15.11.2018, 19 Uhr – Verleihung des Hermann Kesten-Preises und Hermann Kesten-Förderpreises 2018 im Staatstheater Darmstadt

Der Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2018 an die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli. Den Hermann Kesten-Förderpreis erhält die ungarische Onlinezeitschrift „Direkt36“. Die Preisverleihung findet am 15.11.2018 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt.

Gioconda Belli Foto: © Basso Cannarsa

Gioconda Belli
Foto: © Basso Cannarsa

Laudatoren sind der Schriftsteller und Verleger Hermann Schulz und die Journalistin Cathrin Kahlweit (SZ). Alf Mentzer (HR) moderiert den Abend, den der ungarische Jazzgitarrist Ferenc Snétberger musikalisch umrahmt.

Im Gespräch mit Alf Mentzer:

  • Jochen Partsch, Oberbürgemeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Regula Venske, PEN-Präsidentin

sowie

Der Eintritt ist frei.

Einlass: 18:30 Uhr

NUR NOCH WENIGE FREIE PLÄTZE VERFÜGBAR

Mit Gioconda Belli wird nicht nur eine der bedeutendsten lateinamerikanischen SchriftstellerInnen geehrt, deren Werke im deutschen Sprachraum eine weite Verbreitung gefunden haben, sondern auch eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Frauen und für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Als in Ungarn regierungsnahe Kräfte das Portal Origo, für das der Journalist András Pethő arbeitete, kauften und in ein Propagandainstrument verwandelten, gründete er mit einigen Kollegen „Direkt36“ als Website für investigativen Journalismus. Trotz aller Widerstände engagieren sich András Pethő und seine Mitstreiter Gergő Sáling und Balázs Weyer im Sinne der Meinungsfreiheit und scheuen sich auch nicht, die finanziellen Verwicklungen der ungarischen Oligarchie anzuprangern.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo sowie Can Dündar und Erdem Gül. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die ebenfalls vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bereitgestellt werden. Er wird alle zwei Jahre verliehen.

20.11.2018 – Gioconda Belli erhält Kesten-Preis am 15.11. in Darmstadt

Pressemitteilung, Darmstadt, 6. November 2018

Gioconda Belli erhält Kesten-Preis am 15.11. in Darmstadt

Gioconda Belli Foto: © Basso Cannarsa

Gioconda Belli
Foto: © Basso Cannarsa

Der deutsche PEN zeichnet die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli mit dem diesjährigen Hermann Kesten-Preis aus (19 Uhr, Kammerspiele des Staatstheaters Darmstadt). Die Laudatio hält der Schriftsteller und Verleger Hermann Schulz.

„Mit Gioconda Belli ehrt das deutsche PEN-Zentrum eine bekannte Schriftstellerin, die seit Jahren in vielerlei Weise ihre Stimme für bedrohte und inhaftierte Autoren in Mittelamerika erhoben hat“, sagte PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer heute in Darmstadt.

Der Hermann Kesten-Förderpreis geht in diesem Jahr an die ungarische Onlinezeitschrift „Direkt36“ (Laudatorin: Cathrin Kahlweit).

Donnerstag, 15.11., 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)            

in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt 

NUR NOCH WENIGE FREIE PLÄTZE VERFÜGBAR

Mit:

  • Patrick Burghardt, Staatssekretär des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst
  • Gioconda Belli, Hermann Kesten-Preisträgerin 2018
  • Cathrin Kahlweit, Journalistin (SZ)
  • Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • András Pethő, Mitbegründer von „Direkt36“
  • Hermann Schulz, Schriftsteller und Verleger
  • Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland

Moderation: Alf Mentzer (HR)
Musik: Ferenc Snétberger (Gitarre)

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Zu den Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo sowie Can Dündar und Erdem Gül.

Weitere Informationen zum Ablauf der diesjährigen Preisverleihung www.bit.ly/2DrAJuE

Bilder auf www.bit.ly/2DnrZWt dürfen ohne weitere Genehmigung im Kontext der Kesten-Preisverleihung 2018 unter Angabe des Copyrights kostenlos abgedruckt werden.

Interviewwünsche gerne vorab per E-Mail an presse [at] pen-deutschland [dot] de.

Pressekontakt:

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: presse [at] pen-deutschland [dot] de

PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

13.11.2018, 19 Uhr – „Deutsche Künstler im Exil 1933 – 1945“ – Gespräch und Bildpräsentation in Hamburg

PEN-Präsidentin Regula Venske
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Im Rahmen der diesjährigen Tage des Exils (15.10.-16.11.) widmet sich Thomas B. Schumann, u. a. Autor, Herausgeber, Publizist und Hermann Kesten-Preisträger des deutschen PEN , – angeregt von Thomas Manns Witwe Katia – der Bekanntmachung vergessener Exil-Kultur. Seine über Jahre aufgebaute umfangreiche Exil-Sammlung (Literatur und Kunst) ist Fundament für das von ihm geplante »Museum des Exils«.

Hermann Kesten-Preisträger 2017 Thomas B. Schumann Foto: © Edition Memoria

Thomas B. Schumann
Foto: © Edition Memoria

Im Gespräch mit PEN-Präsidentin Regula Venske stellt er anhand herausragender Bilder sein Buch »Deutsche Künstler im Exil 1933 – 1945« vor (darin Beiträge von Herta Müller und Georg Stefan Troller).

Der Eintritt ist frei (Anmeldung bis 9. November erbeten unter 040 / 334 02 16).

Veranstalter ist die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. in Zusammenarbeit mit dem PEN-Zentrum Deutschland.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie das Gesamtprogramm können Sie der Internetseite der Tage des Exils 2018 entnehmen.

Eine Initiative der Körber-Stiftung in Kooperation mit der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung

11.11.2018, 11.30 Uhr – Benefizlesung aus Nelson Mandelas „Briefe aus dem Gefängnis“ zugunsten der Writers-in-Prison-Arbeit im Renaissance-Theater Berlin

Nelson R. Mandela
Foto: © Andrew Zuckerman

„Eine neue Welt wird nicht von denen geschaffen, die tatenlos beiseitestehen, sondern von denen, die sich in die Arena begeben, deren Kleider vom Sturmwind zerfetzt sind und deren Leiber im Kampf bleibende Spuren davontragen.“ Nelson Mandela

1962, auf dem Höhepunkt einer brutalen Kampagne des südafrikanischen Apartheidregimes gegen die politische Opposition, wurde der vierundvierzigjährige Anwalt und Aktivist des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) Nelson Mandela verhaftet. Er ahnte nicht, dass er die folgenden siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis verbringen würde. Im Laufe seiner 10 052 Tage in Haft schrieb der künftige Führer Südafrikas eine Vielzahl von Briefen an sture Gefängnisbehörden, an Mitstreiter, Regierungsfunktionäre und insbesondere an seine Frau Winnie und seine fünf Kinder.

Nun erlauben uns mehr als 250 ausgewählte Briefe, die meisten davon bislang unveröffentlicht, einen höchst unmittelbaren Blick auf diesen außergewöhnlichen Menschen.

Aus den Briefen lesen unter anderem Nora Bossong, Ulf Buermeyer, Eva Menasse, Jan Wagner und Mark Waschke.

Die Moderation übernimmt Stephan Bierling.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie der Internetseite des Renaissance-Theaters Berlin entnehmen.

Die Einnahmen kommen der Writers-in-Prison-Arbeit des deutschen PEN zugute.

Eine Veranstaltung des Verlages C. H. Beck in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland, dem Kulturkaufhaus Dussman und dem Renaissance-Theaters Berlin

10.10.2018 - 14.10.2018 – Das PEN-Zentrum Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.1 D 92

Der Stand des PEN-Zentrums auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse (Halle 4.1 D 92)
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Zum 70. Mal findet dieses Jahr die Buchmesse auf dem Messegelände Frankfurt statt. Als Teil der größten internationalen Buchmesse wird sich das PEN-Zentrum Deutschland mit einem Stand vorstellen und die Besucher über die Schriftstellervereinigung, die Programme Writers-in-Exile und Writers-in-Prison informieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in Halle 4.1 auf unserem Stand D 92.

Bitte beachten Sie auch folgende Termine:

Podiumsdiskussion „Das freie Wort unter Druck? Selbstzensur in Deutschland“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Mittwoch, 10.10., 15 Uhr
Mit: Elizabeth Prommer, Alexander Skipis und Günter Wallraff

Moderation: Carlos Collado Seidel

Lesung und Gespräch „Tagebuch eines afrikanischen Illegalen“

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeit: Donnerstag, 11.10., 11 Uhr
Mit: Enoh Meyomesse und Franziska Sperr

Lesung und Gespräch „Der aufblasbare Engel“

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeit: Donnerstag, 11.10., 14 Uhr
Mit: Zaza Burchuladze und Ilija Trojanow

Podiumsdiskussion „Quo vadis Polen?“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Freitag, 12.10., 12 Uhr
Mit: Pawel Machcewicz, Martin Schulze Wessel und Aleksandra Rybińska

Moderation: Thomas Urban

Podiumsdiskussion „Pressefreiheit in der Türkei“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Samstag, 13.10., 13.30 Uhr
Mit:  Michael Roth, Regula Venske und Deniz Yücel

Moderation: Stephan Lohr

Weitere Veranstaltungen unter Beteiligung des deutschen PEN

Podiumsdiskussion „Bilder bauen Welten: die Macht des (un)sichtbaren Narrativs“ des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), der BücherFrauen und des Netzwerks Autorenrechte

Ort: Salon des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Mittwoch, 10.10., 13 Uhr
Mit:  Nina George, Maren Kroymann und Elizabeth Prommer

Moderation: Valeska Henze

„Readers Corner – Für das Wort und die Freiheit“

Filmvorführung „pics4peace – 85 Jahre Bücherverbrennung – FÜR DAS WORT UND DIE FREIHEIT“ und Diskussion mit jungen Erwachsenen

Ort: Bühne am Azubistro (Halle 4.1 A 86)
Zeit: Mittwoch, 10.10., 13 Uhr
Mit: Winfried Muthesius und Tanja Kinkel

Diskussion „Exil – Hoffnungen und Hindernisse” des International Cities of Refuge Networks (ICORN)

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Freitag, 12.10., 13.30 Uhr
Mit:  Aslı Erdoğan, Pegah Ahmadi und Şehbal Şenyurt Arınlı

Moderation: Regula Venske