Kesten-Preis

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Hermann Kesten

Die Historie des Hermann Kesten-Preises
Anlässlich der Vollendung des 85. Lebensjahres seines Ehrenpräsidenten Dr. h. c. Hermann Kesten stiftete das PEN-Zentrum Deutschland 1985 eine Hermann-Kesten-Medaille für besondere Verdienste um verfolgte Autoren im Sinne der Charta des Internationalen PEN. Sie wurde bis 1993 alle zwei Jahre verliehen, ab 1994 wird sie jährlich vergeben. Die Auszeichnung wurde 2008 in Hermann Kesten-Preis umbenannt. Erstmals im Jahr 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Hermann Kesten, 1900 im Kreis Tarnopol an der Ostgrenze des einstigen österreichischen Kronlandes Galizien geboren, in Nürnberg aufgewachsen, emigrierte 1933 nach Frankreich, 1940 floh er vor den anrückenden Nazi-Truppen in die USA. Hier engagierte er sich, zusammen mit Thomas Mann, in dem von amerikanischen Schriftstellern gegründeten „Emergency Rescue Committee“ für die Rettung deutschsprachiger Schriftsteller. Nicht wenige unter ihnen verdanken seinem unermüdlichen Einsatz die Rettung aus Europa, ja die Rettung vor der Gestapo. Kesten beschaffte Notvisa, das Geld für die Schiffspassage und die für den Aufenthalt in den USA unerlässlichen Affidavits. Dankes- und Bittbriefe prominenter Exil-Autoren befinden sich zahlreich in der von Kesten 1964 herausgegebenen Sammlung „Deutsche Literatur im Exil“.

Der Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der internationalen PEN-Charta in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen.

Dem Kuratorium zur Preisverleihung gehören zur Zeit neben einem Vertreter des Hess. Ministeriums für Wissenschaft und Kunst PEN-Präsidentin Regula Venske, Generalsekretär Carlos Collado Seidel und Vizepräsident Ralf Nestmeyer an.

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