26.04.2018, 19:30 Uhr – PEN-Jahrestagung in Göttingen: „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“

Arpita Roychoudhury Foto: Privat

Unter Gesprächsführung von hr2-Moderator Alf Mentzer findet im Rahmen der diesjährigen PEN-Jahrestagung in Göttingen die Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ mit der Writers-in-Exile Beauftragten Franziska Sperr, den beiden Writers-in-Exile Stipendiaten Arpita Roychoudhury und Zobaen Sondhi sowie Dr. Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik statt. Der Autor und Sprecher Gert Heidenreich trägt die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte vor.

Zobaen Sondhi
Foto: © Roland Baege

Direkt im Anschluss (ohne Pause) findet die Verleihung des Kurt Sigel-Lyrikpreises an die Dichterin Dorothea Grünzweig statt.

„Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende!“, forderte der Schriftsteller und Dramatiker Günther Weisenborn 1958 in seiner „Göttinger Kantate“. Unter diesem Motto steht auch die diesjährige Jahrestagung des deutschen PEN, die vom 26.4.-29.4. in Göttingen stattfindet.

Franziska Sperr
Foto: Brigitte Corell

Von Selbstjustiz in Bangladesch über das Recht auf freie Meinungsäußerung und den Umgang mit der Neuen Rechten bis hin zu Lichtenbergs Erben und Satire heute:

Christian Wagner Foto: © Stiftung Wissenschaft und Politik

Christian Wagner
Foto: © Stiftung Wissenschaft und Politik

Mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen bietet die PEN-Jahrestagung ein vielfältiges Rahmenprogramm, das sich unter ‚.((strlen(‚http://bit.ly/2oQuJ4Y‘)>40) ? substr(‚http://bit.ly/2oQuJ4Y‘,0,40).’…‘ : ‚http://bit.ly/2oQuJ4Y‘).‘‚ nachlesen lässt; der Eintritt zu den öffentlichen Veranstaltungen ist frei.

 

 

 

Die PEN-Jahrestagung 2018 in Göttingen wird gefördert von:

 

22.02.2018, 19 Uhr – Filmaufführung und Vorstellung der neuen Writers-in-Exile-Stipendiatin in Nürnberg

Sehbal Senyurt
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Die türkische Journalistin und Dokumentarfilmerin Şehbal Şenyurt Arınlı stellt sich im Gespräch als neue Writers-in-Exile Stipendiatin im Nürnberger Presseclub vor. Franziska Sperr, Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte des PEN, spricht über das Exil-Programm zum Schutz verfolgter Autorinnen und Autoren.

Moderation: Serdar Erdoğan

Franziska Sperr
Foto: Brigitte Corell

Şehbal Şenyurt Arınlı studierte von 1979 bis 1986 Journalismus und Kommunikation an der Universität Ankara. Seit ihrer Studienzeit arbeitete sie für lokale und überregionale Zeitungen, außerdem als Autorin und Produzentin für landesweite Fernsehsender. Bekannt wurde Şenyurt Arınlı als Dokumentarfilmerin: als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Land drehte sie Nachrichtenbeiträge für internationale Fernsehsender, und als lokale Berichterstatterin für CNN, BBC und REUTERS. Sie zeichnete sich nicht nur als mutige Schreiberin aus, sie war dazu eine multiple Journalistin, oft wirkte sie in ihren Produktionen als Kamerafrau, Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin zugleich.

2011 kandidierte Şenyurt Arınlı dann als Parlamentsabgeordnete für die pro-kurdische und Erdoğan-kritische Partei BDP, die sich später als HDP etablierte. Im Juli 2017 wurde sie wegen ihrer politischen und filmischen Aktivitäten in der Nähe der türkisch-griechischen Grenze festgenommen und des Verdachts auf Mitgliedschaft in der PKK beschuldigt. Vermutlich hatte sie mit ihrer öffentlichkeitswirksamen Arbeit als Journalistin für die kurdischen Zeitungen Özgür Gündem und Azadiya Welat sowie für die kurdische Frauen-Nachrichtenagentur JINHA, die allesamt später verboten wurden, die Aufmerksamkeit der türkischen Regierung auf sich gezogen. Ihre vorläufige Freilassung wenige Tage später beruhte auf Verwicklungen innerhalb des türkischen Justizsystems, sodass ihre Freiheit in der Türkei nun weiterhin akut bedroht ist. Seit September 2017 ist Şehbal Şenyurt Arınlı Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg, des Presseclubs Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem PEN-Zentrum Deutschland

Weiterführende Informationen können Sie der Internetpräsenz der Stadt Nürnberg entnehmen.