10.05.2019, 20 Uhr – PEN-Jahrestagung in Chemnitz: „Woher kommen die Stürme, die die Welt verändern?“ (Stefan Heym)

Bora Ćosić Foto: © Bogenberger

Bora Ćosić
Foto: © Bogenberger

Seit 2008 ehrt die Stadt Chemnitz im Gedenken an den Sohn und Ehrenbürger der Stadt, Stefan Heym, zeitkritische und couragierte Persönlichkeiten, die als Schriftsteller und/oder Publizisten herausragende und nachhaltig wirkende Leistungen erbracht haben. Im Gespräch mit Moderatorin Cornelia Zetzsche (BR) lesen und diskutieren die Preisträger Bora Ćosić (2011) und Christoph Hein (2013).

Musik: Helmut Joe Sachse
Dolmetschen: Elvira Veselinović
Lesung der deutschen Texte: Ulrike Euen und Christian Ruth

Christoph Hein
Foto: © Simone Ahrend, sah-photo                      

Anmeldung wird erbeten bis zum 28. April 2019 unter info [at] pen-deutschland [dot] de.

Im Rahmen seiner Jahrestagung und Mitgliederversammlung vom 9. bis 12. Mai 2019 bietet der PEN ein vielseitiges politisches und literarisches Programm, das unter www.bit.ly/2ulUMEr abgerufen werden kann.

 

 

 

12.05.2019, 11 Uhr – PEN-Jahrestagung in Chemnitz: Lyrik-Matinee „Heimat heimatlos“

Kerstin Preiwuß Foto: © Reiner Mnich

Kerstin Preiwuß
Foto: © Reiner Mnich

Die Lyrikerinnen Róža Domašcyna und Kerstin Preiwuß sowie die Lyriker Richard Pietraß und SAID werden sich in Lesung und Gespräch über ihre Erfahrung von Fremdheit und Heimat austauschen. Wie verändert die Fremde das Bild der Heimat? Wie kann man sich poetisch diesen beiden Begriffe annähern? Und nicht zuletzt: Welche Rolle spielt Sprache als Ort des Beheimatetseins? Moderiert wird die Veranstaltung von Ronya Othmann.

Der Eintritt ist frei. 

Róža Domašcyna Foto: © privat

Róža Domašcyna
Foto: © privat         

Anmeldung wird erbeten bis zum 28. April 2019 unter info [at] pen-deutschland [dot] de.

Teilnehmende

Die Lyrikerin und Romanautorin Kerstin Preiwuß wurde 1980 in Lübz (Mecklenburg) geboren und lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Leipzig. Sie erhielt u. a. den Mondseer Lyrikpreis und den Lyrikpreis Meran. Zuletzt erschienen von ihr der Gedichtband Gespür für Licht sowie der Roman Nach Onkalo, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war.

Dichter SAID
Foto: Heinz Albert Staubitz

Róža Domašcyna wurde 1951 in Zerna (Oberlausitz) geboren und lebt heute in Bautzen. Sie ist eine sorbische Lyrikerin und Übersetzerin. Róža Domašcyna ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und erhielt u.a. den Anna Seghers-Preis sowie den Sächsischen Literaturpreis. Zuletzt erschien von ihr der Gedichtband Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt.

Richard Pietraß Foto: © Patrice Pavis

Richard Pietraß
Foto: © Patrice Pavis

Der 1947 in Teheran geborene und im deutschen Exil beheimatete Dichter SAID wurde für sein schriftstellerisches Werk mehrfach ausgezeichnet. Von 2000 bis 2002 war er Präsident des PEN-Zentrums Deutschland. Zuletzt erschien sein Gedichtband vom wort zum haus.

Richard Pietraß wurde 1946 in Liechtenstein (Sachsen) geboren. Er ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und wurde u.a. mit dem Erwin-Strittmatter-Preis geehrt. Pietraß lebt und arbeitet in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm Amerikanische Grillen. Pennsylvanisches Tagebuch sowie der Gedichtband Nuit Ailée. Beflügelte Nacht.

Im Rahmen seiner Jahrestagung und Mitgliederversammlung vom 9. bis 12. Mai 2019 bietet der PEN ein vielseitiges politisches und literarisches Programm, das unter www.bit.ly/2ulUMEr abgerufen werden kann.

 

09.05.2019, 20 Uhr – PEN-Jahrestagung in Chemnitz: Was ist aus der Revolution geworden? Nicaragua, Venezuela und Kuba im Fokus.

Erik Arellana Bautista Foto Benjamin Thieme

Erik Arellana Bautista
Foto: © Benjamin Thieme

Nicaragua, Venezuela und Kuba sind Beispiele für die „versteinerte Revolution“ und die politischen Probleme Mittelamerikas. In allen drei Ländern haben sich Diktaturen etabliert, durch deren restriktive Politik Migrationsbewegungen ausgelöst wurden, die wiederum dramatische Auswirkungen auf die Nachbarländer (Costa Rica, Kolumbien, Ecuador, Brasilien) haben und zur Destabilisierung der Region beitragen.

Michi Strausfeld Foto: © Hartwig Klappert

Michi Strausfeld
Foto: © Hartwig Klappert

Im Gespräch mit den Autoren Amir Valle (Kuba) und Erik Arellana Bautista (Kolumbien) sowie dem Nicaragua-Kenner Lutz Kliche erörtert die Lektorin und Lateinamerikaexpertin Michi Strausfeld die politische Situation in den jeweiligen Ländern, anschließend erläutert sie selbst die sich zu spitzenden Verhältnisse in Venezuela.

Amir Valle Foto: © Daniel Rodríguez

Amir Valle
Foto: © Daniel Rodríguez

Die USA sind das sich immer mehr abschottende Wunschziel, das andererseits durch seine politische Einflussnahme und seine Wirtschaftspolitik diese Situation in Mittelamerika nicht nur herbeigeführt, sondern mit seiner Grenzpolitik zusätzlich verschärft hat. Jeanette Erazo Heufelder, eine Dokumentarfilmerin und Autorin, berichtet über die aktuelle Situation an der Grenze zwischen Mexiko und Amerika.

Jeanette Erazo Heufelder
Foto: © Jeanette Erazo Heufelder

 

Anmeldung wird erbeten bis zum 28. April 2019 unter info [at] pen-deutschland [dot] de.

Lutz Kliche
Foto: © Christian Stüben, Wuppertal

Im Rahmen seiner Jahrestagung und Mitgliederversammlung vom 9. bis 12. Mai 2019 bietet der PEN ein vielseitiges politisches und literarisches Programm, das unter www.bit.ly/2ulUMEr abgerufen werden kann.

 

 

 

01.04.2019, 18 Uhr – Aktuell zur Ukraine: Die Wahlen und die Not der Medien – Forum im PresseClub München

Der Print- und Fernsehjournalist Aleksei Bobrovnikov wurde 1979 in Kiew (Ukraine) geboren. Er veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und Essays in verschiedenen ukrainischen Verlagen und Wochenmagazinen. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Aleksei Bobrovnikov
Foto: Stefanie Silber

Der ukrainische Autor und investigative Journalist Aleksei Bobrovnikov spricht mit Helga Montag, Vorstandsmitglied von Journalisten helfen Journalisten e. V., über die zunehmend bedrohliche Lage der Medien in der Ukraine. Bobrovnikov entlarvte durch seine Recherchen Verbindungen zwischen einem Schmugglerring und dem ukrainischen Militär. Daraufhin erhielt er öffentlich Todesdrohungen und sah sich gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Seit Februar 2018 ist er Stipendiat des Writers-in-Exile Programms des deutschen PEN.

Das Gespräch findet zu einem hochaktuellen Zeitpunkt statt: Am Tag davor wählt die Ukraine einen neuen Staatspräsidenten, die Parlamentswahl folgt im Herbst. Aleksei Bobrovnikov gibt erste Einschätzungen zum Wahltag und zu dem medialen Umfeld in seinem Heimatland.

Info: Das Gespräch findet in englischer und deutscher Sprache statt.

Eine Veranstaltung des PresseClubs München e.V.  und Journalisten helfen Journalisten e. V.

Weiterführende Informationen können Sie der Internetseite des PresseClubs München e.V. entnehmen.

Das PEN-Zentrum Deutschland und PEN Nicaragua intensivieren ihre Partnerschaft vor dem Hintergrund der dramatischen politischen Lage in Nicaragua

Presseeinladung, Darmstadt, 15. März 2019

Das PEN-Zentrum Deutschland und PEN Nicaragua intensivieren ihre Partnerschaft vor dem Hintergrund der dramatischen politischen Lage in Nicaragua

Vor dem Hintergrund der dramatischen Entwicklung im mittelamerikanischen Land verstärkt der deutsche PEN seine langjährige Verbindung mit PEN Nicaragua. Aus diesem Anlass laden wir auf der Leipziger Buchmesse ein zu einem Gespräch mit Medienvertretern im Beisein der international renommierten Autorin und Präsidentin des nicaraguanischen PEN, Gioconda Belli.

Ort: Messestand des deutschen PEN, Halle 4, Stand C 212
Zeit: Donnerstag, 21. März, 10.00 – 10.45 Uhr

Die Partnerschaft steht vor dem Hintergrund der schweren Unruhen im mittelamerikanischen Land, die seit April 2018 über fünfhundert Menschen das Leben gekostet haben. Die Proteste richten sich gegen die autokratische Herrschaft von Daniel Ortega und die fortschreitende Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit. PEN Nicaragua und das PEN-Zentrum Deutschland treten uneingeschränkt für die Wahrung der Meinungsfreiheit als eines der höchsten Güter demokratischer Gesellschaftsordnungen ein und sind bestürzt über die politische Entwicklung in Nicaragua.

PEN Nicaragua und der deutsche PEN beabsichtigen zudem, den literarischen Austausch zwischen ihren Zentren zu intensivieren. Nicaragua hat eine außerordentlich lebendige Literaturszene mit herausragenden Autorinnen und Autoren. So erhielt Sergio Ramírez 2017 den Cervantespreis, die bedeutendste literarische Auszeichnung im spanischsprachigen Raum. Gioconda Belli ist international vielfach geehrt worden und ist Hermann Kesten-Preisträgerin 2018, eine Auszeichnung, die der deutsche PEN im Sinne der Charta von PEN International für den Einsatz für die Freiheit des Wortes verleiht.

Außerdem laden wir ein zum Podiumsgespräch, das der Generalsekretär des deutschen PEN, Carlos Collado Seidel, mit Gioconda Belli über die aktuelle Lage und den politischen Einfluss der Literatur in Nicaragua führen wird.

Ort: Forum Literatur und Hörbuch, Halle 3, Stand B 501
Zeit: Donnerstag, 21. März, 13.30 – 14 Uhr

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: presse [at] pen-deutschland [dot] de

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.