27.02.2019, 19 Uhr – Selahattin Demirtaş: Ein Autor, Politiker und Gefangener, der für Freiheit und Menschenrechte kämpft – Lesung und Podiumsdiskussion in Nürnberg

Selahattin Demirtaş (Quelle: PEN International)

Selahattin Demirtaş
(Quelle: PEN International)

Die Türkei ist weltweit das derzeit größte Gefängnis für Journalisten und Schriftsteller. Derzeit sitzen rund 150 Autoren hinter Gitter. Das deutsche PEN-Zentrum möchte an das Schicksal von Selahattin Demirtaş erinnern, der im Dezember 2018 zu seinem Ehrenmitglied ernannt wurde. Demirtaş ist nicht nur Autor des Erzählbandes „Morgengrauen“, sondern auch Politiker und ehemaliger Co-Vorsitzender der Halkların Demokratik Partisi (HDP).

Türkei-Korrespondent der WeltN24-Gruppe Deniz Yücel
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Seit November 2016 befindet er sich in Haft, im September 2018 wurde er aufgrund einer 2013 gehaltenen Rede wegen Terrorpropaganda zu 4 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt; weitere Verfahren gegen ihn sind anhängig.

Im Zuge seines Engagements für inhaftierte Schriftsteller (Writers-in-Prison-Arbeit) lädt das deutsche PEN-Zentrum zu einer Lesung und Podiumsdiskussion ein. Über das Schicksal von Selahattin Demirtaş und die politische Situation in der Türkei diskutieren Deniz Yücel (Autor, Journalist für die WELT), Özlem Topçu (Politikredakteurin, DIE ZEIT) sowie Prof. Dr. Mithat Sancar (Professor für Verfassungsrecht, HDP-Abgeordneter, Habermas-Übersetzer).

PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter Ralf Nestmeyer
Foto: © Stefanie Silber

Die Einführung und Moderation übernimmt Ralf Nestmeyer (PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter).

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Bildungszentrums Nürnberg in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland e. V.

13.01.2019, 13 Uhr – Erinnern heißt handeln: GEMEINSAM GEGEN DEN HASS – Podiumsdiskussion in Hamburg

Anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 lädt das Auschwitz-Komitee zum Podiumsgespräch ein.

Es diskutieren Dr. Detlef Garbe, Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, Ruben Herzberg, ehemaliger Schulleiter und Pädagoge, David Begrich, Miteinander e.V., Magdeburg, Carina Book, Politikwissenschaftlerin und Autorin, Schülerinnen und Schüler von Schulen ohne Rassismus/Schulen für Courage, Antifa-Aktivisten und Esther Bejarano, Überlebende der KZ Auschwitz und Ravensbrück sowie Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V. Der afghanische Liedermacher Shekib Mosadeq sorgt mit seiner Band für den musikalischen Rahmen.

Der Eintritt ist frei.

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung können Sie der Internetseite des Polittbüros e. V. entnehmen.

Eine Veranstaltung des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

13.01.2019, 18 Uhr – Nelson Mandela. Rebell, Häftling, Präsident. – Benefizlesung zugunsten der Writers-in-Prison-Arbeit im Theater Konstanz

Sein Name steht für Freiheit und Versöhnung, aber auch für Widerstand gegen Unterdrückung und für die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Nelson Mandela schrieb während seiner siebenundzwanzig Jahre im Gefängnis eine Vielzahl von Briefen an Gefängnisbehörden, Mitstreiter, Politiker und an seine Frau und Kinder. Aus den Texten spricht ein Mann, den keine Macht auf Erden zu beugen vermochte.

Prof. Dr. Stephan Bierling stellt an diesem Abend Auszüge aus seiner Mandela Biographie vor. Sylvana Schneider und Dan Glazer, Schauspieler des Hauses, lesen Gedichte Mandelas und aus den „Briefen aus dem Gefängnis“.

Eine Benefizveranstaltung des Theaters Konstanz in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland und dem Verlag C.H.Beck

Informationen zum Kartenvorverkauf können Sie der Internetseite des Theaters Konstanz entnehmen.

09.12.2018 – PEN International Kampagne „Make Space/Räume Schaffen“ – Panel in Marrakesch

Vor dem Treffen der Vereinten Nationen zur Verabschiedung des Globalen UN-Migrationspakts bringen PEN International und das International Cities of Refuge Network (ICORN) renommierte Autoren im marokkanischen Marrakesch zusammen, um über die Wahrung der Menschenrechte und Schaffung legaler Fluchtwege für Schriftsteller, die aus ihrer Heimat fliehen müssen, zu diskutieren.

Neben Regula Venske, Präsidentin des deutschen PEN-Zentrums, nehmen die ICORN Autoren und Aktivisten Asieh Amini und Abduljabbar Alsuhili, ICORN Geschäftsführerin Helge Lunde, Stadtrat von Palermo Juan Diego Catalano sowie Politik-Referentin von PEN International Sarah Clarke an dem zweistündigen Panel teil und diskutieren Schlüsselfragen rundum den UN-Migrationspakt.

Regula Venske
Foto: © Stefanie Silber

Die Veranstaltung ist Teil der Kampagne „Make Space/Räume Schaffen“, ein Projekt des PEN International, das weltweit auf die Situation von Schriftstellern aufmerksam machen will, die erzwungenermaßen ihre Herkunftsländer verlassen mussten. Ziel ist auch ein besseres Verständnis zwischen den Kulturen und die Infragestellung von Stereotypen im Zusammenhang mit Exil und Flucht.

„Make Space/Räume Schaffen“ bindet die 150 weltweit bestehenden PEN-Zentren ein, um in Zusammenarbeit mit Literaturfestivals, Verlagshäusern, Buchhandlungen, Kulturzentren, Parlamenten, örtlichen Initiativen, Schulveranstaltungen und auf vielfältigen anderen Kommunikationswegen den vertriebenen Schriftstellern einen möglichst großen Raum zu bieten, um ihre Werke zu präsentieren.

Der UN-Migrationspakt gilt als erstes internationales Dokument zum Umgang mit weltweiten Migrationsbewegungen. Nach langen Verhandlungen soll er bei dem UN-Gipfel am 10./11. Dezember 2018 in Marrakesch formal angenommen werden.

Der internationale PEN begrüßt, dass im Pakt eine kollektive Verpflichtung zur Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit und die gemeinsame Verantwortung in der Migrationspolitik zum Ausdruck kommt, und betont mit Nachdruck, dass die Herausforderungen und Chancen der internationalen Migration die Menschen einen anstatt zu spalten (Empfehlungen des internationalen PEN an die Weltgemeinschaft).

10.12.2018, 19:30 Uhr – 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: Soirée im Schauspiel Frankfurt

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Was vor 70 Jahren in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formuliert wurde, ist ein Auftrag, der bis heute nichts von seiner Dringlichkeit verloren hat.

Zahlreiche Gäste werden über die Bedeutung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte diskutieren; moderieren wird Bärbel Schäfer. Grußworte werden unter anderem der stellvertretende hessische Ministerpräsident Tarek Al-Wazir und der Generalsekretär von Amnesty Deutschland Markus N. Beeko halten. Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, und die Moderatorin und ehemalige Fußballerin Shary Reeves berichten über ihre Erfahrung und den Umgang mit Diskriminierung und Rassismus im Sport. Über den Kampf für Frauenrechte und die heutigen Herausforderungen unterhalten sich mit Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau, und der Schauspielerin Pegah Ferydoni Feministinnen aus zwei unterschiedlichen Generationen. Die Präsidentin des deutschen PEN-Zentrums, Regula Venske, wird zusammen mit der Journalistin Meşale Tolu die Bedeutung der Meinungsfreiheit heutzutage hervorheben.

Im Foyer des Schauspiels informieren internationale Menschenrechts- und Hilfsorganisationen, wie Medico International, UNICEF und das PEN-Zentrum Deutschland, über ihre Arbeit.

EINTRITT 5 Euro

Weiterführende Informationen zum Programm der Veranstaltung

Eine Veranstaltung von Amnesty International Bezirk Frankfurt