30.04.2022, 20 Uhr – Lesung gegen Krieg und Gewalt im Babylon Berlin

Autorinnen und Autoren, die selbst Gewalt, Folter und dem Tod entkommen sind, lesen im Babylon Berlin.

Mit: Peter Kagayi, Eron Kiiza, Shahzamir Hataki, Rojin Namer, Robina Karimi und Stipendiaten des Writers in Exile-Programms des PEN Zentrum Deutschland Stella Nyanzi und Kakwenza Rukirabashiaja.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Poetry Project e.V., Schamoni Film und dem PEN Zentrum Deutschland

13.05.2022, 20 Uhr – PEN-Jahrestagung in Gotha: „Belarus: Kultur trotz(t) Diktatur“

Alina Lisitzkaya
Foto: © Stelter

Durch den Ukrainekrieg hat sich der Fokus auf die Situation in Belarus verschoben. Lukaschenka hat sein Land gespalten und sein Volk in eine Sackgasse geführt, da er treu an der Seite Putins steht.

Nina Weller
Foto: © Susanna Giese

Die Opposition im Land fühlt sich mehr mit den Ukrainern verbunden als mit den eigenen Generälen und Soldaten, die Krieg gegen unbewaffnete Menschen führen. Das deutsche PEN-Zentrum möchte an diesem Abend mit belarusischen Schriftstellerinnen und Autoren über ihre Ängste und Hoffnungen diskutieren.

Julia Cimafiejeva
Foto: © privat

 

Poetry Performance der Lyrikerin Julia Cimafiejeva sowie Podiumsdiskussion und Lesung zur derzeitigen Situation in Belarus mit dem Schriftsteller und Übersetzer Alhierd Bacharevič, der Publizistin Alina Lisitzkaya sowie der Slawistin und Literaturwissenschaftlerin Nina Weller

Alhierd Bacharevic
Foto: © privat

 

Begrüßung: Ralf Nestmeyer, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN

Moderation: Nina George, Präsidentin des European Writers‘ Council

Mit anschließender Signierstunde

Eintritt frei

Nina George
Foto: Helmut Henkensiefken © Nina George

Eine Veranstaltung im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2022 in Gotha (12.5.-15.5.)

Zum Gesamtprogramm der PEN-Jahrestagung mit Podien und Lesungen u.a. mit Sascha Lobo, Eva Menasse, Johano Strasser, Deniz Yücel, den Writers in Exile-Stipendiaten Aslı Erdoğan, Stella Nyanzi und Yassin Al-Haj Saleh

 

Die PEN-Jahrestagung 2022 in Gotha wird gefördert von:

19.03.2022, 17.15 Uhr – buchmesse_popup in Leipzig: Writers-in-Exile-Lesung und -Gespräch

Autorinnen und Autoren des Writers in Exile Programms lesen auf der buchmesse_popup in Leipzig aus ihren Werken

Mit: Umar Abdul Nasser, Dichter und Filmemacher aus dem Irak, Kholoud Charaf, Dichterin, Kunstkritikerin, Publizistin und Aktivistin aus Syrien.

Moderation: Astrid Vehstedt, PEN-Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte

Foto: Oliver Lückmann

Kholoud Charaf setzt sich in ihren Gedichten lyrisch mit dem Krieg in Syrien und dem Leben „zwischen Verlust und Hoffnung“ auseinander. Ihre Gedichte wurden bislang in insgesamt zehn Sprachen übersetzt. 2011 veröffentlichte Charaf eine wissenschaftliche Arbeit über syrische Gegenwartspoesie. Zurzeit arbeitet sie an einem neuen Roman sowie an einer Kurzgeschichtensammlung, in der sie die verübten Gräueltaten in ihrer Heimatregion literarisch verarbeitet.

Foto: Max Gödecke

 

Die Gedichte von Umar Abdul Nasser, die er oftmals vertont und im Rahmen von „Performance Poetry“ aufführt, handeln von dem tiefsitzenden Wunsch nach einem Leben in Würde nicht nur für sich selbst, sondern auch für alle anderen Menschen. In seinen Texten werden die Klagen angesichts der ständigen Kriege und gewaltsamen Konflikte im Irak ebenso deutlich wie der Ruf nach Meinungsfreiheit und Frieden.

Die buchmesse_popup ist eine Initiative der beiden Verleger Gunnar Cynybulk (Kanon Verlag) und Leif Greinus (Voland & Quist). Unterstützt werden sie unter anderem von den Aufbau Verlagen, C.H.Beck, Hanser, Jung und Jung, Klett-Cotta, Suhrkamp/Insel, Verbrecher Verlag und Wagenbach, die auch auf der buchmesse_popup vertreten sein werden.

Die über 60 Veranstaltungen finden vom 18. bis 20. März 2022 statt – in den Cammerspielen und der Halle D des Werk 2 sowie in der Suedbrause.

Lesungsprogramm und Informationen zum Kartenverkauf der buchmesse_popup

19.03.2022, 19 Uhr – buchmesse_popup in Leipzig: Nein zu Putins Krieg – Ukraine-Podium

Im Rahmen der buchmesse_popup in Leipzig findet ein Ukraine-Podium statt, das gemeinsam mit dem PEN entwickelt wurde. Unter dem Titel „Nein zu Putins Krieg“ sprechen die Autor*innen Marjana Gaponenko (Ukraine), Michail Schischkin (Russland), Volha Hapeyeva (Belarus) und Karl Schlögel (Historiker, Deutschland). Die Moderation übernimmt Cornelia Zetzsche (Bayerischer Rundfunk). Zur Veranstaltung begrüßt Deniz Yücel (Präsident des PEN-Zentrums Deutschland).

Das Literaturhaus Berlin wird den Abend auf literaturkanal.tv streamen.

Die buchmesse_popup ist eine Initiative der beiden Verleger Gunnar Cynybulk (Kanon Verlag) und Leif Greinus (Voland & Quist). Unterstützt werden sie unter anderem von den Aufbau Verlagen, C.H.Beck, Hanser, Jung und Jung, Klett-Cotta, Suhrkamp/Insel, Verbrecher Verlag und Wagenbach, die auch auf der buchmesse_popup vertreten sein werden.

Die über 60 Veranstaltungen finden vom 18. bis 20. März 2022 statt – in den Cammerspielen und der Halle D des Werk 2 sowie in der Suedbrause.

Lesungsprogramm und Informationen zum Kartenverkauf der buchmesse_popup

19.03.2022, 16.45 Uhr – buchmesse_popup in Leipzig: Writers-in-Prison-Lesung

Mitglieder des PEN lesen aus Texten inhaftierter Autoren, um auf das Schicksal ihrer Kolleginnen und Kollegen aufmerksam zu machen.

Begrüßung: Ralf Nestmeyer, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN

Es lesen Nina George, Präsidentin des European Writers‘ Council und Mitglied des PEN, PEN-Präsidiumsmitglied Christoph Links und PEN-Präsident Deniz Yücel.

Texte aus  „1000 Peitschenhiebe“ von Raif Badawi, „Morgengrauen“ von Selahattin Demirtaş und „Der Fall Julian Assange“ von Nils Melzer

Die buchmesse_popup ist eine Initiative der beiden Verleger Gunnar Cynybulk (Kanon Verlag) und Leif Greinus (Voland & Quist). Unterstützt werden sie unter anderem von den Aufbau Verlagen, C.H.Beck, Hanser, Jung und Jung, Klett-Cotta, Suhrkamp/Insel, Verbrecher Verlag und Wagenbach, die auch auf der buchmesse_popup vertreten sein werden.

Die über 60 Veranstaltungen finden vom 18. bis 20. März 2022 statt – in den Cammerspielen und der Halle D des Werk 2 sowie in der Suedbrause.

Lesungsprogramm und Informationen zum Kartenverkauf der buchmesse_popup

23.11.2021, 19:30 Uhr – Anzhelina Polonskaya liest „Unvollendete Musik“

Sieben Gedichtbände hat Anzhelina Polonskaya, die in einer kleinen Stadt nahe Moskau geboren wurde, inzwischen veröffentlicht. Dies nun ist der zweite, der von Erich Ahrndt ins Deutsche übersetzt wurde. Am 23. November wird die Dichterin im Dortmunder Literaturhaus aus ihren emotionalen Texten vortragen. Die Veranstaltung wird moderiert von Thorsten Trelenberg.

Anzhelina Polonskaya ist eine russische Dichterin, Librettistin und Autorin. Sie beschäftigte sich mit dem umstrittenen Fall des im Jahr 2000 gesunkenen U-Boots „Kursk“, das 118 Menschen das Leben kostete. Seitdem und wegen ihrer regierungskritischen Äußerungen ist Polonskaya Bedrohungen durch die russische Regierung ausgesetzt. Seit Mitte September 2020 ist sie Stipendiatin im Writers in Exile-Programm des deutschen PEN.

Eintritt frei | Aber Registrierung/Ticket notwendig
Es gilt die 2G-Regelung. Zutritt nur für Genesene und Geimpfte. Einlass nur mit entsprechendem Nachweis.
Denken Sie bitte an Ihren Personalausweis sowie eine FFP2-Maske.

17.10.2021 - 07.11.2021; 15 Uhr – „Ich war fremd und ihr habt mich beherbergt“ – Lesereihe in Kamen

Die Verbindung von sozialem Engagement und Gestaltung der Kultur hat sich das PEN-Zentrum Deutschland, gemeinsam mit dem ProMensch Kamen e.V., sowie dem Literaturcafe´Kamen und der Stadt Kamen verpflichtet. Zusammen laden wir recht herzlich zur Lesereihe „Ich war fremd und ihr habt mich beherbergt“ in Kamen ein. Neben den zahlreihen AutorInnen des Writers-in-Exile(WiE)-Programms, lesen auch Größen der deutschen Literaturszene.

Am 17.10.2021 liest um 15 Uhr Uhr neben dem Kamener Schriftsteller Gerd Puls  Barbara Krohn, Präsidiumsmitglied des deutschen PEN, in der Schlosskirche in Kamen-Heeren (Heerenerstraße 144). Ebenfalls zu Gast sind die WiE-SchriftstellerInnen:

© Aleksandra Bielak

Umar Abdul Nasser
Er ist ein irakischer Schriftsteller, Dichter und Filmemacher. Er versteckte sich zwei Jahre lang vor dem IS, bevor er es schaffte, das Land für ein Stipendien-Aufenthalt bei ICORN in Breslau zu verlassen. Die Arbeit von Umar wurde vom IS als unvereinbar mit dem islamischen Recht angesehen, seine Gedichte reflektieren die Themen Frieden und Freiheit. Umar erzählt in poetischen Worten vom Lächeln, das auch auf Abstand die Seele berührt.

 

Asli Erdogan

Aslı Erdoğan
(Foto: © Carole Parodi)

1967 in Istanbul geboren, studierte Informatik und Physik, arbeitete in der Schweiz und in Rio de Janeiro. Ab 1996 lebte sie in Instanbul. Dort wurde sie zu einer Symbolfigur für den Wiederstand gegen die Willkürherrschaft in ihrer Heimat. Im August wurde sie nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei zusammen mit 22 anderen Journalisten verhaftet und monatelang im Gefängnis festgehalten. Erdogan lebt heute im Exil in Deutschland. Ihre Werke wurden mit einer vielzahl von Preisen geehrt. 2010 erhielt sie den Sait-Falk-Preis, den bedeutendsten Literaturpreis der Türkei, 2017 den Erich-Maria- Friedenspreis und 2018 den Prix Simone de Beauvoir.

Am 31.10.2021 liest PEN-Ehrenpräsident Christoph Hein gemeinsam mit dem Kamener Schriftstellern Bernhard Büscher sowie PEN-Generalsekretär Heinrich Peuckmann um 15 Uhr in der Margaretenkirche in Kamen-Methler (Lutherplatz). Auch Kholoud Charaf, Schriftstellerin und Stipendiatin im WiE-Programm, trägt ihre Texte vor.

Kholoud Charaf (© Oliver Lückmann)

Kholoud Charaf
Sie ist Dichterin, Kunstkritikerin, Publizistin. In Syrien war sie von Zensur bedroht, ihre Situation wurde auch für sie persönlich immer gefährlicher. Als Aktivistin setzte sie sich insbesondere für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Kindern in ihrem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land ein. Kholoud Charaf hat bisher vier Bücher veröffentlicht, darunter den Gedichtband „The Remains of the Butterflies“ in dem sie sich lyrisch mit dem Krieg in Syrien und dem Leben „zwischen Verlust und Hoffnung“ auseinandersetzt. Ihre Gedichte wurden in insgesamt zehn Sprachen übersetzt. 2011 veröffentlichte sie eine wissenschaftliche Arbeit über syrische Gewaltpoesie. Für ihr Buch „Return Lourney to the Montain: Diares in the Shadow of the War“, erhielt sie 2019 den prestigereichen arabischen Ibn Battuta Prize.

Writers-in-Exile-Beauftragter Leander Sukov richtet die letzte Lesung der dreiteiligen Veranstaltung aus. Zusammen mit Thorsten Trelenberg lesen die Schrifteller am 07.11.2021 um 15 Uhr im Johannes- Buxtorfhaus (49174 Kamen, Perthesstraße). Gemeinsam mit den WiE-SchriftstellerInnen:

Foto: Stefanie Silber

Yirgalem Fissha Mebrahtu
Yirgalem ist eine von Eritreas prominentesten Dichterinnen, Journalistinnen und Schriftstellerinnen. Sie arbeitete seit 1990 mit sowohl staatlichen als auch privaten Medien zusammen, bis die eritreische Regierung im Jahr 2001 alle Privatzeitungen verbot. 2002 besuchte sie das Asmara Teacher Training Institut und arbeitete über fünf Jahre als Produzentin und Moderatorin bei Radio Bana. 2009 wurde sie verhaftet und sechs Jahre lang in einem Militärgefängnis inhaftiert, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt. Man warf ihr unter anderem vor, die Ermordung des eritreischen Präsidenten geplant zu haben. Sie war schweren Misshandlungen ausgesetzt, was zu wiederholten Krankenhausaufenthalten führte. Erst 2015 wurde sie aus der Haft entlassen. Drei Jahre später floh sie nach Uganda. Dort veröffentlichte sie Gedichte undTexte, darunter eine Zusammenfassung ihrer Erfahrungen im Gefängnis. 2019 erhielt sie den Preis für Meinungsfreiheit von PEN Eritrea. Im Herbst 2018 publizierte Yirgalem die vierteilige Serie „Wie überlebt ein Mensch in der Gefangenschaft?“ über ihre Gefangenschaft in Eritrea.

Der kurdische Schriftsteller, Forscher und Übersetzer Sajjad Jahan Fard, der mit kurdischem Namen Jiyar Kirmanshani heißt, wurde 1985 im Dorf Niyan, in der ostkurdischen Provinz Kermanshah (Iran), geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Sajjad Jahan Fard (Foto: © Stefanie Silber)

Sajjad Jahan Fard
Der kurdische Schriftsteller wurde 1985 im Dorf Nyan (Iran) geboren. Wegen seines Engagements für die kurdische Sprache und Kultur verwies man ihn des Gymnasiums.
Daraufhin vertiefte er seine schriftstellerische Tätigkeit und verfasste über zwölf Bücher in verschiedenen kurdischen Dialekten. Sein Abitur konnte er später in einer anderen Provinz nachholen. Da der Autor in seiner kurdischen Muttersprache schreibt und forscht, ist er im Iran ständiger Verfolgung ausgesetzt. 2011 wurde er von der iranischen Regierung für drei Monate festgenommen und des „Handelns gegen die nationale Sicherheit“ für schuldig erklärt. Als er 2017 auf Einladung seines Verlegers in der Türkei war, um seine Bücher vorzustellen, wurde er, als er in der nordkurdischen Stadt Mardin Fotos machte, wegen angeblicher „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung“ inhaftiert. 2018 kam er als Stipendiat des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN nach Deutschland.

Die Veranstaltungen werden durch Fördermittel der „ Neustart Kultur“ unterstützt.

13.10.2021, 19 Uhr – Anzhelina Polonskaja und Kholoud Charaf im Gespräch in Regensburg

Ein Leben im Exil – der Verlust der Heimat – die Erfahrung von Fremde. Wie erleben zwei preisgekrönte, engagierte Lyrikerinnen diesen existentiellen Umbruch? Was bedeutet das Exil für ihr Leben, Denken, Schreiben?
Beide Dichterinnen sind seit Herbst 2020 Stipendiatinnen des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums.

Anzhelina Polonskaya
© Oliver Lückmann

Anzhelina Polonskaja, Lyrikerin, Übersetzerin, ehemals Lehrerin und Eistänzerin, wurde 1969 in der Nähe von Moskau geboren. Ihre Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Aufgrund regierungskritischer Interviews und Veröffentlichungen (u.a. einem Libretto zum Untergang des U-Boots „Kursk“) war sie zunehmend der Bedrohung durch Polizei und Regierung ausgesetzt, es folgten Einbrüche in ihre Wohnung, Beschlagnahmung von Computer und Textmaterial, Verbot jeglicher literarischer Aktivität. Nach Schreibstipendien in den USA und Europa lebt Polonskaja seit 2020 in Dortmund. Vor kurzem erschien ihr Gedichtband „Unvollendete Musik“ im Leipziger Literaturverlag (2020).

Kholoud Charaf (© Oliver Lückmann)

Die Dichterin und Publizistin Kholoud Charaf wurde 1981 in Al-Mojaimr in Südsyrien geboren. Sie machte eine medizinische Ausbildung und studierte Arabische Literaturwissenschaften. 2013 leitete sie die medizinische Abteilung auf der Frauenstation des Hochsicherheitsgefängnisses von As-Suwayda. Als einzige zivile Angestellte und Zeugin der systematischen Missachtung der Menschenrechte der Gefangenen stand sie zunehmend unter Druck und Bedrohung von Polizei und Gefängnispersonal. Die überlebensnotwendige Selbstzensur der Schriftstellerin, die ständige Bedrohung durch den Bürgerkrieg und das Stigma als geschiedene Frau in der syrischen Gesellschaft führten zur Entscheidung, Syrien zu verlassen. In ihrem Gedichtband „The Remains of the Butterfly“ setzt sich Charaf mit dem Krieg in Syrien auseinander. Zur Zeit arbeitet sie an Prosatexten, in denen sie die Gräueltaten in ihrer Heimat literarisch verarbeitet. Sie hat bisher vier Bücher veröffentlicht, ihre Gedichte wurden in zehn Sprachen übersetzt.

Die Moderation und die Lesung der Texte auf Deutsch übernimmt Barbara Krohn Mitglied des PEN-Präsidiums).

Dies ist die zweite Veranstaltung der in Kooperation mit dem ebw Regensburg organisierten Reihe von Lesungen mit SchriftstellerInnen des Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN.

Bitte hier anmelden wegen der Anzahl an Plätzen und Covid-Bedingungen.

24.09.2021, 18:00 Uhr – Festival der Sprache mit Volha Hapeyeva in Stuttgart

Autorinnen und Autoren sowie andere Intellektuelle nehmen in Prozessen gesellschaftlicher Umbrüche oftmals eine wichtige Funktion ein und sind zugleich oft selbst gefährdet und Repressionen ausgesetzt.
Beim Festival der Sprache bringt Volha Hapeyeva, belarusische Lyrikerin, Übersetzerin und Linguistin, ihren neuen Text „Camel Travel“ zu Gehör. Der fünfte LOSGESAGT!-Abend am 24. September im Stuttgarter Literaturhaus verhandelt Fragen der Sprachmacht insbesondere in Texten und Tönen aus Belarus und der Ukraine.
Gemeinsam mit Viktor Martinowitsch und Sasha Filipenko tauscht sich Hapeyeva, seit Mai 2021 Writers-in-Exile-Stipendiatin des PEN, über die derzeitige Situation in ihrem Heimatland aus. Moderiert wird die Veranstaltung von Volker Weichsel.
Die Lyrikerin, promovierte Linguistin und Übersetzerin Volha Hapeyeva wurde 1982 in Minsk (Belarus) geboren. Sie widmet sich in ihrer Arbeit den politischen Verhältnissen in ihrem Heimatland. Durch ihre regierungskritische Sicht geriet sie schnell ins Visier des Geheimdienstes KGB und lebt nun unter der ständigen Angst festgenommen zu werden. Hapeyeva ist seit Mai 2021 Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms.

© Helmut Lunghammer

25.09.2021, 14:00 Uhr – LiteraturFest Nantesbuch mit Volha Hapeyeva in Bad Heilbrunn

Sprechen und Hören stehen im Mittelpunkt des LiteraturFests Nantesbuch in Bad Heilbrunn. Volha Hapeyeva, Writers-in-Exile-Stipendiatin, begibt sich dabei am 25. September mit Kolleginnen und Kollegen auf die Spuren der Mündlichkeit im aktuellen Literaturgeschehen. Gemeinsam mit den jungen Lyrikern Kaveh Akbar und Leo Pinke lädt die Writers-in-Exile-Schriftstellerin ein beim Spaziergang in der Landschaft immer wieder einzusteigen und zuzuhören bei kurzen Programmen aus drei Erdteilen.

Weiter Informationen, auch zur Online-Teilnahme, finden Sie hier.

Die Lyrikerin, promovierte Linguistin und Übersetzerin Volha Hapeyeva wurde 1982 in Minsk (Belarus) geboren. Sie widmet sich in ihrer Arbeit den politischen Verhältnissen in ihrem Heimatland. Durch ihre regierungskritische Sicht geriet sie schnell ins Visier des Geheimdienstes KGB und lebt nun unter der ständigen Angst festgenommen zu werden. Hapeyeva ist seit Mai 2021 Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms.