07.11.2019, 19 Uhr – Verleihung des Hermann Kesten-Preises 2019 im Staatstheater Darmstadt

Philippe Lançon
© Annette Hauschild/Ostkreuz

Mit ungebrochenem Willen für die Meinungsfreiheit: Der französische Journalist und Schriftsteller Philippe Lançon erhält den Hermann Kesten-Preis 2019 des PEN-Zentrums Deutschland. Laudatorin ist die Journalistin Julia Encke. Anna Engel (HR) moderiert den Abend, den Yorck Kronenberg musikalisch umrahmt.

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung stellt.

Eröffnung durch:

  • Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt
  • Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland

Lesung aus „Le Lambeau“ auf Deutsch mit Béla Milan Uhrlau

Gespräch zwischen:

  • Philippe Lançon
  • Julia Encke
  • Ralf Nestmeyer, Writers in Prison-Beauftragter und Vize-Präsident des PEN-Zentrums

Der Eintritt ist frei.

Einlass: 18:30 Uhr

Philippe Lançon hat den terroristischen Anschlag auf Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar 2015 schwer verletzt überlebt. In seinem unlängst auch in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Der Fetzen“ wendet er sich gegen Zensur als „paranoide Form der Kritik“ und schreibt als Überlebender über den Anschlag: „Wir waren den effizientesten Zensoren zum Opfer gefallen, denen, die alles ausradieren, ohne eine einzige Zeile gelesen zu haben.“

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo, Can Dündar und Erdem Gül sowie Gioconda Belli. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 7. November 2019 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/

Bisherige Preisträger

1985 Bischof Helmut Frentz · 1987 Kathleen von Simson · 1989 Angelika Mechtel ·
1991 Christa Bremer · 1993 Johannes Mario Simmel · 1994 Carola Stern ·
1995 Günter Grass ·1996 Victor Pfaff · 1997 SAID · 1998 Hermann Schulz·
1999 Alexander Tkatschenko ·2000 Nenad Popovic · 2001 Harold Pinter ·
2002 Sumaya Farhat-Naser und Gila Svirsky ·2003 Anna Politkovskaja ·
2004 Bunt statt Braun Anklam e.V. · 2005 Journaliste en danger (JED) ·
2006 Leonie Ossowski · 2007 Agos · 2008 Memorial · 2009 Baltasar Garzón ·
2010 Liu Xiaobo ·2011 Mohamed Hashem · 2012 Iryna Khalip ·
2013 Index on Censorship · 2014 Wolfgang Kaleck ·2015 Madjid Mohit ·
2016 Can Dündar & Erdem Gül · 2017 Thomas B. Schumann · 2018 Gioconda Belli

15.11.2018, 19 Uhr – Verleihung des Hermann Kesten-Preises und Hermann Kesten-Förderpreises 2018 im Staatstheater Darmstadt

Der Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2018 an die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli. Den Hermann Kesten-Förderpreis erhält die ungarische Onlinezeitschrift „Direkt36“. Die Preisverleihung findet am 15.11.2018 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt.

Gioconda Belli Foto: © Basso Cannarsa

Gioconda Belli
Foto: © Basso Cannarsa

Laudatoren sind der Schriftsteller und Verleger Hermann Schulz und die Journalistin Cathrin Kahlweit (SZ). Alf Mentzer (HR) moderiert den Abend, den der ungarische Jazzgitarrist Ferenc Snétberger musikalisch umrahmt.

Im Gespräch mit Alf Mentzer:

  • Jochen Partsch, Oberbürgemeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Regula Venske, PEN-Präsidentin

sowie

Der Eintritt ist frei.

Einlass: 18:30 Uhr

NUR NOCH WENIGE FREIE PLÄTZE VERFÜGBAR

Mit Gioconda Belli wird nicht nur eine der bedeutendsten lateinamerikanischen SchriftstellerInnen geehrt, deren Werke im deutschen Sprachraum eine weite Verbreitung gefunden haben, sondern auch eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Frauen und für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Als in Ungarn regierungsnahe Kräfte das Portal Origo, für das der Journalist András Pethő arbeitete, kauften und in ein Propagandainstrument verwandelten, gründete er mit einigen Kollegen „Direkt36“ als Website für investigativen Journalismus. Trotz aller Widerstände engagieren sich András Pethő und seine Mitstreiter Gergő Sáling und Balázs Weyer im Sinne der Meinungsfreiheit und scheuen sich auch nicht, die finanziellen Verwicklungen der ungarischen Oligarchie anzuprangern.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo sowie Can Dündar und Erdem Gül. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die ebenfalls vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bereitgestellt werden. Er wird alle zwei Jahre verliehen.

Thomas B. Schumann erhält am 16.11. den diesjährigen Kesten-Preis – Laudatio durch Georg Stefan Troller

Pressemitteilung, Darmstadt, 7. November 2017

Thomas B. Schumann erhält am 16.11. den diesjährigen Kesten-Preis – Laudatio durch Georg Stefan Troller

Hermann Kesten-Preisträger 2017 Thomas B. Schumann Foto: © Edition Memoria

Hermann Kesten-Preisträger 2017 Thomas B. Schumann
Foto: © Edition Memoria

Der deutsche PEN zeichnet den Autor, Herausgeber, Publizisten, Redner und Ausstellungskurator Thomas B. Schumann mit dem diesjährigen Hermann Kesten-Preis aus (19 Uhr, Kammerspiele des Staatstheaters Darmstadt). Die Laudatio hält der vielfach ausgezeichnete Journalist, Buchautor und Filmemacher Georg Stefan Troller.

„Mit Thomas B. Schumann ehrt der deutsche PEN einen Kollegen, der sich außerordentlich um die Erinnerung an deutsche Autoren und Künstler, die zur Zeit des Nationalsozialismus in das Exil gehen mussten, verdient gemacht hat“, sagte PEN-Vizepräsident Sascha Feuchert heute in Darmstadt.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Zu den Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo und zuletzt Can Dündar und Erdem Gül.

Donnerstag, 16.11., 19 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr)

in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt                 

Mit:

  • Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland
  • Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt
  • Thomas B. Schumann, Hermann Kesten-Preisträger 2017
  • Georg Stefan Troller, Schriftsteller und Fernsehjournalist

Moderation: Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk)
Musik:         Die Lyrischen Saiten

Weitere Informationen zum Hermann Kesten-Preis: bit.ly/1OHTUQ9

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: info [at] pen-deutschland [dot] de

Zum diesjährigen Hermann Kesten-Preisträger stehen Ihnen weitere Informationen und Bildmaterial unter ‚.((strlen(‚http://bit.ly/2uUOqgf‘)>40) ? substr(‚http://bit.ly/2uUOqgf‘,0,40).’…‘ : ‚http://bit.ly/2uUOqgf‘).‘‚ auf der Internetseite des deutschen PEN zur Verfügung.

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.