Für Frieden im Mittelmeer – Aufruf für Menschenrechte und Demokratie in der Türkei

Pressemitteilung, Darmstadt, 10. September 2020. Das PEN-Zentrum Deutschland, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union dju in ver.di, der Deutsche Journalisten-Verband DJV, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und das KulturForum TürkeiDeutschland unterstützen den Appell der demokratischen Opposition in der Türkei.

101 bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in der Türkei haben einen eindringlichen Appell an die demokratische Opposition veröffentlicht, in dem sie für Demokratie und Menschenrechte eintreten und gleichzeitig die türkische Regierungspartei AKP sowie die Oppositionsparteien kritisieren. Sie appellieren an die demokratische Verantwortung und rufen dazu auf, gemeinsam gegen das Unrechtsregime in der Türkei anzutreten, welches seit Jahren zehntausende Wissenschaftlerinnen, Journalisten, Kunst- und Kulturschaffende einsperrt und verfolgt sowie zahlreiche Krisenherde im Mittelmeerraum befeuert.

Die Unterzeichnenden nennen sich aufgrund ihrer Lebenserfahrung die „101 Weisen“. Sie gehören unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Kreisen an. Ihr Aufruf fand sowohl in der Türkei als auch unter den türkischen Oppositionellen im Ausland ein unerwartet breites Echo.

Unter folgenden Link lassen sich der Appell in deutscher Übersetzung sowie die Liste der Erstunterzeichnerinnen und -unterzeichner in der Türkei herunterladen. Zu ihnen zählen Ahmet Türk, Rakel Dink, Orhan Pamuk und Zülfü Livaneli www.pen-deutschland.de/wp-content/uploads/2020/09/Appell-der-„101-Weisen“-in-der-Türkei_-Liste-Erstunterzeichner.pdf.

Aslı Erdoğan, Writers-in-Exile-Stipendiatin des deutschen PEN, sowie die PEN-Mitglieder Doğan Akhanlı, Kader Konuk, Günter Wallraff und Deniz Yücel gehören zu den Ersten, die außerhalb der Türkei den Aufruf unterzeichnet haben. Informationen des Kulturforums TürkeiDeutschland, wie weitere Personen den Aufruf unterzeichnen können, lassen sich ebenfalls der Anlage entnehmen.

Pressekontakt:

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 23; Mobil: 0157/31382637; Fax.: 06151/293414
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Für die Freiheit des Wortes in Belarus

Das PEN-Zentrum Deutschland und der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller solidarisieren sich mit der Demokratiebewegung in Belarus.

Berlin / Darmstadt, 24. August 2020. Das PEN-Zentrum Deutschland und der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di) fordern Alexander Lukaschenko, den Präsidenten von Belarus, auf, das Strafverfahren gegen den Koordinierungsrat der Opposition zu stoppen und Gespräche mit der Demokratiebewegung zu führen, um einen friedlichen Machtwechsel zu ermöglichen.

Die Europäische Union erkennt das Ergebnis der Präsidentschaftswahl, die am 9. August 2020 endete, nicht an. Wir schließen uns dieser Haltung an. Offensichtlich verlief die Wahl nicht nach demokratischen Standards und die proklamierte Wiederwahl von Präsident Lukaschenko scheint zweifelhaft.

Wir sind mit unseren Herzen und Gedanken bei den abertausenden Menschen, die friedlich auf die Straßen gehen, mit den Streikenden der Staatsbetriebe und mit allen Menschen, die sich Demokratie und Freiheit wünschen, aber nicht auf die Straße trauen. Wir trauern mit ihnen um die Verletzten und Toten, wir verlangen und hoffen mit ihnen, dass die Gefangenen freikommen und die Folterverletzungen wieder verheilen.

Wir begrüßen den von der ins Exil geflüchteten Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja in der vergangenen Woche gegründeten Koordinationsrat, der nach eigenen Angaben eine friedliche Machtübergabe vorbereiten will. Ihm gehören nach unseren Informationen rund 70 Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur an, darunter auch die Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch. Die 72-Jährige hat in diesen Tagen Lukaschenko immer wieder dazu aufgefordert, abzutreten. Im Radio Swobody sagte Alexijewitsch: »Meiner Ansicht nach hat die Staatsmacht der eigenen Nation den Krieg erklärt. Ich habe mit bloßem Auge gesehen, wie sie die Situation zugespitzt hat. Damit meine ich besonders das Verhalten der Sonderpolizei OMON, die auf Autos geschossen hat, auch wenn dort kleine Kinder mitgefahren sind. Friedliche Menschen wurden einfach auf der Straße festgenommen.« (Zitiert nach: www.deutschlandfunk.de/belarus-opposition-gruendet-koordinierungsrat.1783.de.html?dram:article_id=482600). Alexijewitsch war von 2008 bis 2010 Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN-Zentrums.

Am 20. August kündigte der Generalstaatsanwalt in Belarus an, es sei ein Strafverfahren gegen den Koordinierungsrat eingeleitet worden, denn das Gremium gefährde die nationale Sicherheit. Auf solche Vorwürfe stehen in Belarus fünf Jahre Haft.

Der Koordinierungsrat versteht sich jedoch nach eigener Darstellung als Beratungsgremium, das Kontakt zu den Protestierenden hält und die Verhandlungsgruppe unterstützen will, die sich aus Mitgliedern des Wahlstabs und Vertrauenspersonen von Tichanowskaja zusammensetzt. Einziges Ziel dieser Gruppe sei der friedliche Machtwechsel. Tichanowskaja hat ihre Bereitschaft erklärt, das Präsidentenamt in Belarus bis zu schnellen neuen freien Wahlen zu übernehmen.

Wir Schriftsteller*innen von PEN und VS wünschen uns für Belarus eine friedliche Entwicklung, die seinen Bürger*innen Freiheit und demokratische Teilhabe an den Geschicken ihres von ihnen geliebten Landes ermöglicht. Wir treten stets für die Freiheit der Rede ein und wenden uns gegen jegliche Gewalt und Unterdrückung der Meinungsfreiheit und politischen und kulturellen Selbstbestimmung.

Wir unterstützen den Aufruf der Union der Schriftsteller*innen von Belarus (UBW), die Gewalt gegen friedliche Proteste zu stoppen und freie, gerechte und transparente Wahlen in Belarus abzuhalten.

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Für den VS in ver.di
Lena Falkenhagen, Vorsitzende
+49.177.3181425 • lena.falkenhagen [at] schriftstellerverband [dot] org

Für das PEN-Zentrum Deutschland
Felix Hille, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+49.06151.6270823 • f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

Offener Brief von PEN-Präsidentin Regula Venske an das Team des HarbourFront Literaturfestivals

Offener Brief von PEN-Präsidentin Regula Venske an das Team des HarbourFront Literaturfestivals, Petra Bamberger, Nikolaus Hansen und Heinz Lehmann, sowie des Nochtspeichers Hamburg

Pressemitteilung, Darmstadt,10. August 2020 / geänderte Fassung vom 21. September 2020

Liebe Verantwortliche von Nochtspeicher und Harbour Front Literaturfestival,

im Pressestatement des Nochtspeichers zur Ausladung der österreichischen Kabarettistin Lisa Eckhart durch das HarbourFront Festival heißt es: „Wir begrüßen, daß die Ausladung Lisa Eckharts vom Harbour Front Literaturfestival zu einer öffentlichen Debatte führt, diese gesellschaftliche Debatte ist überaus wichtig, um der bedrohlich um sich greifenden ‚Cancel Culture‘ Einhalt zu gebieten. Es ist alarmierend, wenn Künstler unter dem Damoklesschwert der sozialen Ächtung arbeiten oder sogar eine ‚Kontaktschuld‘ durch einen gemeinsamen Auftritt mit einer unliebsamen Person befürchten müssen; wenn Auftritte gesprengt oder gewaltsam verhindert werden.“

Nikolaus Hansen hat darüber hinaus die „verflucht komplexe Gemengelage für alle“, die zu dieser Entscheidung geführt habe, auf DLF Kultur erläutert. Wir kennen und schätzen uns in Hamburg nun schon seit vielen Jahren, und ich weiß, dass Euch die Literatur und die Meinungsfreiheit am Herzen liegen. Wie viele andere aber bin ich ob der Ausladung Lisa Eckharts bestürzt. Das kann und darf nicht die Ultima Ratio in dieser Angelegenheit sein! Ob die Gewalt von rechten oder linken Extremisten, von religiösen Eiferern oder Psychopathen angedroht wird: Wir dürfen uns ihr nicht in vorauseilendem Gehorsam beugen. Es mag sein, dass der Nochtspeicher unter den gegebenen Umständen nicht der geeignete Ort für diese Veranstaltung ist, es mag auch sein, dass man jetzt nicht alle geplanten Tandem-Lesungen verschieben kann. Aber wir haben, zumal in den vergangenen Monaten, gelernt, dass es auch ein Internet gibt und dass man die Kandidatin zum Beispiel per Online-Schalte einbeziehen könnte.

Übrigens geht es auch nicht an, dass sich für einen Preis Nominierte ihre Konkurrenten selbst aussuchen. Wer mit einem Kollegen, einer Kollegin nicht auftreten will, muss selbst zu Hause bleiben und kann nicht dem Veranstalter vorschreiben, mit wem er oder sie zu lesen bereit ist oder wer weiter im Rennen bleiben darf.

Die Beschwichtigung, es handle sich hier nicht um Zensur, Frau Eckhart könne ja an anderen Veranstaltungsorten oder auch im Fernsehen auftreten, greift – pardon, lieber Niko – zu kurz.
Es gibt vielfältige Formen von Zensur, klassisch durch staatliche Obrigkeit, moderner (aber vielleicht nicht einmal das) durch organisierte Kriminalität und/oder politischen Terror, verschärft in beiden Fällen durch die Duldung und Straflosigkeit seitens eines handlungsunfähigen Staates. Und, noch moderner, durch ‚Volksabstimmung‘ im Internet.

Es ist leicht, für die Kunstfreiheit einzutreten, wenn es um nobelpreisverdächtige Literatur geht. Aber gerade auch am Umgang mit populären Kunsterzeugnissen und Kunstformen zeigt sich, wie es um Demokratie und Meinungsfreiheit steht. Sie sind der Testfall, und das Publikum braucht auch sie, um sich in Kritik zu üben und Kategorien der Beurteilung auszubilden.

Wer von den acht Nominierten am Ende mit einem Preis ausgezeichnet wird, entscheidet die Jury, nach Diskussion, so hoffe ich, und nicht im Faustkampf. Und auch das Publikum muss sich mit Argumenten, d.h. mit Worten auseinandersetzen. Gewaltandrohungen zählen nicht dazu. Im Übrigen sind für den Straftatbestand der Volksverhetzung, die manche hier vermuten, unsere Justiz und für jugendgefährdende Medien die Bundesprüfstelle zuständig. Traurig genug, dass an den Rändern unserer Gesellschaft kein Vertrauen in den demokratischen Rechtsstaat besteht. Wir aber sollten ihn verteidigen.

Ich begrüße daher, dass Ihr Lisa Eckhart nunmehr einen Vorschlag unterbreitet habt, wie sie weiter im Wettbewerb um den Klaus-Michael Kühne-Preis bleiben kann, und hoffe, Ihr findet eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Herzlich, Eure
Regula Venske
Präsidentin

Pressekontakt:

Susann Franke

PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 26; Fax.: 06151/293414
E-Mail: s.franke [at] pen-deutschland [dot] de

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

 

 

Belarus: PEN-Zentrum begrüßt die Demokratiebewegung und fordert, dass Gewalt und Einschränkung der Meinungsfreiheit ein Ende haben müssen – Pressemitteilung

Pressemitteilung, Darmstadt, 19. August 2020. Das deutsche PEN-Zentrum ist entsetzt über die brutale Gewalt, mit der der autokratische Präsident von Belarus auf die friedlichen Proteste gegen seine Wiederwahl reagiert hat.

Alexander Lukaschenko, der vor einer Manipulation der offiziellen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen nicht zurückschreckte, präsentiert sich erneut als skrupelloser Despot. Die zahllosen, in den letzten Tagen dokumentierten Gewaltakte gegen friedlich Protestierende, darunter auch schwerste Misshandlungen und Vergewaltigungen, lassen keinen Zweifel, dass Lukaschenko letztlich jedes Mittel recht ist, um sich an der Macht zu halten. Menschenrechte und Meinungsfreiheit haben für den Präsidenten keine Bedeutung.

Jahrzehntelang wurden Schriftsteller, Journalistinnen und Blogger von dem autokratischen Regime unterdrückt und verfolgt. Die wenigen Medien stehen unter staatlicher Kontrolle, Nachrichtenportale wurden blockiert und zuletzt sogar das Internet abgeschaltet, um die Proteste einzudämmen.

Das deutsche PEN-Zentrum zollt der friedlichen Oppositionsbewegung allerhöchsten Respekt. Wir unterstützen die Forderung der Literaturnobelpreisträgerin und ehemaligen Writers-in-Exile-Stipendiatin des deutschen PEN-Zentrums Swetlana Alexijewitsch nach dem sofortigen Rücktritt des belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Die Verantwortlichen für das harte Vorgehen gegen die Demonstranten müssen gerichtlich zur Rechenschafft gezogen, alle politischen Gefangenen freigelassen werden.

Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt nicht nur den belarussischen Schriftstellern und Künstlerinnen, sondern dem gesamten Volk. Das Schicksal von Belarus darf nicht in den Händen eines Autokraten liegen, daher appellieren wir an die Bundesregierung und alle Staaten in der Europäischen Union, die Demokratiebewegung weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen, um so freie, faire und transparente Wahlen in Belarus zu ermöglichen.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Ralf Nestmeyer

Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter

 

Pressekontakt:

Susann Franke

PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/62 708 26; Fax.: 06151/293414
E-Mail: s.franke [at] pen-deutschland [dot] de

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Stellenausschreibung: Projektkoordination Writers in Prison und literarisches Leben

Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.
Mit seinen beiden Programmen Writers in Prison und Writers in Exile unterstützt der deutsche PEN verfolgte Autorinnen und Autoren. Wir suchen eine engagierte Persönlichkeit zur Unterstützung unserer Writers in Prison-Arbeit, für das literarische Leben und allgemeine Vereinstätigkeiten.

Vollzeit
Vergütung analog TVöD EG 10
Unbefristet, Probezeit 6 Monate, Beginn: 1.1.2021

 

Ihre Aufgaben:

  • Unterstützung und Entlastung des Vorstands, insbesondere bei der Vor- und Nachbereitung von Projekten, Korrespondenzen und administrativen Aufgaben
  • Vorbereitung Buchmessen Leipzig und Frankfurt (Writers in Prison)
  • Organisation von Veranstaltungen, Preisverleihungen und den jährlichen Tagungen
  • Organisation von Präsidiums- und Vorstandssitzungen
  • Verantwortung für kleinere Sonderprojekte
  • Selbständige, eigenverantwortliche Abwicklung anfallender Büro- und Verwaltungstätigkeiten, z. B. Antragstellung und Abrechnung von Fördergeldern für die Writers in Prison-Arbeit (WiP)
  • Programmarbeit „Writers in Prison / Writers at Risk“ im Zusammenspiel mit dem Vizepräsidenten ausbauen
  • Allgemeine Vereinsaufgaben

 

Ihre Qualifikation:

  • Sie können ein abgeschlossenes Studium vorweisen oder haben eine Verwaltungsfachausbildung / kaufmännische Ausbildung erfolgreich absolviert
  • Sie verfügen idealerweise über mehrjährige Berufserfahrung in einer ähnlichen Position, bspw. als Vorstands- oder Geschäftsführungsassistenz
  • Sie haben eine ausgeprägte Zahlenaffinität, verfügen über eine schnelle Auffassungsgabe und können sich zügig in komplexe Sachverhalte einarbeiten
  • Sie verfügen über Erfahrungen in der Beantragung und Abrechnung von Drittmitteln/Förderanträgen und im Vergaberecht
  • Sie kennen sich in der Vereins- oder Verbandsarbeit aus
  • Sie haben Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen oder Tagungen
  • Sie zeichnen sich durch eine proaktive, selbständige und strukturierte Arbeitsweise aus und behalten Ihr souveränes Auftreten auch in Stresssituationen
  • Sie verstehen es, auf verschiedenen Ebenen zielgerichtet zu kommunizieren
  • Sie sind ein Teamplayer, bringen ein ausgeprägtes Kommunikationsvermögen mit, sind offen für Neues, konfliktfähig und flexibel
  • Die Menschenrechte liegen Ihnen am Herzen
  • Wünschenswert sind gute Kenntnisse des deutschen Literaturbetriebs
  • Fremdsprachenkenntnisse erwünscht
  • Gender- und Diversitätskompetenz setzen wir voraus

 

Das bieten wir Ihnen:

  • Anspruchsvolle und vielseitige Tätigkeit in einer renommierten Schriftstellervereinigung mit internationalen Kontakten
  • Von der Idee und Planung bis zur konkreten Umsetzung von Initiativen, Veranstaltungen und Projekten für das freie Wort sind Sie involviert und erfahren unmittelbar, wenn Ihr Einsatz für bedrohte Autorinnen und Autoren erfolgreich ist
  • Flache Hierarchien
  • Ein motiviertes Team
  • Wöchentliche Teambesprechungen
  • Kollegialität im Team mit einer hohen Lösungsorientierung
  • Leistungsgerechte Bezahlung
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Beteiligung an den Kosten für den öffentlichen Nahverkehr

Bitte richten Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) bis zum 25. August ausschließlich per Mail in einer Datei (max. 5 MB) unter dem Kennzeichen und Betreff „WiP-Stelle 2021“ an:  info [at] pen-deutschland [dot] de