23.11.2021, 19:30 Uhr – Anzhelina Polonskaya liest „Unvollendete Musik“

Sieben Gedichtbände hat Anzhelina Polonskaya, die in einer kleinen Stadt nahe Moskau geboren wurde, inzwischen veröffentlicht. Dies nun ist der zweite, der von Erich Ahrndt ins Deutsche übersetzt wurde. Am 23. November wird die Dichterin im Dortmunder Literaturhaus aus ihren emotionalen Texten vortragen. Die Veranstaltung wird moderiert von Thorsten Trelenberg.

Anzhelina Polonskaya ist eine russische Dichterin, Librettistin und Autorin. Sie beschäftigte sich mit dem umstrittenen Fall des im Jahr 2000 gesunkenen U-Boots „Kursk“, das 118 Menschen das Leben kostete. Seitdem und wegen ihrer regierungskritischen Äußerungen ist Polonskaya Bedrohungen durch die russische Regierung ausgesetzt. Seit Mitte September 2020 ist sie Stipendiatin im Writers in Exile-Programm des deutschen PEN.

Eintritt frei | Aber Registrierung/Ticket notwendig
Es gilt die 2G-Regelung. Zutritt nur für Genesene und Geimpfte. Einlass nur mit entsprechendem Nachweis.
Denken Sie bitte an Ihren Personalausweis sowie eine FFP2-Maske.

17.10.2021 - 07.11.2021; 15 Uhr – „Ich war fremd und ihr habt mich beherbergt“ – Lesereihe in Kamen

Die Verbindung von sozialem Engagement und Gestaltung der Kultur hat sich das PEN-Zentrum Deutschland, gemeinsam mit dem ProMensch Kamen e.V., sowie dem Literaturcafe´Kamen und der Stadt Kamen verpflichtet. Zusammen laden wir recht herzlich zur Lesereihe „Ich war fremd und ihr habt mich beherbergt“ in Kamen ein. Neben den zahlreihen AutorInnen des Writers-in-Exile(WiE)-Programms, lesen auch Größen der deutschen Literaturszene.

Am 17.10.2021 liest um 15 Uhr Uhr neben dem Kamener Schriftsteller Gerd Puls  Barbara Krohn, Präsidiumsmitglied des deutschen PEN, in der Schlosskirche in Kamen-Heeren (Heerenerstraße 144). Ebenfalls zu Gast sind die WiE-SchriftstellerInnen:

© Aleksandra Bielak

Umar Abdul Nasser
Er ist ein irakischer Schriftsteller, Dichter und Filmemacher. Er versteckte sich zwei Jahre lang vor dem IS, bevor er es schaffte, das Land für ein Stipendien-Aufenthalt bei ICORN in Breslau zu verlassen. Die Arbeit von Umar wurde vom IS als unvereinbar mit dem islamischen Recht angesehen, seine Gedichte reflektieren die Themen Frieden und Freiheit. Umar erzählt in poetischen Worten vom Lächeln, das auch auf Abstand die Seele berührt.

 

Asli Erdogan

Aslı Erdoğan
(Foto: © Carole Parodi)

1967 in Istanbul geboren, studierte Informatik und Physik, arbeitete in der Schweiz und in Rio de Janeiro. Ab 1996 lebte sie in Instanbul. Dort wurde sie zu einer Symbolfigur für den Wiederstand gegen die Willkürherrschaft in ihrer Heimat. Im August wurde sie nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei zusammen mit 22 anderen Journalisten verhaftet und monatelang im Gefängnis festgehalten. Erdogan lebt heute im Exil in Deutschland. Ihre Werke wurden mit einer vielzahl von Preisen geehrt. 2010 erhielt sie den Sait-Falk-Preis, den bedeutendsten Literaturpreis der Türkei, 2017 den Erich-Maria- Friedenspreis und 2018 den Prix Simone de Beauvoir.

Am 31.10.2021 liest PEN-Ehrenpräsident Christoph Hein gemeinsam mit dem Kamener Schriftstellern Bernhard Büscher sowie PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann um 15 Uhr in der Margaretenkirche in Kamen-Methler (Lutherplatz). Auch Kholoud Charaf, Schriftstellerin und Stipendiatin im WiE-Programm, trägt ihre Texte vor.

Kholoud Charaf (© Oliver Lückmann)

Kholoud Charaf
Sie ist Dichterin, Kunstkritikerin, Publizistin. In Syrien war sie von Zensur bedroht, ihre Situation wurde auch für sie persönlich immer gefährlicher. Als Aktivistin setzte sie sich insbesondere für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in ihrem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land ein. Kholoud Charaf hat bisher vier Bücher veröffentlicht, darunter den Gedichtband „The Remains of the Butterflies“ in dem sie sich lyrisch mit dem Krieg in Syrien und dem Leben „zwischen Verlust und Hoffnung“ auseinandersetzt. Ihre Gedichte wurden in insgesamt zehn Sprachen übersetzt. 2011 veröffentlichte sie eine wissenschaftliche Arbeit über syrische Gewaltpoesie. Für ihr Buch „Return Lourney to the Montain: Diares in the Shadow of the War“, erhielt sie 2019 den prestigereichen arabischen Ibn Battuta Prize.

Writers-in-Exile-Beauftragter Leander Sukov richtet die letzte Lesung der dreiteiligen Veranstaltung aus. Zusammen mit Thorsten Trelenberg lesen die Schrifteller am 07.11.2021 um 15 Uhr im Johannes- Buxtorfhaus (49174 Kamen, Perthesstraße). Gemeinsam mit den WiE-SchriftstellerInnen:

Foto: Stefanie Silber

Yirgalem Fissha Mebrahtu
Yirgalem ist eine von Eritreas prominentesten Dichterinnen, Journalistinnen und Schriftstellerinnen. Sie arbeitete seit 1990 mit sowohl staatlichen als auch privaten Medien zusammen, bis die eritreische Regierung im Jahr 2001 alle Privatzeitungen verbot. 2002 besuchte sie das Asmara Teacher Training Institut und arbeitete über fünf Jahre als Produzentin und Moderatorin bei Radio Bana. 2009 wurde sie verhaftet und sechs Jahre lang in einem Militärgefängnis inhaftiert, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Man warf ihr unter anderem vor, die Ermordung des eritreischen Präsidenten geplant zu haben. Sie war schweren Misshandlungen ausgesetzt, was zu wiederholten Krankenhausaufenthalten führte. Erst 2015 wurde sie aus der Haft entlassen. Drei Jahre später floh sie nach Uganda. Dort veröffentlichte sie Gedichte undTexte, darunter eine Zusammenfassung ihrer Erfahrungen im Gefängnis. 2019 erhielt sie den Preis für Meinungsfreiheit von PEN Eritrea. Im Herbst 2018 publizierte Yirgalem die vierteilige Serie „Wie überlebt ein Mensch in der Gefangenschaft?“ über ihre Gefangenschaft in Eritrea.

Der kurdische Schriftsteller, Forscher und Übersetzer Sajjad Jahan Fard, der mit kurdischem Namen Jiyar Kirmanshani heißt, wurde 1985 im Dorf Niyan, in der ostkurdischen Provinz Kermanshah (Iran), geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Sajjad Jahan Fard (Foto: © Stefanie Silber)

Sajjad Jahan Fard
Der kurdische Schriftsteller wurde 1985 im Dorf Nyan (Iran) geboren. Wegen seines Engagements für die kurdische Sprache und Kultur verwies man ihn des Gymnasiums.
Daraufhin vertiefte er seine schriftstellerische Tätigkeit und verfasste über zwölf Bücher in verschiedenen kurdischen Dialekten. Sein Abitur konnte er später in einer anderen Provinz nachholen. Da der Autor in seiner kurdischen Muttersprache schreibt und forscht, ist er im Iran ständiger Verfolgung ausgesetzt. 2011 wurde er von der iranischen Regierung für drei Monate festgenommen und des „Handelns gegen die nationale Sicherheit“ für schuldig erklärt. Als er 2017 auf Einladung seines Verlegers in der Türkei war, um seine Bücher vorzustellen, wurde er, als er in der nordkurdischen Stadt Mardin Fotos machte, wegen angeblicher „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ inhaftiert. 2018 kam er als Stipendiat des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN nach Deutschland.

Die Veranstaltungen werden durch Fördermittel der „ Neustart Kultur“ unterstützt.

13.10.2021, 19 Uhr – Anzhelina Polonskaja und Kholoud Charaf im Gespräch in Regensburg

Ein Leben im Exil – der Verlust der Heimat – die Erfahrung von Fremde. Wie erleben zwei preisgekrönte, engagierte Lyrikerinnen diesen existentiellen Umbruch? Was bedeutet das Exil für ihr Leben, Denken, Schreiben?
Beide Dichterinnen sind seit Herbst 2020 Stipendiatinnen des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums.

Anzhelina Polonskaya
© Oliver Lückmann

Anzhelina Polonskaja, Lyrikerin, Übersetzerin, ehemals Lehrerin und Eistänzerin, wurde 1969 in der Nähe von Moskau geboren. Ihre Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Aufgrund regierungskritischer Interviews und Veröffentlichungen (u.a. einem Libretto zum Untergang des U-Boots „Kursk“) war sie zunehmend der Bedrohung durch Polizei und Regierung ausgesetzt, es folgten Einbrüche in ihre Wohnung, Beschlagnahmung von Computer und Textmaterial, Verbot jeglicher literarischer Aktivität. Nach Schreibstipendien in den USA und Europa lebt Polonskaja seit 2020 in Dortmund. Vor kurzem erschien ihr Gedichtband „Unvollendete Musik“ im Leipziger Literaturverlag (2020).

Kholoud Charaf (© Oliver Lückmann)

Die Dichterin und Publizistin Kholoud Charaf wurde 1981 in Al-Mojaimr in Südsyrien geboren. Sie machte eine medizinische Ausbildung und studierte Arabische Literaturwissenschaften. 2013 leitete sie die medizinische Abteilung auf der Frauenstation des Hochsicherheitsgefängnisses von As-Suwayda. Als einzige zivile Angestellte und Zeugin der systematischen Missachtung der Menschenrechte der Gefangenen stand sie zunehmend unter Druck und Bedrohung von Polizei und Gefängnispersonal. Die überlebensnotwendige Selbstzensur der Schriftstellerin, die ständige Bedrohung durch den Bürgerkrieg und das Stigma als geschiedene Frau in der syrischen Gesellschaft führten zur Entscheidung, Syrien zu verlassen. In ihrem Gedichtband „The Remains of the Butterfly“ setzt sich Charaf mit dem Krieg in Syrien auseinander. Zur Zeit arbeitet sie an Prosatexten, in denen sie die Gräueltaten in ihrer Heimat literarisch verarbeitet. Sie hat bisher vier Bücher veröffentlicht, ihre Gedichte wurden in zehn Sprachen übersetzt.

Die Moderation und die Lesung der Texte auf Deutsch übernimmt Barbara Krohn Mitglied des PEN-Präsidiums).

Dies ist die zweite Veranstaltung der in Kooperation mit dem ebw Regensburg organisierten Reihe von Lesungen mit SchriftstellerInnen des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN.

Bitte hier anmelden wegen der Anzahl an Plätzen und Covid-Bedingungen.

24.09.2021, 18:00 Uhr – Festival der Sprache mit Volha Hapeyeva in Stuttgart

Autorinnen und Autoren sowie andere Intellektuelle nehmen in Prozessen gesellschaftlicher Umbrüche oftmals eine wichtige Funktion ein und sind zugleich oft selbst gefährdet und Repressionen ausgesetzt.
Beim Festival der Sprache bringt Volha Hapeyeva, belarusische Lyrikerin, Übersetzerin und Linguistin, ihren neuen Text „Camel Travel“ zu Gehör. Der fünfte LOSGESAGT!-Abend am 24. September im Stuttgarter Literaturhaus verhandelt Fragen der Sprachmacht insbesondere in Texten und Tönen aus Belarus und der Ukraine.
Gemeinsam mit Viktor Martinowitsch und Sasha Filipenko tauscht sich Hapeyeva, seit Mai 2021 Writers-in-Exile-Stipendiatin des PEN, über die derzeitige Situation in ihrem Heimatland aus. Moderiert wird die Veranstaltung von Volker Weichsel.
Die Lyrikerin, promovierte Linguistin und Übersetzerin Volha Hapeyeva wurde 1982 in Minsk (Belarus) geboren. Sie widmet sich in ihrer Arbeit den politischen Verhältnissen in ihrem Heimatland. Durch ihre regierungskritische Sicht geriet sie schnell ins Visier des Geheimdienstes KGB und lebt nun unter der ständigen Angst festgenommen zu werden. Hapeyeva ist seit Mai 2021 Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms.

© Helmut Lunghammer

25.09.2021, 14:00 Uhr – LiteraturFest Nantesbuch mit Volha Hapeyeva in Bad Heilbrunn

Sprechen und Hören stehen im Mittelpunkt des LiteraturFests Nantesbuch in Bad Heilbrunn. Volha Hapeyeva, Writers-in-Exile-Stipendiatin, begibt sich dabei am 25. September mit Kolleginnen und Kollegen auf die Spuren der Mündlichkeit im aktuellen Literaturgeschehen. Gemeinsam mit den jungen Lyrikern Kaveh Akbar und Leo Pinke lädt die Writers-in-Exile-Schriftstellerin ein beim Spaziergang in der Landschaft immer wieder einzusteigen und zuzuhören bei kurzen Programmen aus drei Erdteilen.

Weiter Informationen, auch zur Online-Teilnahme, finden Sie hier.

Die Lyrikerin, promovierte Linguistin und Übersetzerin Volha Hapeyeva wurde 1982 in Minsk (Belarus) geboren. Sie widmet sich in ihrer Arbeit den politischen Verhältnissen in ihrem Heimatland. Durch ihre regierungskritische Sicht geriet sie schnell ins Visier des Geheimdienstes KGB und lebt nun unter der ständigen Angst festgenommen zu werden. Hapeyeva ist seit Mai 2021 Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms.

02.08.2021, 18:00 Uhr – Workshop in Nürnberg: Queeres Schreiben mit Nazli Karabıyıkoğlu

Nazli Karabıyıkoğlu vermittelt in Form eines freien Vortrags und Diskussionen sowie Schreibübungen wissbegierigen Teilnehmenden ein kompaktes Verständnis von Queer Writing und ermutigt diese, sich mit ihren Texten auszudrücken. Alle Interessierten des Workshops des CSD Nürnberg können sich für eine Teilnahme am 2. August 2021 um 18 Uhr im Nürnberger Haus Eckstein hier anmelden.

Es ist ein wunderbares Beispiel für die hohe Akzeptanz des Writers-in-Exile-Programms und seiner Stipendiatinnen und Stipendiaten, mit ihren sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen. Durch sinkende Inzidenz-Zahlen werden die Writers in Exile auch wieder vermehrt zu Veranstaltungen eingeladen. „All dies zeigt, dass wir gemeinsam auf einem guten Weg sind“, sagt Writers-in-Exile-Beauftragter Leander Sukov.

Die Autorin und Aktivistin Nazli Karabıyıkoğlu wurde 1986 in Ankara (Türkei) geboren. Sie hat sich von der politischen und geschlechtsspezifischen Unterdrückung in der Türkei abgekapselt und half bei der Gründung der #MeToo-Bewegung innerhalb der türkischen Verlagsindustrie. Nazli Karabıyıkoğlu ist seit Februar 2021 Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums.

11.07.2021 - 11.07.2021; 15:00 Uhr – SUMMERlife-Programm mit großer Lesungsaktion in Kamen

Yamen Hussein Foto Camilla Ackermann

Yamen Hussein
Foto: © Camilla Ackermann

Eine große Literaturveranstaltung mit prominenten Autorinnen und Autoren plant der Verein „Kamener Literaturcafé“ um den Lyriker Bernhard Büscher zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt Kamen im städtischen Sommerkultur-Programm SUMMERlife. Drei Lesungen an einem Nachmittag sollen in den großen Kirchen am 11. Juli, zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr stattfinden. Mit dabei sein wird Tanja Kinkel, Schriftstellerin und Mitglied des deutschen PEN, deren Romanverfilmung „Der Puppenspieler“ erst kürzlich im Fernsehen lief. Gemeinsam mit dem verfolgten syrischen Autor Yamen Hussein wird sie in der katholischen Kirche (Heilige Familie) lesen. Yamen wurde aufgrund seiner Berichterstattungen über die Repressionen gegen die Medien in Syrien verhaftet. Er schreibt Gedichte und sagt: „Ich schreibe Gedichte über alles, nicht nur über Syrien und über Flüchtlinge. Für mich ist das der Weg, um Hoffnung zu stiften.“ 2014 floh er nach Deutschland, wo er in das „Writers in Exile“-Programm des deutschen PEN kam. Sein neuester Gedichtband „Nachruf auf die Leere“ ist 2021 erschienen. Aus dem Programm für verfolgte Autorinnen und Autoren wird auch die russische Dichterin, Librettistin und Autorin Anzhelina Polonskaya n der Lutherkirche mit dem Kamener Autor und PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann lesen, der seine neuen Bücher vorstellen wird.

Anzhelina Polonskaya
© Oliver Lückmann

In der Pauluskirche wird der Schriftsteller Jürgen Jankofsky lesen. Jankofsky hat Erzählungen, Romane und Kinderbücher geschrieben, die in mehreren Sprachen übersetzt wurden, und ist ebenfalls Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Er hat mehr als 50 Bücher veröffentlicht. Er wird zusammen mit der Kamenerin Bilitis Naujoks lesen, deren Gedichte derzeit auch überregional auf sich aufmerksam machen. Zuletzt erhielt sie Einladungen zu Lesungen nach Leipzig. Ein Lyrikband von ihr wird bald als E-Book erscheinen.

Abgerundet wird das Programm von den Musikern Ina Herkenhof (Querflöte), Rüdiger Wilke (Saxophon) und Gregor Hennesbach (Gitarre).

 

 

Die Übersetzungen der „Writers in Exile“-Autoren wird Brigitte Ditz-Büscher lesen.

Wie bei allen Veranstaltungen in den kommenden Monaten wird es von den pandemischen Verhältnissen abhängig sein, wieviele Besucher eingelassen werden können und unter welchen Voraussetzungen der Einlass möglich ist. Vorsorglich weist das Kulturbüro darauf hin, dass Interessierte gültige Dokumente wie Impfausweis oder Schnelltest mitbringen sollten. Die zwecks Nachverfolgung erforderlichen Kontaktdaten können vor Ort schriftlich hinterlegt werden, es steht jedoch auch die Registrierung über die Luca-App zur Verfügung. Diese sollte im Vorfeld auf dem Handy installiert werden.

26.06.2021, 19 Uhr – Schreiben und Leben im Exil

Ein Gespräch zwischen Nazli Karabıyıkoğlu und Şehbal Şenyurt Arınlı in Nürnberg über den Einfluss ihres Lebens im Exil auf ihre Sprache, Literatur und Sichtweise auf das Heimatland

PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter Ralf Nestmeyer moderiert das Gespräch rund um den Gewerbemuseumsplatz.

Şehbal Şenyurt Arınlı (li.) und Nazli Karabıyıkoğlu (re.)                                                                 Fotos: © Stefanie Silber und privat

 

Das Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrums ist gelebte Solidarität mit verfolgten Kollegen und Kolleginnen. Die Stadt Nürnberg beteiligt sich seit vielen Jahren am Programm und bietet SchriftstellerInnen ein temporäres Exil. Frei von existentieller Not können sie hier literarisch schreiben. Verändert sich die Sprache der StipendiatInnen und die Sichtweise auf das Heimatland im Exil? Wie nähert sich das Gastland durch Übersetzungen der im Exil entstandenen Texte seinen Gästen? Wie sprachlos sind sie tatsächlich? Diese und andere Fragen besprechen wir in kurzen Gesprächen mit: Nazli Karabıyıkoğlu, aus der Türkei stammende Aktivistin und Autorin, Şehbal Şenyurt Arınlı, ebenfalls aus der Türkei stammende Menschenrechtsaktivistin, Dokumentarfilmerin und Autorin.

In türkischer und deutscher Sprache (mit Übersetzung von Bediye Eskin)

Eine Veranstaltung im Rahmen der „texttage.nuernberg

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Medienpartner: curt Magazin

 

Covid-19-Hygieneregeln bei Veranstaltungen

Liebe Literaturbegeisterte,

die Veranstaltungen der texttage sind größtenteils als Freiluftevents oder in Kleingruppen geplant. Je nach Infektionsgeschehen und der dann geltenden aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden die Auflagen umgesetzt. Daher kann es kurzfristig zu Änderungen in der Durchführung des Festivals kommen. Wir bitten Sie, sich auf der Website texttage.nuernberg.de darüber tagesaktuell zu informieren.

28.05.2021, 19.30 Uhr – Lesungen in allen Himmelsrichtungen: Erstmals wieder mit Publikum

Dank konstant niedriger Inzidenzzahlen in Schleswig-Holstein findet unsere erste Präsenzveranstaltung in der Reihe „Lesungen in allen Himmelsrichtungen“ im Norden statt.

Barbara Krohn Foto: © Stefan Krischker

Barbara Krohn
(Foto: © Stefan Krischker)

Barbara Krohn lädt zu einer spannungsgeladenen Italienischen Nacht – Unter dem Vulkan im Nordkolleg Rendsburg und liest aus ihrer Neapel-Krimi-Trilogie „Die Toten von Santa Lucia“, „Was im Dunkeln bleibt“ und „Die achte Todsünde“. Sie erzählt in den Büchern vom Leben und Überleben in dieser so chaotischen wie faszinierenden mediterranen Stadt mit ihren vielen Schattenseiten und sonnigen Zwischenräumen: eine Reise in den Süden Italiens, wo immer wieder die Zitronen blühen. Barbara Krohn ist Präsidiumsmitglied des deutschen PEN, Dozentin für Kreatives Schreiben und leitet vom 27. bis 30. Mai die Erzählwerkstatt „Unterwegs im Leben“ am Nordkolleg.

Nähere Details zur Anmeldung und zum Hygienekonzept, finden Sie hier.

Die Lesung ist Teil des »Kultur-Modellprojekts« des Landes und ist daher für eine begrenzte Teilnehmerzahl öffentlich zugänglich. Voraussetzung für den Besuch der Lesung ist die Vorlage der Bescheinigung einen negativen Antigen-Schnelltest (mit Datum desselbigen Tages) eines Bürgertestzentrums.

Bitte beachten Sie die Einlassbedingungen im Rahmen des Modellversuchs!

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Im Rahmen des Strukturförderungsprogramms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, organisiert der deutsche PEN in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturfonds e.V. ein vielfältiges Bündel an Maßnahmen, welches Autorinnen und Autoren helfen soll, nach den Einschränkungen der Pandemie wieder Fuß zu fassen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Lesungen in digitaler Form oder als Publikumsveranstaltungen. Diese Lesungen werden das ganze Jahr hindurch über das gesamte Bundesgebiet verteilt stattfinden und sollen die örtliche Literaturszene neu beleben.

10.05.2021, 18 Uhr – Freiheit des Wortes – Wo gilt das noch?

Nur 12 Ländern kann in Belangen der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit die Note »gut« gegeben werden. So hat es die Organisation Reporter ohne Grenzen in einem aktuellen Bericht erklärt. Auch in Deutschland gab es noch nie so viele Übergriffe gegen Medienschaffende wie in den vergangenen Jahren. Weltweit sitzen mehr als 400 Journalist*innen und Blogger*innen in Haft: Eine davon ist die Vietnamesin Pham Doan Trang, die 2014 als Feuchtwanger Fellow in der Villa Aurora arbeitete und im vergangen Jahr verhaftet wurde. Sie analysierte Methoden der Meinungseinschränkung, die wir als Ausgangspunkt für Lesungen und eine Diskussion mit internationalen Künstler*innen und Autor*innen sowie Vertreter*innen aus Politik und Kultur nehmen wollen, um die Frage zu beleuchten: Wo gilt die Freiheit des Wortes noch?

Şehbal Şenyurt Arınlı
© Christian Thiel

Diese und viele weitere Fragen diskutieren Michelle Müntefering (Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete aus Herne), Heike Catherina Mertens (Geschäftsführerin des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V.), Ralf Nestmeyer (Vizepräsident PEN-Zentrum Deutschland und Writers-in-Prison-Beauftragter) und vor allem diese Künstler*innen und Autor*innen: Ghassan Hammash (syrischer Kulturmanager und Produzent; Gründer und Geschäftsführer von der Barzakh gGmbH), Çiğdem Akyol (deutsche Journalistin und Autorin), Nahed Al Essa (geflüchtet aus Syrien, lebt, arbeitet und schreibt in Deutschland), Enoh Meyomesse (kamerunischer Autor, Historiker, Blogger und politischer Aktivist, langjährige Haftstrafe, ehemaliger Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat, lebt seit 2016 in Darmstadt) und sein Übersetzer Jürgen Strasser; Şehbal Şenyurt Arınlı (türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin, ehemalige Writers-in-Exile-Stipendiatin).

Jürgen Strasser (li.) und Enoh Meyomesse (re.) Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Den Livestream sehen Sie am 5. Mai ab 18:00 Uhr auf Facebook und auf dem YouTube Kanal des Literaturhauses Berlin.

Senden Sie Ihre Fragen zum Gespräch und zur Lage der Presse- und Meinungsfreiheit über Slido. (Keine Registrierung erforderlich)

Eine Veranstaltung von VATMH, des PEN-Zentrums Deutschland, Literaturhauses Berlin und Reporter ohne Grenzen Deutschland. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.