Der deutsche PEN auf der Bonner Buchmesse Migration

Was ist Heimat?“ fragte die 13. Bonner Buchmesse Migration und stellte Menschen vor, die ihre Heimat verlassen mussten. Das PEN-Zentrum Deutschland berichtete über seine Unterstützung verfolgter Kollegen und ließ sie zu Wort kommen.

„Wer zählt die Völker, nennt die Namen, die gastlich hier zusammenkamen?“ war man mit Schiller versucht zu fragen angesichts der bereits 13. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte auf der Museumsmeile – in diesem Jahr vom 4. bis zum 6. November. Dabei handelt es sich um eine Erfolgsgeschichte, die sich in mehr als 20 Jahren ständig fortentwickelt hat und wachsenden Zuspruchs erfreut.

Das liegt an dem breit angelegten Konzept, wie die Organisatoren berichten: „Überall – in wissenschaftlichen Institutionen, sozialen Vereinen und bürgerschaftlichen Initiativen, als Autoren in Verlagen oder als einzelne Ehrenamtliche – engagieren sich Menschen in den bewegten Themenfeldern Migration, Flucht und interkulturelles Zusammenleben. Seit 1998 bündelt dieses weitverzweigte, dezentrale Netzwerk alle zwei Jahre seine Aktivitäten und zeigt sie vier Tage lang auf der Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte. Jede dieser Messen nimmt Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und Ereignissen.“

Stella Gaitano (li.) mit Writers in Exile Projektmitarbeiterin Isabella Stadler

Damit wird hier in Bonn drei Tage lang ein Forum geboten, auf dem unterschiedliche Menschen, die dieses Thema interessiert als Betroffene oder Betreuer, als Autoren oder hilfsbereite Bürger, ins Gespräch kommen können und sich austauschen. Es war ergreifend zu beobachten, wie hier Gesprächspartner zueinander fanden, die ein gemeinsames Schicksal verbindet, weil sie ihre Heimat verlassen mussten, um Leben und Freiheit zu retten. Einige kannten sich aus ihren Herkunftsländern und konnten einander berichten, wie es daheim aussieht, wie es Freunden und der Familie geht. Genau das soll hier in zwangloser Runde möglich sein: „Menschen aus allen Kulturen über Migration und demographischen Wandel zu informieren und ins Gespräch zu bringen.“

Seit Jahren ist das PEN-Zentrum Deutschland aktiv im Einsatz zur Verteidigung des Freien Worts und in seiner Arbeit zur Unterstützung bedrohter und verfolgter Kollegen. Deshalb waren der PEN mit einem Stand vertreten und informierte über unsere Tätigkeit. Geleistet wird sie ehrenamtlich von Mitgliedern und dem engagierten Team der Geschäftsstelle in Darmstadt. Speziell unsere beiden Vize-Präsidentinnen, Astrid Vehstedt als Writers-in-Exile-Beauftragte sowie Cornelia Zetzsche als Writers in Prison Beauftragte, investieren einen großen Teil ihrer Zeit und Kraft für die Hilfe verfolgter Kolleginnen und Kollegen. Kerstin Martini und Isabella Stadler, beide in Darmstadt mit diesen Aufgaben betraut, beantworteten am Stand Fragen und berichteten Besuchern, wie Hilfe für bedrohte und verfolgte Menschen möglich wird.

V. l. n. r.: Marzieh Nasiri, Pezhman Golchin und Farhad Jahanbeigi

Höhepunkte der Bonner Migrationsmesse waren wieder die Diskussionen, Lesungen und Vorträge von Betroffenen. So lasen die beiden Schriftsteller und Journalisten Farhad Jahanbeigi und Pezhman Golchin aus dem Iran, beide als Stipendiaten hier im Exil, aus ihren Werken und diskutierten anschließend über die aktuelle Situation in ihrer Heimat. Unter dem Slogan „Frau, Leben Freiheit“ gehen im Iran Menschen auf die Straße, demonstrieren und riskieren ihr Leben. Es wird scharf geschossen. Informationen über die aktuelle Lage sind rar und nicht zu überprüfen. So haben unsere Stipendiaten große Sorgen um Leben und Gesundheit ihrer Familien und ihrer Freunde. Wegen ihres politischen Engagements mussten sie fliehen. Spontan übersetzte Frau Marzieh Nasiri aus dem Iran fast simultan die Vorträge und anschließend Antworten zu Fragen aus dem Publikum. Unter dem Titel „Auf der Flucht in der Heimat sein“ las die südsudanesische Schriftstellerin Stella Gaitano aus ihrem noch unveröffentlichten Roman, Isabella Stadler trug die deutsche Übersetzung vor.

So bitter die Themen Migration und Flucht sind – Mut macht diese Messe und gibt auch denjenigen Kraft und Energie, die selbst unter solchen Bedingungen leiden oder mit ihnen konfrontiert sind. Möglich wurde dieser belebende Effekt, weil das Programm sich eben nicht nur in deprimierender Bestandsaufnahme erschöpfte, sondern Wege wies, der Misere Paroli zu bieten, aktiv zu werden. Neben den Lesungen und Gesprächen kamen musikalische Darbietungen nicht zu kurz wie etwa das Abschlusskonzert des „Kültürklüngel Orkestar“ am Sonntag.

Den besonderen Charme dieser großartigen kleinen Buch-Messe zum Thema Migration, in diesem Jahr unter der Fragestellung „Was ist Heimat?“, macht ihr fast familiärer Charakter aus. Verlage präsentierten ihre Titel an den Ständen, Amnesty International informierte über seine Arbeit und warb um Unterschriften für Petitionen, verschiedene Gruppen berichteten und stellten ihre Angebote vor. Ausgerichtet wird die Messe zum zweiten Mal als Kooperationsprojekt der EMFA/Integrationsagentur für Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Bonn und der Region.

In ihrem Grußwort sagte Reem Alabali-Radovan, als Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration hatte sie die Schirmherrschaft übernommen: „Eine Heimat zu haben, ist nicht selbstverständlich. Zum Beispiel sind noch nie so viele Menschen weltweit auf der Flucht gewesen wie heute.“ Gerade deshalb sei es wichtig, Ihnen Sicherheit und Geborgenheit zu gewähren.

So schlimm es ist, dass weltweit Menschen verfolgt werden und aus ihrer Heimat fliehen müssen, gut ist, dass sich in den Ländern der freien Welt immer wieder Menschen finden, die ihnen zu helfen bereit sind. Sie versuchen Vertriebenen Angebote zu machen, einen Zugang zu ihrer neuen Heimat zu finden. Und ungeheuer wichtig ist, dass alle Beteiligten sich über ihre Arbeit austauschen können. Wie etwa auf diesem großartigen Forum hier in Bonn.

Der PEN-Stand wurde betreut von Kerstin Martini und Isabella Stadler

 

Ein Bericht von PEN-Präsidiumsmitglied Andreas Rumler

04.11.2022 - 06.11.2022 – Bonner Buchmesse: „Was ist Heimat?“

Vom 4 bis 6. November 2022 findet unter dem Motto „Was ist Heimat?“ die 13. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland statt.

PEN Deutschland informiert am eigenen Stand über das Writers-in-Exile-Programm und bereichert das Programm mit Lesungen und Diskussionen unter Beteiligung von Exilautorinnen und Exilautoren aus dem Iran und Südsudan am Samstag von 13 Uhr bis 14:30 Uhr:

Unter dem Titel „Auf der Flucht in der Heimat sein“ liest die südsudanesische Schriftstellerin Stella Gaitano aus ihrem noch unveröffentlichten Buch. Anschließend lesen Farhad Jahanbeigi und Pezhman Golchin aus dem Iran aus ihren Werken und diskutieren anschließend über die aktuelle Situation im Iran.

Der iranische Lyriker, Journalist und Sprachvermittler Farhad Jahanbeigi wurde 1980 im Iran geboren. Er wurde wegen seiner literarischen, journalistischen, sozialen und politischen Aktivitäten wiederholt von iranischen Sicherheitsbehörden festgenommen und inhaftiert. Eine Sammlung kurdischer und persischer Gedichte sowie andere Manuskripte wurden 2015 bei einer Razzia in seinem Haus beschlagnahmt und konnten im Iran nie veröffentlicht werden. Seit April 2022 ist Farhad Jahanbeigi Stipendiat des Writers in Exile-Programms des deutschen PEN-Zentrums.

Pezhman Golchin ist Schriftsteller, Journalist und Aktivist aus dem Iran und aktuell Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Wissenschaftsstadt Darmstadt.

Stella Gaitano ist eine bekannte südsudanesische Schriftstellerin und Aktivistin. Ihre Arbeiten konzentrieren sich auf die Auswirkungen des Krieges, die systematische sozio-politische Ungerechtigkeit gegenüber der marginalisierten sudanesischen Bevölkerung und entlarven die politischen und ideologischen Gründe für das Anzetteln von Kriegen und Gräueltaten. Seit Juli 2022 ist Stella Gaitano Stipendiatin des Writers in Exile-Programms.

Die Bonner Buchmesse Migration findet statt unter der Schirmherrschaft von Reem Alabali-Radovan, Staatsministerin beim Bundeskanzler und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, und bietet ein vielfältiges Programm mit Lesungen, Gesprächen, Film und Musik. 

 

06.11.2022, 15:00 Uhr – Lesung der Writers-in-Exile-Stipendiatin Evgenija Spaschenko in Kamen

Unter dem Titel „Ich war fremd und ihr habt mich beherbergt“ lädt der ProMensch Kamen e.V. ein zu Lesungen mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Writers-in-Exile-Programms.

Am 6. November 2022 liest die ukrainische Schriftstellerin Evgenija Spaschenko im Johannes-Buxtorfhaus Südkamen in Begleitung von Astrid Vehstedt, Vizepräsidentin des deutschen PEN und Writers-in-Exile-Beauftragte, und musikalischer Begleitung.

Am 13. November 2022 lesen die Exilautorin Kholoud Charaf, Dichterin aus Syrien, und die Schriftstellerin Petra Reski.

Veranstalter: ProMensch e.V. Kamen

 

04.11.2022 - 06.11.2022 – Writers-in-Exile beim SCHAMROCK-Festival der Dichterinnen in München

Vom 4. bis 6. November 2022 findet die 6. Internationale Poetry Biennale in München statt. Das Schamrock-Festival der Dichterinnen lädt ein zu Lesungen, Performances, Crossover- und Übersetzungsprojekten, Workshops, internationalen Kooperationen und Podiumsgesprächen.

Das Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN Zentrums ist mit zahlreichen Veranstaltungen, aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten vertreten:

Samstag, 5. November 2022

15:00 Uhr: Volha Hapeyeva (Belarus, Video)

21:30 Uhr: Focus PEN – Writers in Exile I: Stella Nyanzi (Uganda), Yirgalem Fisseha Mebrahtu (Eritrea)

Sonntag, 6. November 2022: 

14:00 Uhr: Matinée Where Are We Now? mit Lisa Jeschke, Barbara Yurtdas (Gedok), Stella Nyanci, Judith Pfeifer, Christine Yohannes, Astrid Vehstedt (PEN), Moderation Kalle Aldis Laar

15:00 Uhr: Fokus PEN – Writers in Exile II: Najet Adouani (Tunesien), Kholoud Charaf (Syrien), Şehbal Şenyurt Arınlı (Türkei), Vera Botterbusch (München, Moderation)

Veranstalter: Schamrock e. V.

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Der Fall Waheed Bektash

Eine erfolgreiche Evakuierung und kein Happy End: Der Schriftsteller Waheed Bektash und seine Familie aus Afghanistan müssen München verlassen.

Pressemitteilung, Darmstadt, 2. November 2022. Ende letzten, Anfang dieses Jahres gelang es, in einer großartigen Kooperation von PEN International, deutschem PEN, Auswärtigem Amt, Bundesinnenministerium, BKM, GIZ, Ausländerbehörden und „Luftbrücke Kabul“, zehn gefährdete PEN-Mitglieder und ihre Familien, etwa 100 Personen insgesamt, aus Afghanistan nach Deutschland zu evakuieren und über das Bundesgebiet zu verteilen. In allen Bundesländern bekamen die Schriftsteller*innen Wohnungen zugewiesen, nur in Bayern landeten sie in Lagern.

Dastgir Farhood, ein junger Dichter, Mitglied des PEN Afghanistan und des PEN Deutschland, ist mit Frau und Kind in der Flüchtlingsunterkunft in Geretsried unter-gebracht, in einem Raum von etwa acht qm für drei Personen zwischen Holzwänden, dazu eine Küche, eine Dusche für circa zwanzig Familien, die Toilette wochenlang kaputt.

Akut ist der Fall von Waheed Bektash: Der bekannte Lyriker, Journalist, Gründer einer News Agentur, Mitglied des PEN Afghanistan und des PEN Deutschland, wohnte bis jetzt in Freiham. Heute musste er das Lager verlassen und mit seiner Familie in die knapp 60 km entfernte Flüchtlingsunterkunft in Langenbach wechseln, wie er dort hinkommt, bleibt ihm überlassen.

Als Gründe für die Entscheidung schreibt die Regierung von Mittelfranken:

  1. Bei einer routinemäßigen Kontrolle wurden in seinem Zimmer Bierdosen gefunden – Alkoholkonsum ist im Lager verboten;
  2. Im Zimmer der Kinder fand sich ein Teppich, der zuvor unbeanstandet bei anderen Bewohnern lag. Gleichwohl heißt es im Schreiben der Regierung an Waheed Bektash: „Das Aufstellen von zusätzlichem Mobiliar, wie Teppiche, sind grundsätzlich nicht gestattet, da der Brandschutz durch sie nicht mehr gewährleistet werden kann. Zudem lag auch keine Genehmigung der Verwaltungsleitung vor“.
  3. Waheed Bektash hat sich nicht an den Putzplan gehalten.

Festgestellt wurde das alles bei mehrfachen unangekündigten Kontrollen der Verwalterin, begleitet von ihren Drohungen – im Namen der Regierung! –, die Familie nach Afghanistan zurückzuschicken.

Am 21. Oktober kam eine Abmahnung, der eine Vertreterin der Diakonie im Namen der Familie widersprach.

Am 31. Oktober kam der Bescheid, dass die Familie am 2. November nach Langenbach umziehen muss – binnen zwei Tagen!

Warum diese Eile? Ein Zufall, dass dies über einen Feiertag geschieht, an dem weder die Hausverwaltung noch die Behörden erreichbar sind?

„We have been disrespected physically and emotionally“, „They destroy our future“, schreibt Waheed Bektash in verzweifelten Briefen.

Als Kritiker des Regimes ist Waheed Bektash den Taliban entkommen. Die Familie ist traumatisiert, hat eine monatelange Flucht hinter sich und darf hier nicht ankommen. Die Menschen kämpfen mit einer neuen Umgebung, einer fremden Sprache, dem Verlust ihrer Arbeit, ihres Zuhauses, ihrer Freunde, und sie sorgen sich um ihre Familie in Afghanistan. Die Kinder und die Schwester, gerade eben integriert in den Schulen, werden nach wenigen Monaten aus allem herausgerissen und müssen in Langenbach wieder von vorn beginnen. Sie sehen die Möglichkeiten für Geflüchtete aus der Ukraine, sie möchten lernen, eine Ausbildung machen, etwas leisten, für diese Gesellschaft. Sie haben ideale Vorstellungen von Demokratie in Deutschland. Stattdessen erleben sie beschämende, entwürdigende Drohungen und überzogene Maßnahmen einer offensichtlich überforderten Heimleitung.

Der PEN Deutschland protestiert aufs Schärfste gegen diesen Umgang mit seinen Mitgliedern, mit Geflüchteten überhaupt, und fordert die Einhaltung der Menschenrechte, was gerade auch im weltoffenen Bayern eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Im Namen des deutschen PEN-Zentrums

Cornelia Zetzsche
Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

15.11.2022, 19 Uhr – Kesten-Preis 2022 an Meena Kandasamy im Staatstheater Darmstadt und im Stream

Hermann-Kesten-(Förder-)Preisverleihung am Writers in Prison Day

Mit Meena Kandasamy und Büchner-Preisträgerin Felicitas Hoppe (Laudatio), Annika Reich, Dima Albitar Kalaji und Friedenspreisträgerin Aleida Assmann

Meena Kandasamy
Foto: © Varun Vasudevan

Pressemitteilung, Darmstadt, 26. Oktober 2022. Die Auszeichnung des PEN-Zentrums Deutschland, gestiftet vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, geht in diesem Jahr an die streitbare Dichterin Meena Kandasamy aus Indien. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Mit dem Hermann Kesten-Förderpreis wird das Portal „WeiterSchreiben.jetzt“ für Literat*innen aus Kriegs- und Krisengebieten geehrt.

Felicitas Hoppe, Schriftstellerin und Reisende mit Indien-Erfahrung, spricht über das Werk der südindischen Dichterin, Übersetzerin, Herausgeberin und Aktivistin Meena Kandasamy. Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann ehrt das Tandem-Projekt „WeiterSchreiben.jetzt“.

Zwei hochkarätige Musiker versprechen eine ungewöhnliche musikalische Begleitung: Stava Soianov, Trompete, vom legendären Ensemble Modern und Andrés Rosales, Gitarre/ Tiple von Bridges – Musik verbindet.

Die Verleihung der Preise findet am 15. November um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt.

Der Eintritt ist frei.

Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin des deutschen PEN-Zentrums: „Meena Kandasamy ist eine furchtlose Kämpferin für Demokratie und Menschenrechte, für das freie Wort und gegen die Unterdrückung von Landlosen, Minderheiten und Dalit in Indien; keine ‚Ms Angenehm‘, eher eine ‚Ms Militancy‘, wie eines ihrer Bücher heißt. Mit Empathie, analytischer Schärfe und literarischem Furor fährt sie durch patriarchale, feudale Strukturen und benennt in Reden und Schriften Gewalt gegen Frauen, Folgen eines ungezügelten Kapitalismus und ein Massaker an Bauern in Südindien.“

1984 in Chennai (damals Madras)/ Tamil Nadu wurde Meena Kandasamy geboren. Die Eltern waren Akademiker, aber als Angehörige niederer Kasten der Diffamierung und Benachteiligung ausgesetzt, sie engagierten sich gegen das Kastensystem. Das hat die Tochter geprägt. Ihre Romane erzählen von politisch-historischen und zugleich höchst aktuellen Ereignissen. Mit „Ayaankali“ übersetzte sie den oppositionellen Aktivisten und Dalit-Führer Thirumavalan aus Tamil Nadu ins Englische, später auch tamilische Dichterinnen, die – wie sie – gegen die Unterdrückung von Frauen, gegen Ausbeutung, gegen Klasse, Kaste und Rassismus kämpfen.

Unerschrocken tritt Meena Kandasamy für Schriftsteller-Kolleg*innen ein, ob für den 81jährigen großen Telugu-Dichter Varvara Rao, der einen Anschlag gegen Premier Narendra Modi geplant haben soll, oder für den Gelehrten, Schriftsteller und Menschenrechtler G.N. Saibaba, der wegen angeblicher Nähe zu Marxisten seit 2015 mehrmals inhaftiert, immer wieder vom Supreme Court Indiens freigesprochen, aber 2017 erneut zu lebenslanger Haft verurteilt wurde – trotz des Protests der Vereinten Nationen. Zusammen mit Arundhati Roy stellte Meena Kandasamy im Mai 2022 G.N. Saibabas neuen Gedichtband vor, der im Gefängnis entstand. Schon das ist in Indien heute eine mutige Demonstration.

Meena Kandasamy ist eine wortgewandte Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausgeberin der englischsprachigen Zeitschrift „The Dalit“, Feministin und Aktivistin für Rede- und Pressefreiheit. Lange wohnte sie in London, jetzt lebt sie wieder in Indien, dessen hindunationalistischer Regierungschef und seine Partei (BJP) die Gesellschaft zutiefst spalten. Entsprechenden Anfeindungen ist sie ausgesetzt. Auf Deutsch gibt es ihre Bücher bei CulturBooks und Wunderhorn: „Schläge. Ein Porträt der Autorin als junge Ehefrau“ (2020), „Reis und Asche“ (2016),

Für ihren Kampf um Demokratie und Menschenrechte, für das freie Wort und gegen die Unterdrückung von Schriftstellerkolleg*innen, Akademiker wie Landlose, Minderheiten und Dalit in Indien, erhält Meena Kandasamy den Hermann Kesten-Preis 2022.

„WeiterSchreiben.jetzt“ ist eine literarische Plattform für Autor*innen aus Kriegs- und Krisengebieten, die in Deutschland Zuflucht fanden, hier eine Perspektive suchen und weiter schreiben und gelesen werden wollen. In Tandems mit deutschsprachigen Kolleg*Innen veröffentlichen sie Lyrik, Prosa, Briefwechsel und ein Hörbuch, organisieren Begegnungen und Veranstaltungen. Gegründet wurde die Initiative 2017, künstlerisch geleitet wird es von der Autorin Annika Reich. Längst ist das weit verzweigte Netzwerk auch in Österreich, Polen, der Schweiz und „Mondial“ aktiv, mit über 120 Autor*innen. Entstanden sind ein Printmagazin, ein Podcast, ein Hörbuch und eine Anthologie mit dem Titel „Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt“.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalistinnen einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo, Can Dündar, Gioconda Belli sowie Philippe Lançon. Erstmals im Jahr 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. 2022 hob das Ministerium seine Förderung für den Preis auf 20.000 Euro an.

Seit 2015 wird zusätzlich alle zwei Jahre der Hermann Kesten-Förderpreis vergeben, der vor allem die Arbeit von Institutionen und Vereinen würdigt, die sich für inhaftierte Autoren eingesetzt haben. Das Preisgeld stiftet ebenfalls das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Bisherige Preisträger waren Gefangenes Wort e.V, Translate for Justice sowie Direkt36 und Mada Masr. 2022 stieg die Preissumme des Hermann Kesten-Förderpreises von 3.000 auf 5.000 Euro.

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Der PEN Podcast: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Amir Cheheltan aus Teheran

Neue Episode des PEN Podcast: Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Amir Cheheltan aus Teheran

„Mein Volk ist verwundet, und diese Wunde blutet“, sagt Amir Hassan Cheheltan, einer der bekanntesten Schriftsteller des Iran, dessen Roman auch auf Deutsch zu lesen sind. Auf der Suche nach Informationen über Dichterin Atefeh Charmahalian, die, wie so viele, verhaftet wurde, erreichte Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums Amir Cheheltan in Teheran.

Der PEN Podcast
Starke Stimmen. Aktuelle Themen.
Autoren und Schriftstellerinnen aus aller Welt.
Und das freie Wort.

09.12.2022 – „Flagge für Literaten gezeigt“ – PEN Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse 2022

„Die vielen Begegnungen mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern sowie mit Interessierten an unserer Arbeit waren für unser Team in der Geschäftsstelle und uns Präsidiumsmitglieder sehr motivierend“, bilanzierte der neue Generalsekretär des PEN Deutschland, Michael Landgraf die Tage auf der Frankfurter Buchmesse.

Das Team rund um Kerstin Martini, Jürgen Strasser, Isabella Stadler und Ellen Hay hatte den Stand des deutschen PEN-Zentrums vorbereitet und über die Tage betreut. Als Blickfang diente gleich das Plakat der diesjährigen Hermann-Kesten-Preisträgerin Meena Kandasamy, die am 15. November geehrt wird. Eine streitbare Dichterin aus Südindien, die sich verfolgte Kollegen einsetzt und die es unbedingt auch hierzulande zu entdecken gilt.

Das Programm Writers-in Exile zeigte sich mit Porträts von Stipendiaten und Stipendiatinnen, für die Vizepräsidentin und Writers-in-Exile Beauftrage Astrid Vehstedt ein Veranstaltungsprogramm entworfen hatte und moderierte: „The Female Uprise in Iran“ etwa mit Anise Jafarimehr und „Halb Vogel bin ich, halb Baum“, neue Gedichte von Umar Abdul Nasser aus dem Irak sowie „Inside Afghanistan“, ein Gespräch mit einem afghanischen Stipendiaten. Beide Veranstaltungen fanden am Stand des Hessischen Literaturrats statt und waren sehr gut besucht. Am Stand von Amnesty International stellte Writers-in-Exile-Stipendiat Barbaros Altug sein neues Buch „Ausländer“ vor und sprach über die aktuelle Situation in der Türkei.

Den erkrankten Präsidenten José F.A.Oliver vertraten am Stand neben dem Generalsekretär auch der Schriftsteller Najem Wali als neues Präsidiumsmitglied, sowie Astrid Vehstedt. Für das Programm Writers-in-Prison wurden, auf Initiative der Writers-in-Prison-Beauftragten Cornelia Zetzsche, Unterschriften für die iranische Dichterin und Aktivistin Atefe Chaharmaharlian gesammelt. Die erkrankte Vizepräsidentin konnte bei einer Veranstaltung der „IG Meinungsfreiheit“ immerhin digital zugeschaltet werden.

Mehrfach besuchten der Präsident des PEN International, Burhan Sönmez, sowie die neu gewählte Generalsekretärin des PEN International, Regula Venske, den Stand. Sie erkundigten sich über die Arbeit der Geschäftsstelle und die Neuausrichtung des PEN Deutschland seit der Wahl des Präsidiums am 13. Oktober 2022.

Hohen Besuch erhielt der PEN Deutschland auch aus Berlin. Eine Stunde nahm sich Staatsministerin Claudia Roth mit ihrem Mitarbeiterstab am Samstag Zeit, um mit einem Stipendiaten des PEN Deutschland am Stand ins Gespräch zu kommen. Bereits am Mittwoch besuchte Dr. Andreas Görgen, Ministerialdirektor beim Bundesministerium für Kultur und Medien, unseren Stand.

„Wir konnten Flagge zeigen für Literatinnen und Literaten, ob sie im Gefängnis sitzen oder bei uns im Exil leben, und das wurde sehr gut angenommen“, freut sich der Generalsekretär. Im nächsten Jahr wird dann auch die literarische Vielfalt der Mitglieder ein Thema und der Stand des PEN-Zentrums in einer anderen Halle zu finden sein.

Afghanischer Journalist und Writers in Exile-Stipendiat im Gespräch mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth am Stand des PEN-Zentrums Deutschland.

v. l. n. r.: Michael Landgraf (Generalsekretär des PEN-Zentrums Deutschland), Regula Venske (Generalsekretärin PEN International), Burhan Sönmez (Präsident PEN International) und Laura Huerga (Präsidentin des katalanischen PEN).

Vorstellung des neuen Lyrikbandes von Umar Abdul Nasser, ehemaliger Writers-in-Exile-Stipendiat, am Stand des Hessischen Literaturrats e.V.

Die Writers-in-Exile-Beauftragte Astrid Vehstedt im Gespräch mit Anise Jafarimehr, aktuelle Writers-in-Exile-Stipendiatin, über die aktuellen Protestbewegungen im Iran.

Kerstin Martini und Jürgen Strasser am Stand des PEN-Zentrums Deutschland e.V.

José F. A. Oliver neuer Präsident des PEN Deutschland

Ergebnisse der PEN-Präsidiumswahlen in Darmstadt

Neues PEN-Präsidium gewählt
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Pressemitteilung, Darmstadt, 13. Oktober 2022. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des deutschen PEN-Zentrums in Darmstadt wurde der Schriftsteller José F. A. Oliver von den PEN-Mitgliedern heute zum Präsidenten gewählt. Er folgt auf Josef Haslinger, der das Amt des Interimspräsidenten im Mai angetreten hatte und sich nicht mehr zur Wahl stellte.

„Wenn mich etwas antreibt ‚Ja‘ zu dieser Präsidentschaft zu sagen, dann ist das die Sehnsucht im Dialog zu bleiben, aber auch wieder zu lernen, zuzuhören, Demut zu üben und vielleicht eine andere, kräftigere Sprache zu finden, die immer in der Sensibilität der Poesie zuhause sein sollte“, so Oliver in seiner Rede vor den Mitgliedern des PEN im Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium.

Neuer Generalsekretär des PEN ist Michael Landgraf. PEN-Vizepräsidentin Cornelia Zetzsche bleibt zuständig für Writers in Prison und PEN-Vizepräsidentin Astrid Vehstedt für Writers in Exile.

Zum neuen Schatzmeister des PEN wurde Ralph Grüneberger gewählt. Ebenfalls neu im Präsidium sind die Beisitzerinnen und Beisitzer Najem Wali, Burkhard Spinnen, Tobias Kiwitt, Gabriele Gillen, Andreas Rumler, Uli Rothfuss und Margit Hähner.

Das eingebundene Pressefoto können Sie für Ihre Berichterstattung unentgeltlich unter Angabe des Copyrights (© PEN-Zentrum Deutschland) verwenden. Auf dem Bild zu sehen sind v. l. n. r. Andreas Rumler, Gabriele Gillen, Tobias Kiwitt, Astrid Vehstedt, Ralph Grüneberger, Najem Wali, Uli Rothfuss, Cornelia Zetzsche, José F. A. Oliver, Michael Landgraf und Margit Hähner; es fehlt im Bild Burkhard Spinnen.

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Die Mitgliederversammlung in Darmstadt wurde gefördert von:

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Der PEN Deutschland auf der Frankfurter Buchmesse (19.-23.10.)

Stimmen des Exils, Lesungen und Diskussionen über die Freiheit des Wortes | PEN-Stand in Halle 4.0 / G82

Pressemitteilung, Darmstadt, 11. Oktober 2022. Zentrales Thema im Messegeschehen bleibt für die Schriftstellervereinigung die Freiheit des Wortes und die in vielen Ländern prekäre Situation von Schriftstellerinnen und Schriftstellern, etwa in Afghanistan. Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem Writers-in-Exile-Programms des deutschen PEN geben Einblick in ihren Alltag in Deutschland sowie die Gründe und Folgen ihrer Flucht aus ihren Heimatländern.

Den Stand des deutschen PEN finden Sie in Halle 4.0 / G82, an dem wir Sie gerne über unser Writers-in-Exile-Programm und die Writers in Prison Arbeit informieren. Darüber hinaus präsentiert die Schriftstellervereinigung dort ihre Foto-Lyrik Ausstellung „weil ich beschlossen habe, mich nie bezwingen zu lassen.“[1] mit Fotografien von Exilautorinnen und –autoren, die mithilfe des PEN Zuflucht in Deutschland gefunden haben.

Interviewwünsche mit Writers-in-Exile-Stipendiaten und Präsidiumsmitgliedern des PEN richten Sie gerne vorab an presse [at] pen-deutschland [dot] de.

Veranstaltungen

WORTMELDUNGEN – Autor:innen mischen sich ein
Lesung

Die WORTMELDUNGEN-Reihe im Verbrecher Verlag auf der Frankfurter Buchmesse

Mit: Volha Hapeyeva (WORTMELDUNGEN-Preisträgerin 2022 und Writers-in-Exile-Stipendiatin des deutschen PEN), Jörg Sundermeier (Verbrecher Verlag), Sandra Poppe (Crespo Foundation)

Wann: Donnerstag, den 20.10.2022, 11 Uhr
Wo: Leseinsel der unabhängigen Verlage, Halle 3.1 / C89
Veranstalter: Verbrecher Verlag GmbH
Weitere Informationen

Frankfurt Podium: Afghanistan aktuell
Interview und Gespräch

Ein Jahr nach dem Fall von Kabul diskutieren Journalistinnen und Journalisten über die aktuelle Situation in Afghanistan.

Mit: Wolfgang Bauer (Journalist bei DIE ZEIT), Waslat Hasrat-Nazimi (deutsch-afghanische Journalistin und Moderatorin), Cornelia Zetzsche (Literaturkritikerin, Kulturjournalistin sowie Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN)

Wann: Freitag, den 21.10., 11 Uhr
Wo: Frankfurt Pavilion (Agora)
Veranstalter: Frankfurter Buchmesse GmbH
Weitere Informationen

Inside Afghanistan
Interview und Gespräch

Afghanischer Journalist/Autor im Gespräch mit Astrid Vehstedt (Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des PEN-Zentrums Deutschland)

Wann: Freitag, den 21.10., 12 – 12.25 Uhr
Wo: Stand des Hessischen Literaturrats e.V., Halle 3.1 / D106

Veranstalter: Literatur in Hessen Gemeinschaftsstand des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V.
Weitere Informationen

Barbaros Altuğ: „Ausländer“. Der neue Roman aus seiner Exiltrilogie
Lesung

Mit: Barbaros Altuğ (Schriftsteller, LGBTQIA+ Aktivist und Writers-in-Exile-Stipendiat) über die vielfältigen Erfahrungen des Lebens im Exil, Heimatlosigkeit und Freundschaft

Wann: Samstag, 22.10., 14 – 16 Uhr
Wo: Buchhandlung Weltenleser (Oeder Weg 40, 60318 Frankfurt) im Rahmen des BOOKFEST city
Weitere Informationen

„Kein Land, nirgends? Flucht aus Deutschland, Flucht nach Deutschland“, erschienen im Dietz Verlag
Lesung und Buchvorstellung (auch im Livestream)

Mit: Sajjad Jahan Fard (iranischer Autor und ehemaliger Writers-in-Exile-Stipendiat des deutschen PEN), Harald Roth (Herausgeber)

Wann: Samstag, 22.10., 17 Uhr
Wo: Gemeinschaftsstand des deutschen PEN und des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di), Halle 4.0 / G82
Veranstalter: PEN-Zentrum Deutschland und des VS

Jin, Jiyan, Azadî: the female uprise in Iran
Lesung und Gespräch (auch im Livestream)

Mit: Anise Jafarimehr (iranische Schriftstellerin und Writers-in-Exile-Stipendiatin des PEN) und Astrid Vehstedt (Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des PEN-Zentrums Deutschland)

Wann: Sonntag, den 23.10., 11 Uhr
Wo: Gemeinschaftsstand des deutschen PEN und des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di), Halle 4.0 / G82
Veranstalter: PEN-Zentrum Deutschland und VS

„Halb Vogel bin ich, halb Baum“
Vorstellung des neuen Lyrikbandes von Umar Abdul Nasser, erschienen bei Schiler & Mücke Verlag

Mit: al-Ani Falleh (stellvertretender Kulturminister und Beauftragter für internationale Angelegenheiten Irak), Umar Abdul Nasser (Dichter, Filmemacher und ehemaliger Writers-in-Exile-Stipendiat des deutschen PEN)

Wann: Sonntag, den 23.10., 13 – 13:25 Uhr
Wo: Stand des Hessischen Literaturrats e.V., Halle 3.1 / D106
Veranstalter: Literatur in Hessen Gemeinschaftsstand des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V.

Weitere Informationen

Barbaros Altuğ: „Ausländer“. Der neue Roman aus seiner Exiltrilogie
Lesung und Gespräch

Mit: Barbaros Altuğ (türkischer Schriftsteller, LGBTQIA+ Aktivist und Writers-in-Exile-Stipendiat), Sven Rauschmann (Amnesty International Frankfurt)

Wann: Sonntag, 23.10, 15 – 16 Uhr
Wo: Amnesty International Bus, Agora
Veranstalter: Amnesty International Deutschland

 

Pressekontakt:
Felix Hille
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[1] Umar Abdul Nasser: „Flüchtling sein“. In: in der nie endenden bernsteinfarbenen nacht. Hamburg: Kursbuch Kulturstiftung (2021), S. 36 (Aus dem Arabischen von Kerstin Wilsch).