrohungen und sah sich gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Seit Februar 2018 ist er Stipendiat des Writers-in-Exile Programms des deutschen PEN.

Das Gespräch findet zu einem hochaktuellen Zeitpunkt statt: Am Tag davor wählt die Ukraine einen neuen Staatspräsidenten, die Parlamentswahl folgt im Herbst. Aleksei Bobrovnikov gibt erste Einschätzungen zum Wahltag und zu dem medialen Umfeld in seinem Heimatland.

Info: Das Gespräch findet in englischer und deutscher Sprache statt.

Eine Veranstaltung des PresseClubs München e.V.  und Journalisten helfen Journalisten e. V.

Weiterführende Informationen können Sie der Internetseite des PresseClubs München e.V. entnehmen.

21.03.2019 - 24.03.2019 – Leipziger Buchmesse

Standnummer: Halle 4 C 212

Auch 2019 ist das PEN-Zentrum Deutschland auf dem Gemeinschaftsstand mit dem VS-Verband deutscher Schriftsteller und dem Deutschen Literaturfonds auf der Leipziger Buchmesse vertreten.

Termine

Writers-in-Prison-Lesungen jeweils 13.30 – 14 Uhr im Forum Literatur + Hörbuch Halle 3, Stand B 501

Mitglieder des PEN und des PEN-Freundeskreises lesen aus Texten verfolgter und inhaftierter Autoren, um so auf das Schicksal ihrer Kollegen aufmerksam zu machen.

„Aber ich werde nicht in Pessimismus verfallen. Was würde denn aus uns, wenn wir nicht an etwas glauben würden? Was wäre aus all denen geworden, an deren Rettung Hermann Kesten beteiligt war, wenn er nicht seinen Teil dazu beigetragen hätte? Was wäre geschehen, wenn Nelson Mandela im Gefängnis aufgegeben und sich in sein Schicksal ergeben hätte?" Hermann Kesten-Preisträgerin Gioconda Belli während ihrer Dankesrede Foto: © PEN-Zentrum Deutschland e. V.

Gioconda Belli
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland e. V.

Auch 2018 ist in vielen Ländern der Welt der Gebrauch des freien Wortes wieder unterdrückt und verfolgt worden. Schriftsteller, Journalisten und Blogger wurden eingesperrt, gefoltert, auch getötet.

Das PEN-Zentrum setzt auch seine Tradition fort und erinnert in drei Veranstaltungen an verfolgte Autoren. Die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli, Trägerin des Hermann Kesten-Preises 2018, wird über die derzeit dramatische Lage der Meinungsfreiheit in Nicaragua berichten, PEN-Mitglieder werden Texte verfolgter und eingesperrter Autoren lesen und so auf ihr Schicksal hinweisen.

PEN-Generalsekretär Carlos Collado Seidel Foto: © Goethe-Institut Madrid

Carlos Collado Seidel
Foto: © Goethe-Institut Madrid

Die Veranstaltungen werden moderiert von den PEN-Präsidiumsmitgliedern Carlos Collado Seidel, Tanja Kinkel und Heinrich Peuckmann.

Donnerstag, 21. März

Mitwirkende:

Gioconda Belli


Moderation: Carlos Collado Seidel

Zeit: 13.30 – 14 Uhr
Ort: Forum Literatur + Hörbuch Halle 3, Stand B 501

PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel moderierte die Writes-in-Prison Lesung am Donnerstag. Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Tanja Kinkel
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

 

Freitag, 22. März

Mitwirkende:

  • Ralph Grüneberger
  • Andreas Tretner
  • Ralf Nestmeyer

Moderation: Tanja Kinkel

Zeit: 13.30 – 14 Uhr
Ort: Forum Literatur + Hörbuch Halle 3, Stand B 501

Heinrich Peuckmann
Foto: © Roland Baege

Samstag, 23. März

Mitwirkende:

  • Ulrike Almut Sandig
  • Leander Sukov
  • Simone Trieder
  • Wolfsmehl

Moderation: Heinrich Peuckmann

Zeit: 13.30 – 14 Uhr
Ort: Forum Literatur + Hörbuch Halle 3, Stand B 501

09.05.2019 - 12.05.2019 – PEN-Jahrestagung 2019 in Chemnitz

Das Programm für PEN-Mitglieder mitsamt den Informationen zur Mitgliederversammlung folgen in Kürze.

27.02.2019, 19 Uhr – Selahattin Demirtaş: Ein Autor, Politiker und Gefangener, der für Freiheit und Menschenrechte kämpft – Lesung und Podiumsgespräch in Nürnberg

Selahattin Demirtaş (Quelle: PEN International)

Selahattin Demirtaş
(Quelle: PEN International)

Die Türkei ist weltweit das derzeit größte Gefängnis für Journalisten und Schriftsteller. Derzeit sitzen rund 150 Autoren hinter Gittern. Das deutsche PEN-Zentrum möchte an das Schicksal von Selahattin Demirtaş erinnern, der im Dezember 2018 zu seinem Ehrenmitglied ernannt wurde. Demirtaş ist nicht nur Autor des Erzählbandes „Morgengrauen“, sondern auch Politiker und ehemaliger Co-Vorsitzender der Halkların Demokratik Partisi (HDP).

Deniz Yücel
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Seit November 2016 befindet er sich in Haft, im September 2018 wurde er aufgrund einer 2013 gehaltenen Rede wegen Terrorpropaganda zu 4 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt; weitere Verfahren gegen ihn sind anhängig.

Im Zuge seines Engagements für inhaftierte Schriftsteller (Writers-in-Prison-Programm) lädt das deutsche PEN-Zentrum zu einer Lesung und einem Podiumsgespräch ein. Über das Schicksal von Selahattin Demirtaş und die politische Situation in der Türkei diskutieren Deniz Yücel (Autor, Journalist für die WELT), Leyla Îmret (Kommunalpolitikerin, Trägerin der Carl-von-Ossietzky-Medaille) sowie Prof. Dr. Mithat Sancar (Professor für Verfassungsrecht, HDP-Abgeordneter, Habermas-Übersetzer). Die Einführung und Moderation übernimmt Ralf Nestmeyer (PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter). Das Grußwort spricht der Direktor des Bildungscampus Nürnberg Dr. Martin Ecker.

Ralf Nestmeyer
Foto: © Stefanie Silber

Ort: Fabersaal im Bildungscampus (Gewerbemuseumsplatz 2)

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des PEN-Zentrums Deutschland e. V.  in Kooperation mit dem Bildungscampus der Stadt Nürnberg

Pressevertreter werden aufgrund des Platzkontingentes um vorherige Anmeldung gebeten: presse [at] pen-deutschland [dot] de

Weitere Informationen erhalten Sie beim PEN-Zentrum Deutschland, Tel. 06151/23120.

24.03.2019, 19 Uhr – Nicaragua: Hasta que seamos libres [Bis dass wir frei sind] – Gioconda Belli & Grupo Sal Duo in Darmstadt

Am 15. November erhielt sie in Darmstadt den Herrmann-Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums, nun ist sie erneut in Europa unterwegs: Gioconda Belli spricht über die hochbrisante politische Lage Nicaraguas und liest aus ihrem Werk. Grupo Sal Duo spielt lateinamerikanische Musik.

„Ich werde nicht sterben, ohne das befreite Land zu sehen.“ Selbstbewusst und mit klarem Blick spricht die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli über die aktuelle politische Situation ihres Heimatlandes und steht dabei dem aktuellen Präsidenten Daniel Ortega deutlich kritisch gegenüber.

Gioconda Belli
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland e. V.

Die ehemalige Anhängerin der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront will durch ihre Beiträge das Publikum auf dieses hochbrisante Thema aufmerksam machen und die Notwendigkeit des Handelns aufzeigen.

Weitere Akteure der Veranstaltung sind der Moderator Lutz Kliche, Nicaragua-Experte und Übersetzer, sowie Viola Gabor, die Gioconda Belli ihre deutsche Stimme verleiht.
Grupo Sal Duo liefert den musikalischen Teil der Veranstaltung und begeistert durch die Intimität und Leidenschaft ihrer Musik, die im Wechselspiel mit den Beiträgen Bellis eine einzigartige Atmosphäre erzeugt.

Lutz Kliche
Foto: © Christian Stüben, Wuppertal

Grußwort: Bundestagsabgeordnete Daniela Wagner [Bündnis90/Die Grünen]

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung und dem Kartenvorverkauf können Sie der Internetseite der Bessunger Knabenschule entnehmen.

Tickets kosten im (online-)Vorverkauf nur 13,00 €/erm. 10,00 € zzgl. Gebühren.

Eine Veranstaltung der Bessunger Knabenschule  Kooperationspartner: PEN-Zentrum Deutschland e. V., DGB, Weltladen, EKHN, Zentrum Oekumene, Ev. Dekanat Darmstadt, Sandino-Partnerschaft e.V.