PEN: Beispiele, woran es Intellektuellenvereinigungen mangelt

„An­scheinend werden wir in Vereinen von archaischen Instinkten überwältigt.“

Foto: Amrei-Marie – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, www.commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61978256

PEN-Mitglied Petra Morsbach skizziert in ihrem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung drei Modellbeispiele dafür, woran es ihrer Ansicht nach deutschen Intellektuellenvereinigungen im Hinblick auf die derzeitigen Auseinandersetzungen um den PEN mangelt.

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19.06.2022, 19 Uhr – Verleihung des WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreises 2022 im Schauspiel Frankfurt

Foto: Helmut Lunghammer

Die belarusische Autorin und Writers in Exile-Stipendiatin Volha Hapeyeva wird für ihren Text „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ mit dem WORTMELDUNGEN Ulrike Crespo Literaturpreis 2022 ausgezeichnet. Die Laudatio hält der Soziologe Sighard Neckel

Tickets sind direkt über das Schauspiel Frankfurt erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Schauspiel Frankfurt.

Im Rahmen der Preisverleihung diskutiert Moderatorin Ariane Binder mit Volha Hapeyeva sowie dem Philosophen Philipp Hübl, dem Autor Hasnain Kazim und der Traumatherapeutin Marianne Rauwald über das Thema Sprache der Macht – Macht der Sprache: Was können Worte in Zeiten der Krise bewegen?

30.06.2022, 19 Uhr – Ukraine & Beyond – Literarische Reise ins Exil unserer Zeit im Körber Forum in Hamburg

Anise Jafarimehr stammt aus Iran, Nazli Karabıyıkoğlu aus der Türkei. Heute leben die Schriftstellerinnen im Exil in Deutschland.In einer Art Speeddating stellt die Körber Stiftung Ihnen die Writers in Exile-Stipendiatinnen des PEN und die Themen ihrer Werke vor: den Verlust von Familie und Freunde, den politischen Kampf gegen Unterdrückung und für die Freiheit.

Nazli Karabıyıkoğlu
Foto: Nazli Yildirim

Die Autorin und Aktivistin Nazli Karabıyıkoğlu half bei der Gründung der #MeToo-Bewegung innerhalb der türkischen Verlagsindustrie und deckte sexuelle Belästigung, Vergewaltigungskultur und Mobbing innerhalb der türkischen Literaturszene auf. Aufgrund dieser Recherchen und Artikel über die fortdauernden sexuellen Übergriffe, der sie und ihre Kolleginnen ausgesetzt waren, und der Texte, die sie über dieses Thema veröffentlichte, wurde sie von der Verlagsgemeinschaft ausgeschlossen.

Anise Jafarimehr
Foto: Privat

 

Die iranische Schriftstellerin, Sprachlehrerin und Kulturaktivistin Anise Jafarimehr wurde aufgrund ihrer schriftstellerischen Tätigkeit und politischen Arbeit zur Erhaltung der kurdischen Sprache und Kultur von iranischen Sicherheitskräften verfolgt. Die kritische Aktivistin wurde bereits mehrfach verhaftet und sah sich physischer sowie psychischer Gewalt ausgesetzt.

Anmeldung ab 16. Juni auf der Seite der Körber Stiftung

Eine Veranstaltung der Körber Stiftung in Kooperation mit dem Writers-in-Exile-Programm des PEN-Zentrum Deutschland.

„Sprache fasziniert mich seit meiner Kindheit“

Foto: Helmut Lunghammer

Im hr2-kultur-Interview spricht die belarusische Autorin und PEN-Stipendiatin Volha Hapeyeva über Unterdrückung von Kunst und Poesie in Diktaturen sowie ihr Leben im Exil.

In ihrer Arbeit widmet sich Volha Hapeyeva den politischen Verhältnissen in ihrem Heimatland und geriet durch ihre regierungskritische Sicht schnell ins Visier des Geheimdienstes KGB. Seit Mai 2021 ist sie Stipendiatin des Writers in Exile-Programms.
Am 19.6.2022 der Wortmeldungen-Literaturpreis für ihren Text „Die Verteidigung der Poesie in Zeiten dauernden Exils“ im Schauspiel Frankfurt verliehen.

Writers in Exile-Beauftragte Astrid Vehstedt auf ICORN-Generalversammlung in Danzig

Foto: Jens Schumann

Gegenwärtig vertritt die Writers-in-Exile Beauftragte Astrid Vehstedt auf der ICORN (International Cities of Refuge Network) General Assembly in Danzig und überreichte der Bürgermeisterin von Danzig, Frau Alexandra Dulkiewicz, bei dieser Gelegenheit ein Exemplar der Anthologie unserer Writers in Exile SchriftstellerInnen „in der nie endenden bernsteinfarbenen nacht“.

Weitere Informationen zur diesjährigen ICORN-Generalversammlung

© Kursbuch Kulturstiftung

 

 

Die PEN-Anthologie „In der nie endenden bernsteinfarbenen Nacht“ versammelt Beiträge von Schriftstellerinnen und Schriftstellern des Writers-in-Exile Programms, die aus dem Irak, aus Syrien und China, aus Russland und Afghanistan, aus der Ukraine und Kuba und aus vielen anderen Ländern nach Deutschland fliehen mussten.

 

 

 

07.06.2022, 19:30 Uhr – Lesung mit Yirgalem Fisseha Mebrahtu im Bellevue di Monaco in München

Das Bellevue di Monaco lädt ein zu einer Lesung mit der eritreischen Autorin und ehemaligen Writers in Exile-Stipendiatin Yirgalem Mebrahtu.

Moderation: Fridolin Schley

Yirgalem Mebrahtu und Fridolin Schley lesen aus unterschiedlichen Texten der Autorin, darunter Lyrik sowie essayistische Erinnerungen Yirgalem Mebrahtus an deren Gefangenschaft. Lesung und Gespräch finden im Wechsel auf Deutsch, Englisch und Tigrinisch statt.

Yirgalem Fisseha Mebrahtu (Foto: © Stefanie Silber)

Yirgalem Fisseha Mebrahtu
*1981 in Eritrea, ist Autorin und Lyrikerin sowie Mitbegründerin des renommierten Literary Club of Adi-khey. Seit der Zulassung privater Zeitungen publizierte sie in verschiedenen eritreischen Medien. Ab 2003 arbeitete sie als Moderatorin und Produzentin bei Radio Bana. Von 2009 bis 2015 wurde sie im Mai-serwa Militärgefängnis festgehalten, wo sie wiederholt gefoltert wurde. 2016 wurde sie erneut inhaftiert – als Strafe für den Versuch, Eritrea zu verlassen. Seit 2018 lebt sie in München, bis 2021 als Stipendiatin des PEN Writers in Exile-Programms. 2019 erhielt Yirgalem Fisseha Mebrahtu den Freedom of Speech and Expression Award des PEN-Zentrums Eritrea. Im selben Jahr veröffentlichte sie den Gedichtband “ኣለኹ” auf Tigrinya.

Fridolin Schley
Foto: Juliane Brückner

Fridolin Schley
1976 in München geboren, debütierte Fridolin Schley literarisch 2001 mit dem Roman Verloren, mein Vater. Es folgten Veröffentlichungen in den Bereichen Prosa, Essay und Literaturwissenschaft. Zuletzt erschien der Roman Die Verteidigung, für den er 2021 mit dem Tukan-Preis der Stadt München ausgezeichnet wurde. 2016 mitbegründete Fridolin Schley Meet your neighbours, eine Veranstaltungsreihe mit geflüchteten Künstler*innen. Seit 2022 bildet er zusammen mit Yirgalem Fisseha Mebrahtu ein Tandem bei ‚Weiter Schreiben‘ einem Projekt des Aktionsbündnisses ‚Wir machen das‘: www.weiterschreiben.jetzt/kuenstlerinnen/autorinnen/yirgalem-fisseha-mebrahtu/

Eintritt:

8€ (empfohlen)
6€ (ermäßigt)
0€ (Sozial)

Der Erlös kommt Bellevue di Monaco zugute (Die Bellevue Bildungs-Bäckerei).

Informationen und Anmeldemöglichkeiten auf der Webseite des Bellevue di Monaco

Friedrich Christian Delius (1943-2022)

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied Friedrich Christian Delius. Lesen Sie hier einen Nachruf von Andreas Rumler:

Ein Chronist der Bundesrepublik

Eingangs begegnete Friedrich Christian Delius Kollegen bei Interviews häufig fast hanseatisch spröde, schüchtern und scheu, taute aber auf, sobald die Fragen seine neuen Werke betrafen oder Aufgaben und Verantwortung von Literatur und Autoren. Besonders interessant fand er die Tatsache, dass ich auch für die Kölner Sender Deutsche Welle und Deutschlandfunk unterwegs war, er dadurch ein überregionales Publikum erreichen konnte. Natürlich verschmähte er nicht den WDR, im Auftrag des leider verstorbenen großartigen Kollegen Hanns Grössel kamen wir zusammen. Launig quittierte er nach intensiven Gesprächen die Begegnungen mit Widmungen seiner Werke, gleichermaßen freundschaftlich wie witzig zu lesen.

Geboren an auch meinem Geburtstag, einem 13. Februar, allerdings einige Jahre vor mir 1943 im sonnigen Rom, berührte uns gleichermaßen, dass die Nachrichten uns ständig daran erinnerten: Dieser Termin war kontaminiert, überschattet vom Bombardement Dresdens kurz vor Kriegsende 1945. Es war kein Zufall, dass wir darauf zu sprechen kamen, hatte er doch die Not der Nachkriegszeit noch viel stärker als ich zu spüren bekommen. Und sie beeinflusste sein Schreiben.

Einen großen Teil seiner Jugend verbrachte er im hessischen Wehrda und wandte sich zum Studium 1963 nach Berlin. Wohl an keinem anderen Ort ließ sich die Frontstellung im Kalten Krieg so hautnah erleben wie dort. Einen großen Teil seiner Werke macht die Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte aus. Ihren besonderen Reiz gewinnen diese Texte, weil er oft einen ganz persönlichen, privaten Zugang wählt, durch die Hintertür subjektiver Einblicke Bedeutungsebenen bloßlegt und erschließt, die sich im Allgemeinen der Darstellung entziehen.

Allerdings kam er als Autor alles andere als scheu oder schüchtern daher, sondern trat 1972 gleich auf – nach anderen Werken – mit einem Paukenschlag in Gestalt eines recht schmalen Bändchens von rund 100 Seiten unter dem harmlos klingenden Titel „Unsere Siemens-Welt“. Diese Pseudo-Festschrift begeisterte mich als Schüler und vermittelte uns mehr über den Charakter der Marktwirtschaft und zwar im Deutsch-Unterricht, als es unsere Politik- oder Geschichts-Lehrer je vermocht hätten. Insgeheim mögen sie ihn beneidet haben.

Nazi-Verstrickungen durch Absprachen mit der verbrecherischen Obrigkeit, Ausbeutung von Zwangsarbeitern, Kartell-Bildung mit der Konkurrenz, Waffenlieferungen im ersten Weltkrieg auch an die Gegner, fragwürdige Arbeitsbedingungen und ein recht eigener Umgang mit Gewerkschaften – all das präsentierte Delius charmant mit dem Augenzwinkern des vorgeblichen Fest-Schrift-Stellers: Satire vom Feinsten. Scheinbare Identifikation durch verbale Formeln: All die „Wir“ und „Unsere“ müssen die Verantwortlichen bei Siemens wie Peitschenhiebe getroffen haben.

Wie zu erwarten, vermochte der Konzern Delius‘ Humor nicht zu goutieren, sondern begann einen Jahre dauernden Prozess. „Damals nahm mich der PEN auf und stand mir bei, zwar nicht mit Geld für die hohen Prozesskosten – allein die Flüge von Berlin nach Stuttgart und zurück verschlangen in Mauerzeiten viel Geld –, aber der PEN war die moralische Rückenstärkung,“ schrieb Delius später.

Noch 1972 erschien eine „Prozeß-Ausgabe“ mit geschwärzten Stellen – „so gewinnt immer der verbleibende Rest an Bedeutung … die Ungeheuerlichkeiten der gereinigten Ausgabe sind nun gewissermaßen legalisiert“ befand Arnfried Astel. Im Anhang ließ sich dank des dokumentierten Urteils nachlesen, welche und erschreckender noch: wie wenige der Fakten wirklich strittig waren. Entlarvend ist auch der Kommentar eines Anwalts von Siemens, das Buch sei „ein Dolchstoß in den Rücken des friedlichen deutschen Volkes“.

Walter Jens triumphierte: „Ein Siemens-Konzern, der vor Gericht gehen muss, bestätigt die Wirksamkeit von Literatur“. Aktuell und relevant bleibt diese Festschrift, so lange die marktwirtschaftlichen Verhältnisse sich nicht ändern. Frauen, die in Leichtlohngruppen eingestuft werden, obwohl sie die gleiche Arbeit verrichten wie ihre männlichen Kollegen, rechnen sich – für den Konzern: „Unterm Strich blieben uns dadurch allein 1970 etwa 36 Mio DM.“ Diesen Band zeichnen alle Qualitäten aus, die ihn als Schul-Lektüre empfehlen, bis heute.

Marktwirtschaft und Kapitalismus begleitete er kritisch, dachte dabei global: „Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich.“ Auch mit der Kirche legte der Pfarrerssohn sich engagiert an. Die Erzählung „Die linke Hand des Papstes“ und seine Streitschrift „Warum Luther die Reformation versemmelt hat“ rechnen mit vergleichbarem Furor wie in seiner grandiosen Siemens-Festschrift mit den Organisationen beider Konfessionen ab.

In mehr als 20 Sprachen wurden seine Werke übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Auf Fontanes Spuren thematisierte er die Wiedervereinigung: „Die Birnen von Ribbeck“. Gern wählte er eine ganz persönliche Perspektive, blickte autobiografisch inspiriert auf Deutschland und die Welt wie in: „Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde“ und „Bildnis der Mutter als junge Frau“. An einem sonnigen Tag im Januar 1943 begleitet er sie in dieser Erzählung noch vor seiner Geburt auf einem Spaziergang durch Rom. Der Vater ist überraschend an die afrikanische Front versetzt worden, dass er zurückkehren wird, kann sie nur hoffen.

Nach einem halben Jahrhundert, von dem er die letzten 25 Jahre „in passiver Mitgliedschaft“ verbrachte, wie er selbst formulierte, ist Friedrich Christian Delius wenige Tage vor seinem Tod aus dem PEN ausgetreten. Bleiben wird sein facettenreiches Werk, das auch späteren Generationen helfen wird, Deutschlands Entwicklung nach der Befreiung 1945 zu verstehen. Nicht zu Unrecht haben Leser und Medien ihn als „Chronist der Bundesrepublik“ gefeiert.

PEN-Übergangspräsidium legt Ämter fest und bereitet Neustart vor

Pressemitteilung, Darmstadt, 23.5.2022. Das neue Interimspräsidium des deutschen PEN hat Ämter und Arbeitsbereiche seiner Präsidiumsmitglieder festgelegt.

Die einzelnen Präsidiumsmitglieder sind bereit, folgende Funktionen zu übernehmen (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Mitglieder):

Claudia Guderian: Generalsekretärin
Leander Sukov: Schatzmeister
Cornelia Zetzsche: Writers-in-Prison
Astrid Vehstedt: Writers-in-Exile

Das Präsidium ist intern übereingekommen, so zu verfahren, als gäbe es eine gemeinsame Leitung. Sie besteht aus Maxi Obexer und Josef Haslinger. Das Interimspräsidium schlägt vor, die Satzung kurzfristig im notwendigen Fristenrahmen so zu ändern, dass Führungsduos auch durch die Satzung möglich werden und nicht nur über die interne Geschäftsordnung des Präsidiums.

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637; Fax.: 06151/293414
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

03.06.2022, 17:30 Uhr – Flucht – eine Menschheitsgeschichte: Kreative Impulse und Austausch zu Flucht und Fluchtursachen – Reflexionen

Flucht ist Menschheitsgeschichte und betrifft uns gestern wie heute. Wir laden mit dem Themenabend „Flucht – eine Menschheitsgeschichte“ dazu ein, mit uns gemeinsam über die aktuelle Situation von geflüchteten Menschen und deren Umgang zu sprechen. Die Beiträge von Künstlerinnen, Journalisten und Autorinnen, die von ihrer Odyssee berichten, geben uns Impulse um in die Thematik einzutauchen. Sie sprechen über Unterdrückung, Verfolgung und Flucht und wie sie dies überstanden haben. Auf Grundlage dieser persönlichen Einblicke diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie mit der aktuellen Situation, aber auch mit der Flüchtlingspolitik insgesamt umgegangen werden soll. Wie gehen wir mit Geflüchteten und den Ursachen von Flucht um? Bekämpfen wir Schutzsuchende oder versuchen wir, die Fluchtursachen zu beseitigen, damit alle Menschen in ihrer Heimat, im Land ihrer Vorfahren verwurzelt leben können? Welche Rollen hierbei die Medien spielen und die Politik, die beispielsweise nicht in hasserfüllte und rassistische Berichterstattung eingreift, wird ebenso thematisiert. Gemeinsam beleuchten wir die aktuelle Situation in der EU und der Ukraine. Welche Parallelen und Unterschiede zeigen sich im medialen, gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Geflüchteten seit 2015? Im Anschluss der Gastbeiträge eröffnen wir die Diskussionsrunde für einen gemeinsamen Dialog.

 

In Kooperation mit: Sozialwerk Mose e.V. – Ubuntu / Writers-in-Exile –  PEN-Zentrum Deutschland e.V.   / FIM – Frauenrecht ist Menschenrecht e.V., Nepali Samaj e.V.

Stimmen aus dem Exil in Gotha

Die Jahreshauptversammlung des deutschen PEN-Zentrums bot in Gotha die Gelegenheit für literarische Lichtblicke. Aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem Writers in Exile Programm und des Elsbeth-Wolffheim-Stipendien-Programms lasen an verschiedenen Orten in Gotha aus ihren Werken.

Unter ihnen Baktash Siawash (Afghanistan), Artur Klinau (Belarus), Pezhman Golchin (Iran), Umar Abdul Nasser (Irak), Anise Jafarimehr, Jiyar Jahan Fard und Farhad Jahanbeigi (Iran), Anzhelina Polonskaya (Russland), Stella Gaitano (Südsudan), Yassin Al-Haj Saleh und Kholoud Charaf (Syrien), Najet Adouani (Tunesien). Nazlı Karabıyıkoğlu, Aslı Erdoğan und Barbaros Altuğ (Türkei), Kakwenza Rukirabashaija und Stella Nyanzi (Uganda).

Impressionen

Writers in Exile-Stipendiatinnen und –Stipendiaten in Gotha
V. l. n. r.: Jiyar Jahanfard, Anise Jafarimehr, Stella Gaitano, Kholoud Charaf, Kakwenza Rukirabashaija, Umar Abdul Nasser, Nazli Karabıyıkoğlu, Yassin Al-Haj Saleh und Stella Nyanzi Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Aslı Erdoğan und Barbaros Altuğ lasen aus ihren Werken im Schloss Friedenstein. Die deutschen Texte trug Clarissa Haenn (re.) vor.
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Im Gothaer Kunstforum las Kholoud Charaf. Die Lyrikerin Sabine Göttel (li.) trug die deutsche Übersetzung der Texte vor.
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Farhad Jahanbeigi, Jiyar Jahan Fard, Anise Jafarimehr und Sabine Göttel während der Lesung bei der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Der syrische Schriftsteller, Regimekritiker und Writers in Exile-Stipendiat Yassin Al-Haj Saleh im Gespräch mit Carlissa Haenn in der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen.
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

 

 

Das Writers-in-Exile-Programm wird gefördert von: