13.02.2020, 19 Uhr – Autorinnen-Gespräch in Regensburg: Leben im Exil, Schreiben im Exil

Ein freies Leben im Exil – der Verlust der Heimat – die Erfahrung von Fremde.
Wie erleben zwei Schriftstellerinnen diesen existentiellen Umbruch? Wie beeinflusst er ihr Schreiben, ihr Denken, ihr Verhältnis zu Anderen, ihr Verständnis von Literatur? Diesen und anderen Fragen wird im Miteinander in Lesung und Gespräch mit den Writers in Exile-Stipendiatinnen Yirgalem Fisseha Mebrahtu und Şehbal Şenyurt Arınlı nachgegangen.

Yirgalem Fisseha Mebrahtu Foto: Stefanie Silber

Bis zu ihrer Freilassung im Januar 2015 verbrachte Yirgalem Fisseha Mebrahtu sechs Jahre lang unter schlimmsten Bedingungen im Gefängnis „Mai Swra“, ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren. Seit 2018 lebt sie als Stipendiatin des Writers in Exile Programms
des deutschen PEN-Zentrums in München. Sie schreibt auf Tigrinisch und „will die Stimme derer sein, die in Eritrea in Unfreiheit leben müssen.“ Manchmal fühlt es sich für sie so an, als hätte sie alles verloren: „Flüchtling zu sein, heißt, nicht zu Hause zu sein.“
In Kürze erscheint eine Sammlung ihrer Texte und Gedichte auch auf Deutsch.

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Christian Thiel

Şehbal Şenyurt Arınl engagierte sich als erste Frau hinter der Kamera in der Türkei vor allem für die Rechte von Frauen und Minderheiten. Ihr politisches Engagement und ihre Verbindungen zu kurdischen Medien führten zur Inhaftierung. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland ausreisen. Sie lebt seit 2016 in Nürnberg und spricht mittlerweile gut Deutsch. Ende
2019 erschien der Briefwechsel zwischen ihr und Terézia Mora „Zwei Autorinnen im Transit – Ein Dialog“.

Moderation: Barbara Krohn, Schriftstellerin und Präsidiumsmitglied des deutschen PEN

Der Eintritt ist frei
Kursnummer K

Eine Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V. in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland e.V.

28.11.2019, 19 Uhr – Zwei Autorinnen im Transit – Lesung eines literarischen Briefwechsels in Berlin

Im Rahmen der literarischen Reihe des Writers in Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums ist ein Briefwechsel der besonderen Art entstanden. Zwei Schriftstellerinnen korrespondieren über Wochen und stehen sich zum ersten Mal kurz vor der Abschlusslesung ihrer Briefe gegenüber: Terézia Mora, seit kurzem Büchner-Preisträgerin, und Şehbal Şenyurt Arınlı, Schriftstellerin, Dokumentarfilmerin und Stipendiatin des PEN-Exilprogramms. Zum dritten Mal wurde nun eine literarische Korrespondenz zwischen zwei AutorInnen durchgeführt. Die Initiatorin und Herausgeberin des Buches „Autorinnen im Transit“ ist Franziska Sperr (ehemalige Vizepräsidentin und WiE- Beauftragte). Die zweisprachige Publikation ist im binooki-Verlag, Berlin, erschienen.

Şehbal Şenyurt Arınlı, türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin, wurde 1962 in Giresun/Türkei geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Stefanie Silber

Am 28. November 2019 in der Berliner Akademie der Künste lesen sie um 19 Uhr aus ihren Briefen und lassen sich vom ehemaligen PEN-Präsidenten, dem Schriftsteller Gert Heidenreich, zu ihren Texten befragen.

Obwohl sie sich nie begegnet sind, wissen sie viel übereinander: die bekannte, mit Literaturpreisen überhäufte Terézia Mora und die vor einem Jahr in Deutschland angekommene, in der deutschen Literaturszene noch unbekannte Şehbal Şenyurt Arınlı. Mehrere Wochen lang schickten sie einander Texte, in denen es um ihren Alltag geht, ihre Ängste und Verunsicherungen, ihre Träume und Visionen für die Zukunft.

Terézia Mora
Foto: © Antje Berghäuser

Terézia Mora ist hier seit Jahren sehr bekannt. Ihre Briefpartnerin steht erst am Anfang ihrer schriftstellerischen Existenz in Deutschland. Sie wurde 2017 wegen ihres Engagements für die kurdische Minderheit in der Türkei festgenommen und konnte nur durch einen Zufall fliehen und bei uns Zuflucht finden.

Trotz der Unterschiedlichkeit ihrer Lebensläufe kreisen die Briefe nicht nur um das Thema Schreiben, sondern auch um Verluste, Einsamkeit, Außenseitertum, bedrohte Existenz. Sie schreiben von Privatem, Politischem und Gesellschaftlichem aus sehr persönlicher Sicht, hie und da scheren sie aus in die Historie ihrer Herkunftsländer: Türkei und Ungarn.

 Mit:

  • Şehbal Şenyurt Arınlı, Writers in Exile-Stipendiatin, Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin
  • Terézia Mora, Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin
  • Gert Heidenreich, Schriftsteller und Journalist, ehem. PEN-Präsident
  • Franziska Sperr, Autorin, ehem. Writers in Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des deutschen PEN-Zentrums
  • Helene Grass, Schauspielerin
  • Die Lyrischen Saiten (Musik)
  • Elif Amberg (Dolmetscherin)

Der Eintritt ist frei.

Diese Veranstaltung wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am 1.12. um 22 Uhr bundesweit gesendet. Weitere Informationen: deutschlandfunkkultur.de

14.12.2019 – Wer rettet Erdoğan diesmal, und wie?

Şehbal Şenyurt Arınlı

Wer rettet Erdoğan diesmal, und wie?

Wie es aussieht, werden alle Befürchtungen wahr.

Es erreichen uns Informationen, wonach mit der Besetzung an der nordöstlichen Grenze Syriens durch die türkische Erdoğan-Diktatur schlummernde Zellen des IS begonnen haben, in Aktion zu treten, es aufgrund der Schwächung der Sicherheit in den IS-Lagern durch deren Bombardierung zu Fluchtversuchen aus diesen Lagern kommt und IS-Kämpfer verstärkt Versuche unternehmen, ihre Mitstreiter aus den Lagern zu befreien. Und es ist gerade einmal der vierte Tag der Besetzung.

Ein junger Mensch, der heute in der Türkei siebzehn Jahre alt ist, kennt keinen anderen Minister-/Staatspräsidenten als Tayyip Erdoğan. Diese junge Generation hat ihr Leben einzig und allein in einer vom Erdoğan-Regime gelenkten Türkei verbracht. Seit er als Stimme der unter dem Laizismus der Republik Türkei benachteiligten islamischen Bevölkerungsgruppe an die Macht gelangt ist, hat er Schritt für Schritt mit Tausenden von politischen Manövern seine Existenz aufrechterhalten. Wobei er stets diesen islamischen Boden nährte, der Erdoğan zu Erdoğan gemacht hat. Am meisten aber die alte und heimlich oder offen chronisch gewordene Angst der Türken vor der Spaltung nutzte, die ihren Ursprung im Niedergang des osmanischen Reiches, ja eigentlich in noch früheren Zeiten, in der Massenflucht von der Balkanhalbinsel vor dem Ersten Weltkrieg hatte. Die Opposition mit dieser tiefen Angst lähmte; die berechtigten Forderungen der Kurden in die Soße dieser Angst tunkte und so die Opposition dazu brachte, zu kapitulieren. Eine sehr alte und in die Tiefe gehende Geschichte … Vielleicht ist das hier inmitten des heißen Krieges nicht der richtige Ort. Kurzgefasst setzt er bekanntlich so oder so als der letzte starke Mann in der Türkei seine Diktatur fort. Aus der Weltgeschichte wissen wir, dass sich Diktaturen an ihrem nahenden Ende vom Krieg nähren. Seit in der Kurdenfrage der mit unendlichen Bemühungen aufgebaute Friedenstisch umgeworfen wurde, erlebt die Türkei einen nicht endenden Krieg. In jeder Hinsicht. De facto und physisch. Mit der ohnehin problematischen und nun völlig abgeschafften Gedanken- und Redefreiheit, dem fehlenden Recht auf einen fairen Prozess, mit der Verletzung aller anderen bekannten Rechte erleben wir einen wahren Krieg. Von dem Moment an, als während der Wiederholung der letzten Istanbuler Wahlen die Möglichkeit einer Gegenkraft in Form einer vereinten Opposition aufkam, gewann das alte Spiel wieder an Kraft. Nämlich die Solidarität zwischen der HDP-Basis und anderen oppositionellen Gruppierungen in der Türkei, die entschlossen ihre Politik für eine demokratische Lösung der Kurdenfrage fortführten, abzuschaffen. Als Erdoğan diesen Besatzungskrieg begann und ihn präsentierte, als handelte es sich um eine „nationale“ Angelegenheit, stellte sich wieder ein Großteil der Opposition, allen voran die Führung der CHP, hinter Erdoğan. Wie bei vielen anderen Anlässen zuvor haben sie, wie es aussieht, noch einmal beschlossen, Erdoğan zu retten. Denn irgendwie ist Erdoğan nunmehr der derzeitige Fortführer jener alten und tiefen Ideologie des „türkischen Staats“. So ist es, ob er stiehlt oder betrügt, ob es von allen Seiten heißt, er nähre ein Monster wie den IS; und wenn das Problem als „nationales“ präsentiert wird, ist alles andere vergessen. Man kann kaum noch zählen, wie oft die CHP unter dem Parteivorsitz von Kemal Kılıçdaroğlu Erdoğan gerettet hat. Bedauerlicherweise kann man unter dem Schutzschirm der Angst vor der Teilung sich sogar Seite an Seite mit dem IS stellen, um gegen die Kurden zu sein.

Andererseits ist es fraglich, wie lange diese Erdoğan-Rettungen noch weiter gehen werden, die über Waffenhandel und andere Handelsbereiche laufen und, schlimmer noch, über das Erpressungsinstrument „Senden der syrischen Flüchtlinge nach Europa, Öffnung der Grenzen“. Wer kann garantieren, dass die Erpressungen eines Diktators, der es gewohnt ist, jede Art von Schritten jenseits jeglicher Ethik zu unternehmen, um sein Regime/Sultanat fortzuführen, sich dank dieser Besetzung nicht demnächst in ein „Eyyy Europa, der IS ist unter meiner Kontrolle, ich schicke seine Leute nach Europa, haaa!“ verwandeln?

Handelsbeziehungen, die für normale demokratische Staaten natürliche Prozesse sind, darunter insbesondere der zur Rüstungsindustrie gehörende Waffenhandel, wurden unter dem Erdoğan-Regime wahrhaft zu einem Bestechungsinstrument, beinahe zu tragikomischen Alltagsgesprächen an Esstischen. Dasselbe gilt auch für die Flüchtlingsproblematik. Ja, und neues Thema werden nun die IS-Kämpfer werden. Sind nicht unzählige Journalisten, Autoren, Intellektuelle, Akademiker und Reporter ins Gefängnis gegangen oder waren gezwungen, ins Ausland zu gehen, weil sie neben zahlreichen Rechtsverletzungen aufgedeckt haben, dass der IS mit Waffen unterstützt wurde? Das alles sind nunmehr bekannte Themen. Aus dem Blickwinkel der europäischen Länder sieht es so aus, als könne man dieses Thema, bei dem man eh zu spät gehandelt hat, nicht mehr allzu sehr auf die lange Bank schieben. Die IS-Kämpfer können jeden Moment aus den Lagern freigelassen werden, und bekanntermaßen ist völlig unklar, wo sie wieder auftauchen werden. Wie kann man die Diskussionen darüber vergessen, dass die in Europa explodierten Bomben über die Türkei hereingekommen sind? Vielleicht hat es sogar, während diese Zeilen geschrieben werden, Flüchtende und Befreite aus den Lagern gegeben, die dank der Bomben der türkischen Armee zerstört worden sind.

Die Welt schuldet dem kurdischen Volk unendlich viel. Seit Jahren haben sie auf Kosten vieler Hunderte Menschenleben dem IS den Durchgang verweigert; wieder waren es die Kurden, die jahrelang trotz ihrer lauten Hilferufe mit dem Problem der in Lagern internierten IS-Kämpfern allein gelassen wurden. Wenn Europa ein wenig atmen kann, dann dank dieses Widerstands, dieser Umsicht der Kurden. Und das weiß jeder. Ist die Begleichung dieser Schuld nicht längst überfällig?

Finnland, Norwegen, Schweden und die Niederlande haben jeweils einen Schritt unternommen. Sie kündigten an, ihre Waffenlieferungen an die Türkei auszusetzen. Auch andere Länder ergreifen ähnliche, Hoffnung erweckende Maßnahmen. Diese und ähnliche Schritte mit Entschiedenheit zu tun und noch effektivere Schritte hinzuzufügen, diese Maßnahmen bis zum Ende zu verfolgen, ohne vor Erpressungen zu kapitulieren, und tatsächlich echte, langfristige Lösungen für das Problem zu finden, wird auch die anderen, in der ganzen Welt aufkommenden autoritären Bestrebungen in hohem Maße eindämmen.

Nicht nur im Nordosten Syriens, oder in der Türkei, überall in Europa und in anderen Ländern der Erde gehen die demokratischen Volksmassen auf die Straßen. Schenkt den Antikriegsforderungen der Völker Euer Ohr!

Gestattet Erdoğan nicht, diesmal den IS zu retten! Denn diese Erlaubnis bleibt im Gedächtnis der Völker auf ewig haften wie eine düstere Medaille am Hals der derzeitigen Entscheidungsträger!

Nürnberg, 12.10.2019

14.12.2019 – 20 Jahre Exilprogramm „Writers in Exile“ – Grütters trifft sich mit Exilkünstlern

Seit 1999 unterstützt das Stipendienprogramm „Writers in Exile“ des PEN-Zentrums Deutschland geflüchtete Schriftstellerinnen und Schriftsteller – von Beginn an zu 100 Prozent vom Bund finanziert. Anlässlich eines Empfangs am 8. Oktober zu 20 Jahren „Writers in Exile“ im Bundeskanzleramt sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters: „Gerade Deutschland trägt aufgrund seiner Vergangenheit eine große Verantwortung dafür, die Freiheit der Kunst zu schützen. Deshalb helfen wir verfolgten Künstlerinnen und Künstlern, damit sie bei uns in Freiheit arbeiten können und mit ihrer Stimme Gehör finden – in Deutschland, in ihren Heimatländern und weltweit.“

20 Exil-Programm mit Pen-Präsidentin Regula Venske, Staatsministerin Monika Gruetters, der ehemaligen Writers in Exile-Beauftragten Franziska Sperr (v.l.n.r.) und dem aktuellen Beauftragtem und Vize-Präsident Leander Sukov (hinten). Foto: Bundesregierung: Köhler

Das Programm „Writers in Exile“ bietet geflüchteten Künstlerinnen und Künstlern finanzielle Unterstützung, Orientierungshilfe im Alltag sowie Kontakte zu anderen Autorinnen und Autoren. In Hinblick auf das 20-jährige Jubiläum des Programms sprach Monika Grütters von einer „vorbildlichen Erfolgsgeschichte“.
Bei dem Empfang stellte Monika Grütters zudem die Studie „Exil in der Bundesrepublik Deutschland“ der Universität Osnabrück vor. Die Untersuchung hatte die Kulturstaatsministerin zu Jahresbeginn in Auftrag gegeben, um sich ein genaueres Bild über die Lebenssituation verfolgter Schriftstellerinnen und Schriftsteller hierzulande zu machen, denn ein Leben im Exil ist immer Chance und Herausforderung zugleich.
Wie nicht anders zu erwarten, sind viele Exilantinnen und Exilanten beindruckt vom hohen Stellenwert der künstlerischen Freiheit, die sie in Deutschland genießen. Zudem bietet Deutschland viele erfolgreiche Förderungsmöglichkeiten für geflüchtete Künstlerinnen und Künstler, in der Studie werden allein 65 Kulturprojekte dargestellt, die sich speziell an Exilkünstler richten.

Die Studie unterbreitet darüber hinaus verschiedene Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation von Exilkünstlern. So sei es zum Beispiel notwendig, die Visaverfahren zu erleichtern. Auch in Hinblick auf Diversität im deutschen Kulturbetrieb gibt es nach wie vor Verbesserungsbedarf, etwa bei der Besetzung von Jurys. Zudem wird empfohlen, Anlaufstellen einzurichten, die über die Besonderheiten der deutschen Kulturförderung informieren.

16.10.2019, 13.30 Uhr – „Bestseller verzweifelt gesucht. Hauptsache, die Zahlen stimmen?“ – Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Der Buchmarkt am finanziellen Tropf von Hyperbestsellern: Steht die schriftstellerische Vielfalt vor dem Ende?

Liest man Bestsellerlisten und gehypte Neuerscheinungen zur Messezeit, tauchen verlässlich stets die gleichen Namen auf. Einerseits finanziert die lukrative Bestsellermaschinerie den Buchmarkt, andererseits entscheiden sich immer mehr Programm-MacherInnen für das Verkaufspotential anstatt für vermeintlich unsichere Debüts, Nischen oder gar Experimente.

Nina George Foto: © Helmut Henkensiefken / FinePic München

Nina George
Foto: © Helmut Henkensiefken / FinePic München

Wohin führt die inzwischen weit offen stehende Schere zwischen jenen Werken, die als E-Book-Only zum Dumpingpreis in den immer schnelleren Markt gepresst werden – und jenen von Hypersellern, die für Millionen vermarktet werden? Wie steht es um die Vielfalt auf dem Buchmarkt, wenn der verlegerische Wagemut schwindet, Nachwuchs-AutorInnen zielsicher demotiviert werden und diverse Stimmen ungehört verschwinden? Was hat die Krise des Buchmarkts mit diesen kaufmännischen Entscheidungen zu tun, und wohin führt die Strategie, auf Marken statt auf Inhalte zu setzen? Darüber debattieren BestsellerautorInnen, Verlegende und das Netzwerk Autorenrechte.

Janet Clark Foto: Marc Zrenner © Loewe Verlag GmbH

Janet Clark
Foto: Marc Zrenner © Loewe Verlag GmbH

Teilnehmer und Teilnehmerinnen:

  • Nina George (Bestsellerautorin, Präsidentin des European Writers‘ Council, Mitglied des deutschen PEN)
  • Hans-Peter Übleis (ehem. Verleger des Droemer Knaur Verlages, Holtzbrinckgruppe, heute Autoren- und Verlagsberater)

Moderation: Janet Clark (Netzwerk Autorenrechte)

Eine Veranstaltung des Netzwerks Autorenrechte

Informationen zum Gesamtprogramm des deutschen PEN auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse können Sie hier entnehmen.