02.08.2021, 18:00 Uhr – Workshop in Nürnberg: Queeres Schreiben mit Nazli Karabıyıkoğlu

Nazli Karabıyıkoğlu vermittelt in Form eines freien Vortrags und Diskussionen sowie Schreibübungen wissbegierigen Teilnehmenden ein kompaktes Verständnis von Queer Writing und ermutigt diese, sich mit ihren Texten auszudrücken. Alle Interessierten des Workshops des CSD Nürnberg können sich für eine Teilnahme am 2. August 2021 um 18 Uhr im Nürnberger Haus Eckstein hier anmelden.

Es ist ein wunderbares Beispiel für die hohe Akzeptanz des Writers-in-Exile-Programms und seiner Stipendiatinnen und Stipendiaten, mit ihren sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen. Durch sinkende Inzidenz-Zahlen werden die Writers in Exile auch wieder vermehrt zu Veranstaltungen eingeladen. „All dies zeigt, dass wir gemeinsam auf einem guten Weg sind“, sagt Writers-in-Exile-Beauftragter Leander Sukov.

Die Autorin und Aktivistin Nazli Karabıyıkoğlu wurde 1986 in Ankara (Türkei) geboren. Sie hat sich von der politischen und geschlechtsspezifischen Unterdrückung in der Türkei abgekapselt und half bei der Gründung der #MeToo-Bewegung innerhalb der türkischen Verlagsindustrie. Nazli Karabıyıkoğlu ist seit Februar 2021 Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums.

11.07.2021 - 11.07.2021; 15:00 Uhr – SUMMERlife-Programm mit großer Lesungsaktion in Kamen

Yamen Hussein Foto Camilla Ackermann

Yamen Hussein
Foto: © Camilla Ackermann

Eine große Literaturveranstaltung mit prominenten Autorinnen und Autoren plant der Verein „Kamener Literaturcafé“ um den Lyriker Bernhard Büscher zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt Kamen im städtischen Sommerkultur-Programm SUMMERlife. Drei Lesungen an einem Nachmittag sollen in den großen Kirchen am 11. Juli, zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr stattfinden. Mit dabei sein wird Tanja Kinkel, Schriftstellerin und Mitglied des deutschen PEN, deren Romanverfilmung „Der Puppenspieler“ erst kürzlich im Fernsehen lief. Gemeinsam mit dem verfolgten syrischen Autor Yamen Hussein wird sie in der katholischen Kirche (Heilige Familie) lesen. Yamen wurde aufgrund seiner Berichterstattungen über die Repressionen gegen die Medien in Syrien verhaftet. Er schreibt Gedichte und sagt: „Ich schreibe Gedichte über alles, nicht nur über Syrien und über Flüchtlinge. Für mich ist das der Weg, um Hoffnung zu stiften.“ 2014 floh er nach Deutschland, wo er in das „Writers in Exile“-Programm des deutschen PEN kam. Sein neuester Gedichtband „Nachruf auf die Leere“ ist 2021 erschienen. Aus dem Programm für verfolgte Autorinnen und Autoren wird auch die russische Dichterin, Librettistin und Autorin Anzhelina Polonskaya n der Lutherkirche mit dem Kamener Autor und PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann lesen, der seine neuen Bücher vorstellen wird.

Anzhelina Polonskaya
© Oliver Lückmann

In der Pauluskirche wird der Schriftsteller Jürgen Jankofsky lesen. Jankofsky hat Erzählungen, Romane und Kinderbücher geschrieben, die in mehreren Sprachen übersetzt wurden, und ist ebenfalls Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland. Er hat mehr als 50 Bücher veröffentlicht. Er wird zusammen mit der Kamenerin Bilitis Naujoks lesen, deren Gedichte derzeit auch überregional auf sich aufmerksam machen. Zuletzt erhielt sie Einladungen zu Lesungen nach Leipzig. Ein Lyrikband von ihr wird bald als E-Book erscheinen.

Abgerundet wird das Programm von den Musikern Ina Herkenhof (Querflöte), Rüdiger Wilke (Saxophon) und Gregor Hennesbach (Gitarre).

 

 

Die Übersetzungen der „Writers in Exile“-Autoren wird Brigitte Ditz-Büscher lesen.

Wie bei allen Veranstaltungen in den kommenden Monaten wird es von den pandemischen Verhältnissen abhängig sein, wieviele Besucher eingelassen werden können und unter welchen Voraussetzungen der Einlass möglich ist. Vorsorglich weist das Kulturbüro darauf hin, dass Interessierte gültige Dokumente wie Impfausweis oder Schnelltest mitbringen sollten. Die zwecks Nachverfolgung erforderlichen Kontaktdaten können vor Ort schriftlich hinterlegt werden, es steht jedoch auch die Registrierung über die Luca-App zur Verfügung. Diese sollte im Vorfeld auf dem Handy installiert werden.

26.06.2021, 19 Uhr – Schreiben und Leben im Exil

Ein Gespräch zwischen Nazli Karabıyıkoğlu und Şehbal Şenyurt Arınlı in Nürnberg über den Einfluss ihres Lebens im Exil auf ihre Sprache, Literatur und Sichtweise auf das Heimatland

PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter Ralf Nestmeyer moderiert das Gespräch rund um den Gewerbemuseumsplatz.

Şehbal Şenyurt Arınlı (li.) und Nazli Karabıyıkoğlu (re.)                                                                 Fotos: © Stefanie Silber und privat

 

Das Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrums ist gelebte Solidarität mit verfolgten Kollegen und Kolleginnen. Die Stadt Nürnberg beteiligt sich seit vielen Jahren am Programm und bietet SchriftstellerInnen ein temporäres Exil. Frei von existentieller Not können sie hier literarisch schreiben. Verändert sich die Sprache der StipendiatInnen und die Sichtweise auf das Heimatland im Exil? Wie nähert sich das Gastland durch Übersetzungen der im Exil entstandenen Texte seinen Gästen? Wie sprachlos sind sie tatsächlich? Diese und andere Fragen besprechen wir in kurzen Gesprächen mit: Nazli Karabıyıkoğlu, aus der Türkei stammende Aktivistin und Autorin, Şehbal Şenyurt Arınlı, ebenfalls aus der Türkei stammende Menschenrechtsaktivistin, Dokumentarfilmerin und Autorin.

In türkischer und deutscher Sprache (mit Übersetzung von Bediye Eskin)

Eine Veranstaltung im Rahmen der „texttage.nuernberg

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Medienpartner: curt Magazin

 

Covid-19-Hygieneregeln bei Veranstaltungen

Liebe Literaturbegeisterte,

die Veranstaltungen der texttage sind größtenteils als Freiluftevents oder in Kleingruppen geplant. Je nach Infektionsgeschehen und der dann geltenden aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden die Auflagen umgesetzt. Daher kann es kurzfristig zu Änderungen in der Durchführung des Festivals kommen. Wir bitten Sie, sich auf der Website texttage.nuernberg.de darüber tagesaktuell zu informieren.

28.05.2021, 19.30 Uhr – Lesungen in allen Himmelsrichtungen: Erstmals wieder mit Publikum

Dank konstant niedriger Inzidenzzahlen in Schleswig-Holstein findet unsere erste Präsenzveranstaltung in der Reihe „Lesungen in allen Himmelsrichtungen“ im Norden statt.

Barbara Krohn Foto: © Stefan Krischker

Barbara Krohn
(Foto: © Stefan Krischker)

Barbara Krohn lädt zu einer spannungsgeladenen Italienischen Nacht – Unter dem Vulkan im Nordkolleg Rendsburg und liest aus ihrer Neapel-Krimi-Trilogie „Die Toten von Santa Lucia“, „Was im Dunkeln bleibt“ und „Die achte Todsünde“. Sie erzählt in den Büchern vom Leben und Überleben in dieser so chaotischen wie faszinierenden mediterranen Stadt mit ihren vielen Schattenseiten und sonnigen Zwischenräumen: eine Reise in den Süden Italiens, wo immer wieder die Zitronen blühen. Barbara Krohn ist Präsidiumsmitglied des deutschen PEN, Dozentin für Kreatives Schreiben und leitet vom 27. bis 30. Mai die Erzählwerkstatt „Unterwegs im Leben“ am Nordkolleg.

Nähere Details zur Anmeldung und zum Hygienekonzept, finden Sie hier.

Die Lesung ist Teil des »Kultur-Modellprojekts« des Landes und ist daher für eine begrenzte Teilnehmerzahl öffentlich zugänglich. Voraussetzung für den Besuch der Lesung ist die Vorlage der Bescheinigung einen negativen Antigen-Schnelltest (mit Datum desselbigen Tages) eines Bürgertestzentrums.

Bitte beachten Sie die Einlassbedingungen im Rahmen des Modellversuchs!

Das Projekt wurde gefördert im Rahmen von „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durch den Deutschen Literaturfonds e.V.

Im Rahmen des Strukturförderungsprogramms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, organisiert der deutsche PEN in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturfonds e.V. ein vielfältiges Bündel an Maßnahmen, welches Autorinnen und Autoren helfen soll, nach den Einschränkungen der Pandemie wieder Fuß zu fassen. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Lesungen in digitaler Form oder als Publikumsveranstaltungen. Diese Lesungen werden das ganze Jahr hindurch über das gesamte Bundesgebiet verteilt stattfinden und sollen die örtliche Literaturszene neu beleben.

10.05.2021, 18 Uhr – Freiheit des Wortes – Wo gilt das noch?

Nur 12 Ländern kann in Belangen der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit die Note »gut« gegeben werden. So hat es die Organisation Reporter ohne Grenzen in einem aktuellen Bericht erklärt. Auch in Deutschland gab es noch nie so viele Übergriffe gegen Medienschaffende wie in den vergangenen Jahren. Weltweit sitzen mehr als 400 Journalist*innen und Blogger*innen in Haft: Eine davon ist die Vietnamesin Pham Doan Trang, die 2014 als Feuchtwanger Fellow in der Villa Aurora arbeitete und im vergangen Jahr verhaftet wurde. Sie analysierte Methoden der Meinungseinschränkung, die wir als Ausgangspunkt für Lesungen und eine Diskussion mit internationalen Künstler*innen und Autor*innen sowie Vertreter*innen aus Politik und Kultur nehmen wollen, um die Frage zu beleuchten: Wo gilt die Freiheit des Wortes noch?

Şehbal Şenyurt Arınlı
© Christian Thiel

Diese und viele weitere Fragen diskutieren Michelle Müntefering (Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt und Bundestagsabgeordnete aus Herne), Heike Catherina Mertens (Geschäftsführerin des Villa Aurora & Thomas Mann House e. V.), Ralf Nestmeyer (Vizepräsident PEN-Zentrum Deutschland und Writers-in-Prison-Beauftragter) und vor allem diese Künstler*innen und Autor*innen: Ghassan Hammash (syrischer Kulturmanager und Produzent; Gründer und Geschäftsführer von der Barzakh gGmbH), Çiğdem Akyol (deutsche Journalistin und Autorin), Nahed Al Essa (geflüchtet aus Syrien, lebt, arbeitet und schreibt in Deutschland), Enoh Meyomesse (kamerunischer Autor, Historiker, Blogger und politischer Aktivist, langjährige Haftstrafe, ehemaliger Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat, lebt seit 2016 in Darmstadt) und sein Übersetzer Jürgen Strasser; Şehbal Şenyurt Arınlı (türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin, ehemalige Writers-in-Exile-Stipendiatin).

Jürgen Strasser (li.) und Enoh Meyomesse (re.) Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Den Livestream sehen Sie am 5. Mai ab 18:00 Uhr auf Facebook und auf dem YouTube Kanal des Literaturhauses Berlin.

Senden Sie Ihre Fragen zum Gespräch und zur Lage der Presse- und Meinungsfreiheit über Slido. (Keine Registrierung erforderlich)

Eine Veranstaltung von VATMH, des PEN-Zentrums Deutschland, Literaturhauses Berlin und Reporter ohne Grenzen Deutschland. In Kooperation mit dem Auswärtigen Amt.