25.02.2020, 19:00 Uhr – Tomislav Kezharovski stellt sich als Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat vor

Das Darmstädter Literaturhaus öffnet seine Türen am 25. Februar für spannende Texte und Gespräche. Der nordmazedonische Autor und Journalist Tomislav Kezharovski berichtet von seinen Erfahrungen von Verfolgung, Gefangenschaft und Exil.

Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Writers-in-Exile Beauftragter Leander Sukov diskutieren im Anschluss mit dem Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat Kezharovski über Themen wie Politik und Migration.

Tomislav Kezharovski
(Foto: Stefanie Silber)

Kezharovski recherchierte als investigativer Journalist zu Korruption und organisierter Kriminalität in Regierungskreisen und fiel der mazedonischen Justizwillkür zum Opfer. In seiner Heimat Mazedonien galt er als einziger politischer Gefangener Südosteuropas. Er wurde 2013 zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, auf internationalen Druck konnte er bereits nach der Hälfte der Zeit freikommen. In seinem Buch „Life in the box“ (englische Übersetzung) verarbeitet er die Zeit im Gefängnis – unter anderem die skandalösen Zustände sowie die unmenschliche Behandlung.

Eintritt 6 € / ermäßigt 4 €

30.01.2020, 19:30 Uhr – Şehbal Şenyurt Arınlı liest aus literarischem Briefwechsel

Mehrere Monate lang schickten sich Terézia Mora und Şehbal Şenyurt Arınlı, Writers-in-Exile Stipendiatin des deutschen PEN, Texte, in denen es um ihren Alltag geht, ihre Ängste und Verunsicherungen, ihre Träume und Visionen für die Zukunft. Nun liest Arınlı  aus dem Briefwechsel „Zwei Autorinnen im Transit“.

Şehbal Şenyurt Arınlı
(Foto: Christian Thiel)

Şehbal Şenyurt Arınlı ist eine türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin. Als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Heimatland engagierte sie sich vor allem für die Rechte von Frauen und Minderheiten. Ihr politisches Engagement und ihre Verbindungen zu kurdischen Medien führten schließlich zu einer Anklage und Inhaftierung. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland ausreisen.

Gestaltung: Marc Berger

 

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Fritz Hüser-Gesellschaft e.V. und des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt mit dem PEN-Zentrum Deutschland.

13.02.2020, 19:30 Uhr – Literarisches Erlebnis mit Umar Abdul Nasser in Dortmund

Lyrik, Musik und Bilder in einer Lesung vereint: PEN-Stipendiat Umar Abdul Nasser liest im Dortmunder Literaturhaus aus seinen Texten und untermalt diese multimedial. Seine Gedichte reflektieren die Themen Frieden und Freiheit.

Umar Abdul Nasser Foto: Aleksandra Bielak

Umar Abdul Nasser ist ein irakischer Dichter und Filmemacher. Er lebte mehr als zwei Jahre lang im Versteck vor dem IS, bevor er es schaffte, das Land für einen Stipendien-Aufenthalt bei ICORN in Breslau im Jahr 2016 zu verlassen. Die Arbeit von Umar wurde vom IS als unvereinbar mit dem islamischen Recht angesehen.  Seit Juli 2019 ist Abdul Nasser Stipendiat des gemeinsamen Stipendienplatzes des PEN-Programms „Writers in Exile“ und des Vereins „Weimar – Stadt der Zuflucht“.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Fritz Hüser-Gesellschaft e.V. und des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt mit dem PEN-Zentrum Deutschland.

13.02.2020, 19 Uhr – Autorinnen-Gespräch in Regensburg: Leben im Exil, Schreiben im Exil

Ein freies Leben im Exil – der Verlust der Heimat – die Erfahrung von Fremde.
Wie erleben zwei Schriftstellerinnen diesen existentiellen Umbruch? Wie beeinflusst er ihr Schreiben, ihr Denken, ihr Verhältnis zu Anderen, ihr Verständnis von Literatur? Diesen und anderen Fragen wird im Miteinander in Lesung und Gespräch mit den Writers in Exile-Stipendiatinnen Yirgalem Fisseha Mebrahtu und Şehbal Şenyurt Arınlı nachgegangen.

Yirgalem Fisseha Mebrahtu Foto: Stefanie Silber

Bis zu ihrer Freilassung im Januar 2015 verbrachte Yirgalem Fisseha Mebrahtu sechs Jahre lang unter schlimmsten Bedingungen im Gefängnis „Mai Swra“, ohne Anklage, ohne Gerichtsverfahren. Seit 2018 lebt sie als Stipendiatin des Writers in Exile Programms
des deutschen PEN-Zentrums in München. Sie schreibt auf Tigrinisch und „will die Stimme derer sein, die in Eritrea in Unfreiheit leben müssen.“ Manchmal fühlt es sich für sie so an, als hätte sie alles verloren: „Flüchtling zu sein, heißt, nicht zu Hause zu sein.“
In Kürze erscheint eine Sammlung ihrer Texte und Gedichte auch auf Deutsch.

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Christian Thiel

Şehbal Şenyurt Arınl engagierte sich als erste Frau hinter der Kamera in der Türkei vor allem für die Rechte von Frauen und Minderheiten. Ihr politisches Engagement und ihre Verbindungen zu kurdischen Medien führten zur Inhaftierung. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland ausreisen. Sie lebt seit 2016 in Nürnberg und spricht mittlerweile gut Deutsch. Ende
2019 erschien der Briefwechsel zwischen ihr und Terézia Mora „Zwei Autorinnen im Transit – Ein Dialog“.

Moderation: Barbara Krohn, Schriftstellerin und Präsidiumsmitglied des deutschen PEN

Der Eintritt ist frei
Kursnummer K

Eine Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerk Regensburg e.V. in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland e.V.

28.11.2019, 19 Uhr – Zwei Autorinnen im Transit – Lesung eines literarischen Briefwechsels in Berlin

Im Rahmen der literarischen Reihe des Writers in Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums ist ein Briefwechsel der besonderen Art entstanden. Zwei Schriftstellerinnen korrespondieren über Wochen und stehen sich zum ersten Mal kurz vor der Abschlusslesung ihrer Briefe gegenüber: Terézia Mora, seit kurzem Büchner-Preisträgerin, und Şehbal Şenyurt Arınlı, Schriftstellerin, Dokumentarfilmerin und Stipendiatin des PEN-Exilprogramms. Zum dritten Mal wurde nun eine literarische Korrespondenz zwischen zwei AutorInnen durchgeführt. Die Initiatorin und Herausgeberin des Buches „Autorinnen im Transit“ ist Franziska Sperr (ehemalige Vizepräsidentin und WiE- Beauftragte). Die zweisprachige Publikation ist im binooki-Verlag, Berlin, erschienen.

Şehbal Şenyurt Arınlı, türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin, wurde 1962 in Giresun/Türkei geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Stefanie Silber

Am 28. November 2019 in der Berliner Akademie der Künste lesen sie um 19 Uhr aus ihren Briefen und lassen sich vom ehemaligen PEN-Präsidenten, dem Schriftsteller Gert Heidenreich, zu ihren Texten befragen.

Obwohl sie sich nie begegnet sind, wissen sie viel übereinander: die bekannte, mit Literaturpreisen überhäufte Terézia Mora und die vor einem Jahr in Deutschland angekommene, in der deutschen Literaturszene noch unbekannte Şehbal Şenyurt Arınlı. Mehrere Wochen lang schickten sie einander Texte, in denen es um ihren Alltag geht, ihre Ängste und Verunsicherungen, ihre Träume und Visionen für die Zukunft.

Terézia Mora
Foto: © Antje Berghäuser

Terézia Mora ist hier seit Jahren sehr bekannt. Ihre Briefpartnerin steht erst am Anfang ihrer schriftstellerischen Existenz in Deutschland. Sie wurde 2017 wegen ihres Engagements für die kurdische Minderheit in der Türkei festgenommen und konnte nur durch einen Zufall fliehen und bei uns Zuflucht finden.

Trotz der Unterschiedlichkeit ihrer Lebensläufe kreisen die Briefe nicht nur um das Thema Schreiben, sondern auch um Verluste, Einsamkeit, Außenseitertum, bedrohte Existenz. Sie schreiben von Privatem, Politischem und Gesellschaftlichem aus sehr persönlicher Sicht, hie und da scheren sie aus in die Historie ihrer Herkunftsländer: Türkei und Ungarn.

 Mit:

  • Şehbal Şenyurt Arınlı, Writers in Exile-Stipendiatin, Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin
  • Terézia Mora, Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Übersetzerin
  • Gert Heidenreich, Schriftsteller und Journalist, ehem. PEN-Präsident
  • Franziska Sperr, Autorin, ehem. Writers in Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des deutschen PEN-Zentrums
  • Helene Grass, Schauspielerin
  • Die Lyrischen Saiten (Musik)
  • Elif Amberg (Dolmetscherin)

Der Eintritt ist frei.

Diese Veranstaltung wird von Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet und am 1.12. um 22 Uhr bundesweit gesendet. Weitere Informationen: deutschlandfunkkultur.de

16.01.2022 – Wer rettet Erdoğan diesmal, und wie?

Şehbal Şenyurt Arınlı

Wer rettet Erdoğan diesmal, und wie?

Wie es aussieht, werden alle Befürchtungen wahr.

Es erreichen uns Informationen, wonach mit der Besetzung an der nordöstlichen Grenze Syriens durch die türkische Erdoğan-Diktatur schlummernde Zellen des IS begonnen haben, in Aktion zu treten, es aufgrund der Schwächung der Sicherheit in den IS-Lagern durch deren Bombardierung zu Fluchtversuchen aus diesen Lagern kommt und IS-Kämpfer verstärkt Versuche unternehmen, ihre Mitstreiter aus den Lagern zu befreien. Und es ist gerade einmal der vierte Tag der Besetzung.

Ein junger Mensch, der heute in der Türkei siebzehn Jahre alt ist, kennt keinen anderen Minister-/Staatspräsidenten als Tayyip Erdoğan. Diese junge Generation hat ihr Leben einzig und allein in einer vom Erdoğan-Regime gelenkten Türkei verbracht. Seit er als Stimme der unter dem Laizismus der Republik Türkei benachteiligten islamischen Bevölkerungsgruppe an die Macht gelangt ist, hat er Schritt für Schritt mit Tausenden von politischen Manövern seine Existenz aufrechterhalten. Wobei er stets diesen islamischen Boden nährte, der Erdoğan zu Erdoğan gemacht hat. Am meisten aber die alte und heimlich oder offen chronisch gewordene Angst der Türken vor der Spaltung nutzte, die ihren Ursprung im Niedergang des osmanischen Reiches, ja eigentlich in noch früheren Zeiten, in der Massenflucht von der Balkanhalbinsel vor dem Ersten Weltkrieg hatte. Die Opposition mit dieser tiefen Angst lähmte; die berechtigten Forderungen der Kurden in die Soße dieser Angst tunkte und so die Opposition dazu brachte, zu kapitulieren. Eine sehr alte und in die Tiefe gehende Geschichte … Vielleicht ist das hier inmitten des heißen Krieges nicht der richtige Ort. Kurzgefasst setzt er bekanntlich so oder so als der letzte starke Mann in der Türkei seine Diktatur fort. Aus der Weltgeschichte wissen wir, dass sich Diktaturen an ihrem nahenden Ende vom Krieg nähren. Seit in der Kurdenfrage der mit unendlichen Bemühungen aufgebaute Friedenstisch umgeworfen wurde, erlebt die Türkei einen nicht endenden Krieg. In jeder Hinsicht. De facto und physisch. Mit der ohnehin problematischen und nun völlig abgeschafften Gedanken- und Redefreiheit, dem fehlenden Recht auf einen fairen Prozess, mit der Verletzung aller anderen bekannten Rechte erleben wir einen wahren Krieg. Von dem Moment an, als während der Wiederholung der letzten Istanbuler Wahlen die Möglichkeit einer Gegenkraft in Form einer vereinten Opposition aufkam, gewann das alte Spiel wieder an Kraft. Nämlich die Solidarität zwischen der HDP-Basis und anderen oppositionellen Gruppierungen in der Türkei, die entschlossen ihre Politik für eine demokratische Lösung der Kurdenfrage fortführten, abzuschaffen. Als Erdoğan diesen Besatzungskrieg begann und ihn präsentierte, als handelte es sich um eine „nationale“ Angelegenheit, stellte sich wieder ein Großteil der Opposition, allen voran die Führung der CHP, hinter Erdoğan. Wie bei vielen anderen Anlässen zuvor haben sie, wie es aussieht, noch einmal beschlossen, Erdoğan zu retten. Denn irgendwie ist Erdoğan nunmehr der derzeitige Fortführer jener alten und tiefen Ideologie des „türkischen Staats“. So ist es, ob er stiehlt oder betrügt, ob es von allen Seiten heißt, er nähre ein Monster wie den IS; und wenn das Problem als „nationales“ präsentiert wird, ist alles andere vergessen. Man kann kaum noch zählen, wie oft die CHP unter dem Parteivorsitz von Kemal Kılıçdaroğlu Erdoğan gerettet hat. Bedauerlicherweise kann man unter dem Schutzschirm der Angst vor der Teilung sich sogar Seite an Seite mit dem IS stellen, um gegen die Kurden zu sein.

Andererseits ist es fraglich, wie lange diese Erdoğan-Rettungen noch weiter gehen werden, die über Waffenhandel und andere Handelsbereiche laufen und, schlimmer noch, über das Erpressungsinstrument „Senden der syrischen Flüchtlinge nach Europa, Öffnung der Grenzen“. Wer kann garantieren, dass die Erpressungen eines Diktators, der es gewohnt ist, jede Art von Schritten jenseits jeglicher Ethik zu unternehmen, um sein Regime/Sultanat fortzuführen, sich dank dieser Besetzung nicht demnächst in ein „Eyyy Europa, der IS ist unter meiner Kontrolle, ich schicke seine Leute nach Europa, haaa!“ verwandeln?

Handelsbeziehungen, die für normale demokratische Staaten natürliche Prozesse sind, darunter insbesondere der zur Rüstungsindustrie gehörende Waffenhandel, wurden unter dem Erdoğan-Regime wahrhaft zu einem Bestechungsinstrument, beinahe zu tragikomischen Alltagsgesprächen an Esstischen. Dasselbe gilt auch für die Flüchtlingsproblematik. Ja, und neues Thema werden nun die IS-Kämpfer werden. Sind nicht unzählige Journalisten, Autoren, Intellektuelle, Akademiker und Reporter ins Gefängnis gegangen oder waren gezwungen, ins Ausland zu gehen, weil sie neben zahlreichen Rechtsverletzungen aufgedeckt haben, dass der IS mit Waffen unterstützt wurde? Das alles sind nunmehr bekannte Themen. Aus dem Blickwinkel der europäischen Länder sieht es so aus, als könne man dieses Thema, bei dem man eh zu spät gehandelt hat, nicht mehr allzu sehr auf die lange Bank schieben. Die IS-Kämpfer können jeden Moment aus den Lagern freigelassen werden, und bekanntermaßen ist völlig unklar, wo sie wieder auftauchen werden. Wie kann man die Diskussionen darüber vergessen, dass die in Europa explodierten Bomben über die Türkei hereingekommen sind? Vielleicht hat es sogar, während diese Zeilen geschrieben werden, Flüchtende und Befreite aus den Lagern gegeben, die dank der Bomben der türkischen Armee zerstört worden sind.

Die Welt schuldet dem kurdischen Volk unendlich viel. Seit Jahren haben sie auf Kosten vieler Hunderte Menschenleben dem IS den Durchgang verweigert; wieder waren es die Kurden, die jahrelang trotz ihrer lauten Hilferufe mit dem Problem der in Lagern internierten IS-Kämpfern allein gelassen wurden. Wenn Europa ein wenig atmen kann, dann dank dieses Widerstands, dieser Umsicht der Kurden. Und das weiß jeder. Ist die Begleichung dieser Schuld nicht längst überfällig?

Finnland, Norwegen, Schweden und die Niederlande haben jeweils einen Schritt unternommen. Sie kündigten an, ihre Waffenlieferungen an die Türkei auszusetzen. Auch andere Länder ergreifen ähnliche, Hoffnung erweckende Maßnahmen. Diese und ähnliche Schritte mit Entschiedenheit zu tun und noch effektivere Schritte hinzuzufügen, diese Maßnahmen bis zum Ende zu verfolgen, ohne vor Erpressungen zu kapitulieren, und tatsächlich echte, langfristige Lösungen für das Problem zu finden, wird auch die anderen, in der ganzen Welt aufkommenden autoritären Bestrebungen in hohem Maße eindämmen.

Nicht nur im Nordosten Syriens, oder in der Türkei, überall in Europa und in anderen Ländern der Erde gehen die demokratischen Volksmassen auf die Straßen. Schenkt den Antikriegsforderungen der Völker Euer Ohr!

Gestattet Erdoğan nicht, diesmal den IS zu retten! Denn diese Erlaubnis bleibt im Gedächtnis der Völker auf ewig haften wie eine düstere Medaille am Hals der derzeitigen Entscheidungsträger!

Nürnberg, 12.10.2019

16.10.2019, 13.30 Uhr – „Bestseller verzweifelt gesucht. Hauptsache, die Zahlen stimmen?“ – Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Der Buchmarkt am finanziellen Tropf von Hyperbestsellern: Steht die schriftstellerische Vielfalt vor dem Ende?

Liest man Bestsellerlisten und gehypte Neuerscheinungen zur Messezeit, tauchen verlässlich stets die gleichen Namen auf. Einerseits finanziert die lukrative Bestsellermaschinerie den Buchmarkt, andererseits entscheiden sich immer mehr Programm-MacherInnen für das Verkaufspotential anstatt für vermeintlich unsichere Debüts, Nischen oder gar Experimente.

Nina George Foto: © Helmut Henkensiefken / FinePic München

Nina George
Foto: © Helmut Henkensiefken / FinePic München

Wohin führt die inzwischen weit offen stehende Schere zwischen jenen Werken, die als E-Book-Only zum Dumpingpreis in den immer schnelleren Markt gepresst werden – und jenen von Hypersellern, die für Millionen vermarktet werden? Wie steht es um die Vielfalt auf dem Buchmarkt, wenn der verlegerische Wagemut schwindet, Nachwuchs-AutorInnen zielsicher demotiviert werden und diverse Stimmen ungehört verschwinden? Was hat die Krise des Buchmarkts mit diesen kaufmännischen Entscheidungen zu tun, und wohin führt die Strategie, auf Marken statt auf Inhalte zu setzen? Darüber debattieren BestsellerautorInnen, Verlegende und das Netzwerk Autorenrechte.

Janet Clark Foto: Marc Zrenner © Loewe Verlag GmbH

Janet Clark
Foto: Marc Zrenner © Loewe Verlag GmbH

Teilnehmer und Teilnehmerinnen:

  • Nina George (Bestsellerautorin, Präsidentin des European Writers‘ Council, Mitglied des deutschen PEN)
  • Hans-Peter Übleis (ehem. Verleger des Droemer Knaur Verlages, Holtzbrinckgruppe, heute Autoren- und Verlagsberater)

Moderation: Janet Clark (Netzwerk Autorenrechte)

Eine Veranstaltung des Netzwerks Autorenrechte

Informationen zum Gesamtprogramm des deutschen PEN auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse können Sie hier entnehmen.

16.10.2019, 15:30 Uhr – „Das Zweiklassen-Prinzip. Sichtbarkeit von Frauen und Männern im literarischen Rezensionsbetrieb“ – Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Die Initiative #frauenzählen zeigte mit ihrer 2018 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellten Studie gravierende Unterschiede in der Sichtbarkeit von Frauen und Männern im Literaturbetrieb auf: Nur jede dritte Rezension würdigte eine Frau, im Krimigenre sogar nur jede sechste. Männer schreiben überwiegend über Männer, und ihnen steht ein deutlich größerer Raum für Kritiken zur Verfügung.

Janet Clark Foto: Marc Zrenner © Loewe Verlag GmbH

Janet Clark
Foto: Marc Zrenner © Loewe Verlag GmbH

Gefühlt scheint sich im letzten Jahr etwas getan zu haben. Auf der Longlist für den diesjährigen Deutschen Buchpreis stehen erstmals mehr Frauen als Männer, und Programme, die überwiegend Autoren veröffentlichen, müssen sich öffentlicher Kritik stellen. Die Branche zeigt sich zumindest mündlich selbstkritisch. Doch finden derzeit tatsächlich strukturelle Veränderungen statt – und wo verstärken sich Roll-Backs? Darüber diskutieren die #frauenzählen-Forschungsteam-Mitglieder Janet Clark und Carlos Collado Seidel mit der Kritik-Szene.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Janet Clark (Schriftstellerin, Netzwerk Autorenrechte)
  • N.N. (Deutsches Feuilleton)
Carlos Collado Seidel Foto: © Goethe-Institut Madrid

Carlos Collado Seidel
Foto: © David Sirvent

Moderation: Carlos Collado Seidel (Historiker an der Universität Marburg, ehem. Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland)

Anschließend Gespräch mit Interessierten in der Frankfurt Authors Signing Area, 16.00-16.30 Uhr

Eine Veranstaltung des Netzwerks Autorenrechte

Informationen zum Gesamtprogramm des deutschen PEN auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse können Sie hier entnehmen.

16.10.2019 - 20.10.2019 – Das PEN-Zentrum Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.1 D 92

Ist die Meinungsfreiheit in Spanien in Gefahr? Wie steht es um Eritrea? Was bedeutet das Exil für Schriftstellerinnen und Schriftsteller weltweit und wie können wir bedrohte Kolleginnen und Kollegen wirkungsvoll unterstützen? Diesen und vielen weiteren Fragen stellen sich unsere Gäste, Mitglieder und Writers in Exile (WiE)-Stipendiatinnen und -Stipendiaten auf der Frankfurter Buchmesse (16.-20.10.).

Sie finden den PEN-Stand in Halle 4.1, Stand D 92, wo wir Sie gerne über das Writers in Exile-Programm und die Writers-in-Prison-Arbeit informieren.

Bitte beachten Sie folgende Termine:

Podiumsdiskussion „Meinungsfreiheit und Pluralismus in Spanien in Gefahr?“ des Instituto Cervantes Frankfurt und des PEN-Zentrums Deutschland

Almudena Grandes
Foto: © Ivan Giménez / Tusquets Editores

Im Konflikt um Katalonien wird die Einschränkung der Meinungsfreiheit beklagt. Die Songpassage eines Rappers führte zu einer Haftstrafe. Ebenso Tweets, die sich über einen Mord im Jahr 1973 lustig machten. Der Europäische Gerichtshof verwarf ein Urteil wegen Majestätsbeleidigung. Feminismus wird von Rechts massiv diffamiert. Steht das Land vor einer Entwicklung wie jenen in Ungarn und Polen?

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Donnerstag, 17.10.,13.30 Uhr
Mit: Almudena Grandes (spanische Schriftstellerin), Annette Prosinger (Textchefin der Welt am Sonntag), Carlos Collado Seidel (Historiker an der Universität Marburg, ehem. Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland)

Lesung und Gespräch „Leben aus dem Koffer“

Şehbal Şenyurt Arınlı ist eine türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin, Journalistin und seit 2017 Writers-in-Exile Stipendiatin des deutschen PEN. Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Die seit 2017 in Deutschland lebende türkische Dokumentarfilmerin und Menschenrechtsaktivistin Şehbal Şenyurt Arınlı liest aus ihren Tagebüchern aus dem Nürnberger Exil. Darin schildert Arınlı die existentielle Verlorenheit in der Fremde, die Sehnsucht nach der ihr nun versperrten Heimat und die mühevollen Versuche, Ordnung in die aus den Fugen geratene Existenz zu bringen. In der Türkei hatte sich Arınlı als Berichterstatterin und Produzentin für internationale Fernsehsender insbesondere auf die Belange der kurdischen und anderer Minderheiten sowie auf geschichtliche und soziale Fragen konzentriert. Aufgrund ihres politischen Engagements und ihrer Verbindungen zu kurdischen Medien war sie 2017 festgenommen worden, und konnte nur durch einen Zufall nach Deutschland ausreisen, wo sie heute als Stipendiatin im Writers-in-Exile Programm des deutschen PEN lebt und arbeitet.

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeit: Freitag, 18.10., 13 Uhr
Mit: Şehbal Şenyurt Arınlı (Journalistin und WiE-Stipendiatin)
Moderation: Heinrich Peuckmann (PEN-Generalsekretär)

Lesung und Gespräch „Meditationen nach dem Mord“

Aleksei Bobrovnikov
Foto: Stefanie Silber

Der ukrainische Autor und Investigativjournalist Aleksei Bobrovnikov liest aus verschiedenen Texten, in denen er seine Recherchen über Korruption, Schmuggel und Geldwäsche in den umkämpften Gebieten der Ostukraine literarisch aufarbeitet. In dieser „Grey Zone“, so auch der Titel seines Dokumentarromans, hatte Bobrovnikov 2015 die Beteiligung hochrangiger ukrainischer Militärs an Schmuggelgeschäften mit russischen Militärangehörigen und Separatisten aufgedeckt und musste nach dem Tod mehrerer seiner Informanten und auch ihm gegenüber öffentlich ausgesprochenen Morddrohungen die Ukraine 2016 fluchtartig verlassen. Seit Februar 2018 lebt er als Stipendiat des Writers-in-Exile Programms des deutschen PEN in München.

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeit: Samstag, 19.10., 12 Uhr
Mit: Aleksei Bobrovnikov (Investigativjournalist und WiE- Stipendiat)
Moderation: Leander Sukov (Vizepräsident und Writers in Exile-Beauftragter des deutschen PEN)

Weitere Veranstaltungen unter Beteiligung des PEN

Podiumsdiskussion „Bestseller verzweifelt gesucht. Hauptsache, die Zahlen stimmen? Wie sich der deutsche Literaturbetrieb selbst zensiert“ des Netzwerks Autorenrechte (NAR)

Der Buchmarkt am finanziellen Tropf von Hyperbestsellern: Steht die schriftstellerische Vielfalt vor dem Ende?

Ort: Frankfurt Authors Stage (Halle 3.0 K 15)
Zeit: Mittwoch, 16.10., 13.30 Uhr
Mit: Nina George (Bestsellerautorin, Präsidentin des European Writers‘ Council und Mitglied des deutschen PEN), Hans-Peter Übleis (ehem. Verleger des Droemer Knaur Verlages, Holtzbrinckgruppe, heute Autoren- und  Verlagsberater)
Moderation: Janet Clark (Netzwerk Autorenrechte)

Podiumsdiskussion „Das Zweiklassen-Prinzip. Sichtbarkeit von Frauen und Männern im literarischen Rezensionsbetrieb“ des Netzwerks Autorenrechte (NAR)

#frauenzählen bewies 2018: Männer dominieren den Rezensionsbetrieb. Was hat sich seitdem getan?

Ort: Frankfurt Authors Stage (Halle 3.0 K 15)
Zeit: Mittwoch, 16.10., 15.30 Uhr
Mit: Janet Clark (Schriftstellerin, Netzwerk Autorenrechte), N.N. (Deutsches Feuilleton)
Moderation: Carlos Collado Seidel (Historiker an der Universität Marburg, ehem. Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland)

Anschließend Gespräch mit Interessierten in der Frankfurt Authors Signing Area, 16-16.30 Uhr

Archivbild Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Mahnwache Free the Words! Mit Regenschirmen für Meinungsfreiheit“

Während in Hongkong und weltweit Menschen für Freiheitsrechte kämpfen, ist der schwedisch-hongkonger Autor, Verleger und Buchhändler Gui Minhai seit vier Jahren willkürlich in China in Haft. Unter dem Motto #FreeGuiMinhai #FreeHongKong #FreeTheWords rufen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Partner dazu auf, Solidarität zu zeigen und mit aufgespanntem Regenschirm, dem Symbol der Hongkonger Freiheitsbewegung, ein Zeichen für Meinungsfreiheit zu setzen.

Ort: Agora
Zeit: Donnerstag, 17.10., 13.30 Uhr
Mit: Jennifer Clement (Präsidentin des PEN International), Lam Wing Kee (Hongkonger Buchhändler und Dissident im taiwanesischen Exil), Alexander Skipis (Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels), Liao Yiwu (chinesischer Autor im Exil und Friedenspreisträger)

Gespräch „Geschichte schreiben“ des Litprom e.V. in Kooperation mit dem Frankfurt Pavilion – Frankfurter Buchmesse

Hermann Kesten-Preisträgerin Gioconda Belli Foto: © PEN-Zentrum Deutschland e. V.

Gioconda Belli
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland e. V.

In Zeiten politischen Wandels verbreiten sich fake news und mit dem Aufstieg sozialer Netzwerke verliert die vierte Gewalt ihren Stellenwert. Nahezu jeder verkauft seine eigene Geschichte und nicht wenige schaffen es, ihre Stimmenzahl dadurch zu erhöhen. Geschichte wird neu geschrieben. Die Zahl der Zeitzeugen nimmt ab und die neuen Generationen verlieren den Kontakt zu echten Referenzen. Welche Rolle spielen Autorinnen und Autoren in diesem Zusammenhang?  Inwieweit werden sie als Chronistinnen und Chronisten verstanden? Wer ist ihr Zielpublikum?

Ort: Frankfurt Pavilion (Agora)
Zeit: Donnerstag, 17.10., 14 Uhr
Mit: María Cecilia Barbetta (Autorin), Gioconda Belli (Autorin, Hermann Kesten-Preisträgerin des deutschen PEN 2018 und Präsidentin des PEN Nicaragua), María José Ferrada (Autorin), Luiz Ruffato (Autor)
Moderation: Lutz Kliche (Nicaragua-Experte, Übersetzer und Mitglied des deutschen PEN)

Podiumsdiskussion „Meinungsfreiheit und Solidarität: Wie können wir Betroffene von Zensur oder Verfolgung wirksam unterstützen?“ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. und der Allianz-Kulturstiftung

Türkei-Korrespondent der WeltN24-Gruppe Deniz Yücel
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Ort: Frankfurt Pavilion (Agora)
Zeit: Freitag, 18.10., 10 Uhr
Mit: Jennifer Clement (Präsidentin des PEN International), Alexander Skipis (Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels), Deniz Yücel (Journalist und  Publizist)
Moderation: Esra Kücük (Geschäftsführerin der Allianz-Kulturstiftung)

 

 

Podiumsdiskussion „Populismus versus Demokratie – was ist los in Lateinamerika?“ des Litprom e.V.

Schriftstellerinnen und Schriftsteller diskutieren die aktuellen Entwicklungen in Lateinamerika

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeit: Samstag, 19.10., 14.30 Uhr
Mit: Gioconda Belli (Autorin, Hermann Kesten-Preisträgerin des deutschen PEN 2018 und Präsidentin des PEN Nicaragua), Carlos Franz (Journalist und Schriftsteller), Lutz Kliche (Nicaragua-Experte, Übersetzer und Mitglied des deutschen PEN), Luiz Ruffato (Schriftsteller)

Präsentation von Oleg Senzows Buch „Leben“ (deutsche Übersetzung)

Regula Venske Foto: © Michael Zapf

Regula Venske
Foto: © Michael Zapf

Ort: Stand des PEN Ukraine (Halle 5.0 C 129)
Zeit: Samstag, 19.10., 13 Uhr
Mit: Oleg Senzow (Autor und Filmemacher), Christiane Körner (Übersetzerin), Andrej Kurkow (Präsident des PEN Ukraine), Regula Venske (Präsidentin des deutschen PEN), Sebastian Wolter (Verleger des Verlages Voland & Quist)

 

 

Podiumsdiskussion „Perspektive Hoffnung? Zur Situation der Menschenrechte in Eritrea“ des PEN-Clubs Österreich

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)

Yirgalem Fisseha Mebrahtu Foto: Stefanie Silber


Zeit: Sonntag, 20.10., 10:30 Uhr
Mit: Yirgalem Fisseha Mebrahtu (Lyrikerin, Schriftstellerin und Journalistin, 2009-2015 inhaftiert, WiE-Stipendiatin), Bethlehem Isaak (Tochter Dawit Isaaks), Wolfgang Martin Roth (Writers-In-Prison-Beauftragter des PEN-Clubs Österreich), Björn Tunbäck (schwedischer Radio- und Fernsehjournalist, Menschenrechtsaktivist)
Moderation: Ralf Nestmeyer (Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des deutschen PEN)

07.11.2019, 19 Uhr – Verleihung des Hermann Kesten-Preises 2019 im Staatstheater Darmstadt

Philippe Lançon
© Annette Hauschild/Ostkreuz

Mit ungebrochenem Willen für die Meinungsfreiheit: Der französische Journalist und Schriftsteller Philippe Lançon erhält den Hermann Kesten-Preis 2019 des PEN-Zentrums Deutschland. Laudatorin ist die Journalistin Julia Encke. Anna Engel (HR) moderiert den Abend, den Yorck Kronenberg musikalisch umrahmt.

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung stellt.

Eröffnung durch:

  • Ayse Asar, Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
  • Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt
  • Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland

Lesung aus „Le Lambeau“ auf Deutsch mit Béla Milan Uhrlau

Gespräch zwischen:

  • Philippe Lançon
  • Julia Encke
  • Ralf Nestmeyer, Writers in Prison-Beauftragter und Vize-Präsident des PEN-Zentrums

Der Eintritt ist frei.

Einlass: 18 Uhr

Philippe Lançon hat den terroristischen Anschlag auf Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar 2015 schwer verletzt überlebt. In seinem unlängst auch in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Der Fetzen“ wendet er sich gegen Zensur als „paranoide Form der Kritik“ und schreibt als Überlebender über den Anschlag: „Wir waren den effizientesten Zensoren zum Opfer gefallen, denen, die alles ausradieren, ohne eine einzige Zeile gelesen zu haben.“

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/

Bisherige Preisträger

1985 Bischof Helmut Frentz · 1987 Kathleen von Simson · 1989 Angelika Mechtel ·
1991 Christa Bremer · 1993 Johannes Mario Simmel · 1994 Carola Stern ·
1995 Günter Grass ·1996 Victor Pfaff · 1997 SAID · 1998 Hermann Schulz ·
1999 Alexander Tkatschenko ·2000 Nenad Popovic · 2001 Harold Pinter ·
2002 Sumaya Farhat-Naser und Gila Svirsky ·2003 Anna Politkovskaja ·
2004 Bunt statt Braun Anklam e.V. · 2005 Journaliste en danger (JED) ·
2006 Leonie Ossowski · 2007 Agos · 2008 Memorial · 2009 Baltasar Garzón ·
2010 Liu Xiaobo ·2011 Mohamed Hashem · 2012 Iryna Khalip ·
2013 Index on Censorship · 2014 Wolfgang Kaleck ·2015 Madjid Mohit ·
2016 Can Dündar & Erdem Gül · 2017 Thomas B. Schumann · 2018 Gioconda Belli