Aslı Erdoğan erneut wegen „Terrorpropaganda“ angeklagt

Pressemitteilung, Darmstadt, 30. Juni 2020. PEN kritisiert erneute Anklage gegen Writers-in-Exile-Stipendiatin: Nach Ablauf der gesetzlichen Frist rollt ein neuer türkischer Staatsanwalt das Verfahren gegen die Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Aslı Erdoğan wegen angeblicher „Mitgliedschaft in einer Terrorvereinigung“ und „Zerstörung der nationalen Einheit“ wieder auf. Erdoğans Anwalt wurde nicht über die neue Anklage informiert.

Aslı Erdoğan
(Foto: © Carole Parodi)

Seit dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 sieht sich die schwerkranke Erdoğan immer wieder mit der türkischen Willkürjustiz konfrontiert. „Die totale Willkür der Diktaturen, der unwiderstehliche Wunsch, weiterhin mit Menschenleben zu spielen…“, schockiert sie dabei besonders.

Der ursprüngliche Freispruch Mitte Februar dieses Jahres wird vier Monate nach dem Gerichtsbeschluss erneut vor ein Gericht gebracht. Obwohl die offizielle Einspruchsfrist gegen einen Gerichtsbeschluss eine Woche beträgt, fordert der Staatsanwalt nach vier Monaten den Fall abermals aufzunehmen. Bei einem Schuldspruch drohen Erdoğan bis zu neun Jahre im Gefängnis.

„Das türkische Justizsystem ist zum verlängerten Arm eines Despoten degradiert worden, der sich mit allen Mitteln an die Macht klammert und politische Gegner gnadenlos bekämpft. Die türkische Justiz hat längst jede Glaubwürdigkeit verloren. Der Prozess gegen Aslı Erdoğan darf nicht wieder aufgenommen werden!“, so Ralf Nestmeyer, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN.

Aslı Erdoğan war Kolumnistin der Tageszeitung Özgür Gündem. Nach dem Putschversuch 2016 verhaftete die Istanbuler Polizei sie wegen Störung der nationalen Einheit. Ende 2016 wurde Erdoğan unter Auflagen freigelassen. 2017 durfte sie ausreisen und kam nach Deutschland. Seit Oktober 2019 ist sie Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Leander Sukov
Vizepräsident und Writers-in-Exile-Beauftragter

 

Pressekontakt:

Susann Franke

PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151/627 08 26; Fax.: 06151/293414
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Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Writers in Exile eine Stimme geben

Presseinformation, Darmstadt, 6. Mai 2020. Hier finden Sie die Übersicht unserer PEN-Stipendiatinnen und -Stipendiaten, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben und persönliche Einblicke in ihr derzeitiges Leben im Exil geben können sowie fundierte Kenntnisse über die aktuelle Lage in ihren Heimatländern haben.

Gerne stellen wir Ihnen weitere Informationen zu den Exilschriftstellerinnen und -schriftstellern zur Verfügung und den Kontakt zu ihnen her, sollten Gastbeiträge, -kolumnen oder Interviews für Ihre Redaktion – etwa anlässlich des Weltflüchtlingstags am 20. Juni – infrage kommen. Die Kosten für Übersetzungen werden ggfs. vom PEN übernommen.

 

Zu den Writers in Exile-Stipendiatinnen und -Stipendiaten

(Foto: © Aleksandra Bielak)

Umar Abdul Nasser ist ein irakischer Dichter und Filmemacher. Er lebte mehr als zwei Jahre lang im Versteck vor dem IS, bevor er es schaffte, das Land im Jahr 2016 zu verlassen. Die Arbeit von Umar wurde vom IS als unvereinbar mit dem islamischen Recht angesehen. Seine Gedichte reflektieren die Themen Frieden und Freiheit.

 

 

Der syrische Schriftsteller und Dissident Yassin al-Haj Saleh. Foto: Maurice Weiss / Ostkreuz

(Foto: © Maurice Weiss/Ostkreuz)

Yassin Al-Haj Saleh ist ein syrischer Schriftsteller und Regimekritiker, der schon in jungen Jahren die Auswirkungen der diktatorischen Regierung zu spüren bekam: Er saß 16 Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung schrieb er und engagierte sich weiterhin für ein demokratisches Syrien. Für die Zukunft ist sein größter Wunsch ein freies Syrien. Der Tucholsky-Preisträger schreibt jeden Tag, reflektiert über Syrien und aktuelle Geschehnisse.

 

(Foto: © Stefanie Silber)

Aleksei Bobrovnikov entlarvte als ukrainischer Autor und investigativer Journalist durch seine Recherchen Verbindungen zwischen einem Schmugglerring und dem ukrainischen Militär. Daraufhin erhielt er öffentlich Todesdrohungen und sah sich gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Momentan befindet er sich in den Endzügen seines neuen Buches, dem Dokumentarroman „Grauzone“, in dem er die Korruption der russischen Regierung und deren Strafverfolgung thematisiert.

 

(Foto: © Carole Parodi)

Aslı Erdoğan ist eine türkische Schriftstellerin und Journalistin. Sie war Kolumnistin der Tageszeitung Özgür Gündem und die Istanbuler Polizei verhaftete sie nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 wegen Störung der nationalen Einheit. Ende 2016 wurde Erdoğan unter Auflagen freigelassen. 2017 durfte sie ausreisen und kam nach Deutschland. Demnächst erscheint ein Sammelband ihrer Prosawerke.

 

(Foto: © Stefanie Silber)

Yirgalem Fisseha Mebrahtu ist eine eritreische Lyrikerin, Journalistin und Schriftstellerin. Bis zu ihrer Freilassung im Januar 2015 musste sie sechs Jahre lang unter schlimmsten Bedingungen im „Mai Swra“ Gefängnis ausharren, in das sie willkürlich ohne Anklage oder Gerichtsverfahren gesperrt wurde. Seitdem droht ihr eine erneute Verhaftung und sie ist auf der Flucht. Die Freedom of Expression-Preisträgerin steht im Briefwechsel mit Tanja Kinkel und arbeitet an einem Buch, das all jenen eine Stimme verleiht, die keine mehr haben.

 

Der kurdische Schriftsteller, Forscher und Übersetzer Sajjad Jahan Fard, der mit kurdischem Namen Jiyar Kirmanshani heißt, wurde 1985 im Dorf Niyan, in der ostkurdischen Provinz Kermanshah (Iran), geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

(Foto: © Stefanie Silber)

Sajjad Jahan Fard, oder mit seinem kurdischen Namen Jiyar Jahanfard, ist im Iran aufgewachsen. Seine Leidenschaft gilt der kurdischen Sprache und Kultur, über die er viel geforscht, gesammelt und verfasst hat. Aufgrund dessen wurde er mehrmals verhaftet, inhaftiert und steht im Iran unter ständiger Beobachtung.

 

 

(Foto: © Stefanie Silber)

Tomislav Kezharovski, nordmazedonischer Journalist und Autor, ist Gründer und Chefredakteur zweier Wochenzeitungen im ehemaligen Mazedonien. Wegen seiner Recherchen zu Korruption und organisierter Kriminalität, insbesondere innerhalb von Verwaltungs- und Regierungskreisen, kam er in Haft. Brutal verfolgt wurde er in der Republik Mazedonien zum Symbol der Rede- und Meinungsfreiheit. In seinem Buch „Life in the Box“ verarbeitet er seine traumatische Zeit im Gefängnis.

 

Şehbal Şenyurt Arınlı Foto: Stefanie Silber

(Foto: © Stefanie Silber)

Şehbal Şenyurt Arınlı ist eine türkische Dokumentarfilmerin, Menschenrechtsaktivistin und Journalistin. Als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Heimatland engagierte sie sich vor allem für die Rechte von Frauen und Minderheiten. Ihr politisches Engagement und ihre Verbindungen zu kurdischen Medien führten schließlich zu einer Anklage und Inhaftierung. Nur durch einen Zufall kam sie frei und konnte nach Deutschland ausreisen. Momentan schreibt Şenyurt Arınlı an ihrem „Leben aus dem Koffer“, darin beschreibt sie die existentielle Verlorenheit in der Fremde, die Sehnsucht nach der ihr nun versperrten Heimat und die mühevollen Versuche, Ordnung in die aus den Fugen geratene Existenz zu bringen.

 

Fatuma Nurye Yimam wurde 1991 in Äthiopien geboren. Die Journalistin, Autorin und Aktivistin studierte von 2008 bis 2010 Marketing Management am Royal University College in Addis Abeba (Diplom) und anschließend ein Jahr Journalistik und Kommunikation an der Unity University. 2011 begann Yimam eine umfangreichen Recherche zu illegalen Migrationsrouten, die von Äthiopien in den Sudan oder nach Dschibuti führen. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

(Foto: © Stefanie Silber)

Fatuma Nurye Yimam, äthiopische Journalistin und Aktivistin, recherchierte über illegale Migrationsrouten nach Dschibuti und andere Nachbarländer Äthiopiens. Sie gründete die Zeitung „Fact“, in der sie Missstände kritisierte. Die Regierung erhob daraufhin Anklage gegen sie, woraufhin sie zunächst in benachbarten Ländern Zuflucht suchte, bevor sie schließlich nach Deutschland kam.

 

 

Über das Writers in Exile-Programm des deutschen PEN-Zentrums

Das Writers in Exile-Programm ist ein Stipendienprogramm für verfolgte Autorinnen und Autoren, das von der Bundesregierung finanziert wird. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert die WiE-Arbeit vollständig mit umfangreichen Mitteln. Kulturstaatsministerin Monika Grütters ist eine starke Verbündete unserer Solidaritätsarbeit. Unsere Arbeit wird gestützt durch Städte wie Darmstadt, München, Nürnberg und anderen, nicht nur in der Frage der Behausung und der Ausstattung, sondern auch hinsichtlich der kulturellen Möglichkeiten, die eröffnet werden. Najet Adouani, Swetlana Alexijewitsch (Literaturnobelpreisträgerin 2015), Zaza Burchuladze, Yamen Hussein, Maynat Kurbanova, Itai Mushekwe, Ana Lilia Pérez, Pınar Selek, Amir Valle und Zhou Qing zählen zu den mittlerweile über 50 Autorinnen und Autoren, die Stipendiatinnen oder Stipendiaten waren. Der damalige Staatsminister für Kultur und Medien, Michael Naumann, begründete das besondere Engagement damit, dass es für uns in Deutschland eben auch darum gehe, einen Teil jener „Dankesschuld“ abzutragen, die sich aus der Tatsache herleite, dass während der Nazi-Diktatur so viele deutsche Intellektuelle in anderen Ländern Aufnahme fanden. Die geflüchteten Schriftstellerinnen und Schriftsteller sollen mithilfe des Exilprogramms in Deutschland die Ruhe und Konzentration finden, um wieder ihrem Beruf, dem Schreiben, nachgehen zu können. Bis zu drei Jahre stellt ihnen das deutsche PEN-Zentrum eine möblierte Wohnung in einer der größeren deutschen Städte zur Verfügung, dazu ein monatlich ausbezahltes Stipendium. Die Kolleginnen und Kollegen vom deutschen PEN bringen sie in Kontakt mit Redakteurinnen, Verlegern sowie den Kolleginnen und Kollegen in ihrer Umgebung.

Informationen zur Struktur und Organisation des Writers in Exile-Programms lassen sich der digitalen Broschüre entnehmen unter www.bit.ly/2ybxIh3.

 

Pressekontakt:
Susann Franke
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Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
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Das deutsche PEN-Zentrum ist mit seinem Geschäftssitz in Darmstadt eine von weltweit über 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Der deutsche PEN begleitet mit Initiativen und Veranstaltungen das literarische Leben in der Bundesrepublik. Er bezieht Stellung, wenn er die Meinungsfreiheit, gleich wo, in Gefahr sieht. Er mischt sich ein, wenn im gesellschaftlichen Bereich gegen den Geist seiner Charta verstoßen wird.

Aslı Erdoğan: Anklage gegen Writers-in-Exile Stipendiatin des PEN

Die türkische Schriftstellerin Aslı Erdoğan lebt seit zweieinhalb Jahren im deutschen Exil. Der Prozess gegen sie geht in der Türkei jedoch weiter. Mit der staatsanwaltlichen Forderung nach einer Haftstrafe von insgesamt neun Jahren und vier Monaten, die sich einzig gegen literarische Texte Erdoğans richten, hat die türkische Justiz wiederholt jedes Maß verloren!

3sat Kulturzeit berichtet über über die starke Stimme, welche die Türkei verstummen lassen möchte.

Deutscher PEN auf Frankfurter Buchmesse: Lesungen und Diskussionen mit Zaza Burchuladze, Aslı Erdoğan, Günter Wallraff, Deniz Yücel und weiteren Gästen

Presseeinladung, Darmstadt, 18. September 2018

Deutscher PEN auf Frankfurter Buchmesse: Lesungen und Diskussionen mit Zaza Burchuladze, Aslı Erdoğan, Günter Wallraff, Deniz Yücel und weiteren Gästen       

Der Countdown zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse (10.-14. Oktober) läuft. Sie finden den PEN-Stand in Halle 4.1, Stand D 92.

Podiumsdiskussion „Das freie Wort unter Druck? Selbstzensur in Deutschland“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Mittwoch, 10.10., 15 Uhr
Mit: Elizabeth Prommer, Alexander Skipis und Günter Wallraff

Moderation: Carlos Collado Seidel

Lesung und Gespräch „Tagebuch eines afrikanischen Illegalen“

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeiten: Donnerstag, 11.10., 11 Uhr
Mit: Enoh Meyomesse und Franziska Sperr

Lesung und Gespräch „Der aufblasbare Engel“

Ort: Stand des Hessischen Literaturrats e. V. (Halle 4.1 G 71)
Zeiten: Donnerstag, 11.10., 14 Uhr
Mit: Zaza Burchuladze und Ilija Trojanow

Podiumsdiskussion „Quo vadis Polen?“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Freitag, 12.10., 12 Uhr
Mit: Pawel Machcewicz, Martin Schulze Wessel und Aleksandra Rybińska

Moderation: Thomas Urban

Podiumsdiskussion „Pressefreiheit in der Türkei“

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Samstag, 13.10., 13.30 Uhr
Mit:  Michael Roth, Regula Venske und Deniz Yücel

Moderation: Stephan Lohr

Weitere Veranstaltungen unter Beteiligung des deutschen PEN

Podiumsdiskussion „Bilder bauen Welten: die Macht des (un)sichtbaren Narrativs“ des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), der BücherFrauen und des Netzwerks Autorenrechte

Ort: Salon des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Mittwoch, 10.10., 13 Uhr
Mit:  Nina George, Maren Kroymann und Elizabeth Prommer

Moderation: Valeska Henze

„Readers Corner – Für das Wort und die Freiheit“

Filmvorführung „pics4peace – 85 Jahre Bücherverbrennung – FÜR DAS WORT UND DIE FREIHEIT“ und Diskussion mit jungen Erwachsenen

Ort: Bühne am Azubistro (Halle 4.1 A 86)
Zeiten: Mittwoch, 10.10., 13 Uhr
Mit: Winfried Muthesius und Tanja Kinkel

Diskussion „Exil – Hoffnungen und Hindernisse” des International Cities of Refuge Networks (ICORN)

Ort: Bühne des Weltempfangs (Halle 4.1 B 81)
Zeiten: Freitag, 12.10., 13.30 Uhr
Mit:  Aslı Erdoğan, Pegah Ahmadi und Şehbal Şenyurt Arınlı

Moderation: Regula Venske

Medienvertreter sind zu den Veranstaltungen herzlich eingeladen. Interviewwünsche gerne vorab per E-Mail an presse [at] pen-deutschland [dot] de.

Für das PEN-Zentrum Deutschland

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: presse [at] pen-deutschland [dot] de

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

12.10.2018, 13:30 Uhr – „Exil – Hoffnungen und Hindernisse“ – Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Şehbal Şenyurt Arınlı, türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin, wurde 1962 in Giresun/Türkei geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Stefanie Silber

Schreiben, Lesen, Übersetzen – wie geht das im Exil? Hoffnung auf Rückkehr, künstlerische Produktivität außerhalb der Heimat – die Erfahrungen von Exilautorinnen und -autoren sind vielfältig und komplex. Autorinnen aus Städten der Zuflucht loten die Chancen von Kreativität im vorübergehenden oder längeren Exil aus und erörtern die Probleme, die einer baldigen Rückkehr in die Heimat entgegenstehen.

Auf dem Bild von links nach rechts: PEN-Generalsekretär Carlos Collado Seidel, Aslı Erdoğan, Regula Venske und Claudia Hülsken Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Aslı Erdoğan
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

 

 

 

Mit:

 

Eine Veranstaltung des ICORN International Cities of Refuge Networks in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland