Irena Brežná erhält Kesten-Preis des deutschen PEN am 18.11. in Darmstadt

Irena Brežná
Foto: Luboš Pilc

Pressemitteilung, Darmstadt, 9.11.2021. Der diesjährige Hermann Kesten-Preis geht an die Autorin Irena Brežná. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Schriftstellerin Barbara Krohn hält die Laudatio.

Neben der aktuellen Kesten-Preisträgerin werden Günter Wallraff (Hermann Kesten-Preisträger 2020) sowie die Chefredakteurin Lina Attalah mit ihrer ägyptischen Online-Zeitung „Mada Masr“ (Hermann Kesten-Förderpreis 2020) geehrt. Die Laudatio auf Günter Wallraff übernimmt der Grünen-Politiker Cem Özdemir. Der Journalist David Kampmann würdigt Lina Attalah. Durch den Abend führt der Publizist und Philosoph Michel Friedman.

 

Günter Wallraff
Foto: Privat

 

Die Verleihung der Preise findet am 18. November um 18.30 Uhr (Einlass: 18 Uhr) in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt.

Mit:

  • Irena Brežná, Hermann Kesten-Preisträgerin 2021
  • Barbara Krohn, Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland
  • Günter Wallraff, Hermann Kesten-Preisträger 2020
  • Cem Özdemir, Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie stellv. Mitglied im Auswärtigen Ausschuss
  • Lina Attalah, Hermann Kesten-Förderpreisträgerin 2020
  • Ayse Asar, Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
  • Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt
  • David Kampmann, Journalist (Jordan Times)
  • Deniz Yücel, Präsident des PEN-Zentrums Deutschland

Moderation: Publizist und Philosoph Michel Friedman
Musik: Wiltrud Veit (Piano) und Michael Veit (Cello)

Lina Attalah
Foto: Roger Anis

Für die Akkreditierung genügt eine kurze E-Mail an presse [at] pen-deutschland [dot] de. Den zeitlichen Ablauf stellen wir Ihnen auf Anfrage ebenfalls gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen nebst Bildmaterial zu den Preisträgerinnen und Preisträgern 2020 www.pen-deutschland.de/de/2020/07/29/hermann-kesten-preis-an-guenter-wallraff-cem-oezdemir-haelt-laudatio-hermann-kesten-foerderpreis-an-lina-attalah-mada-masr/ sowie zu der Preisträgerin 2021 www.pen-deutschland.de/de/2021/08/17/kesten-preis-2021-an-irena-brezna-starke-stimme-der-verfolgten/.

 

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalistinnen einsetzen. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo, Can Dündar und Erdem Gül, Gioconda Belli sowie Philippe Lançon. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Hermann Kesten-Förderpreis, welcher alle zwei Jahre verliehen wird, ist mit 3.000 Euro dotiert, die ebenfalls vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bereitgestellt werden. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/

Bitte beachten Sie die Hygienebestimmungen des Staatstheaters Darmstadt www.staatstheater-darmstadt.de/extra/informationen-ihr-theaterbesuch/.

Pressekontakt:
Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Fiedlerweg 20, 64287 Darmstadt
Tel.: 06151/62708 23; Mobil: 0157/31382637; Fax.: 06151/293414
E-Mail: f.hille [at] pen-deutschland [dot] de

07.11.2019, 19 Uhr – Verleihung des Hermann Kesten-Preises 2019 im Staatstheater Darmstadt

Philippe Lançon
© Annette Hauschild/Ostkreuz

Mit ungebrochenem Willen für die Meinungsfreiheit: Der französische Journalist und Schriftsteller Philippe Lançon erhält den Hermann Kesten-Preis 2019 des PEN-Zentrums Deutschland. Laudatorin ist die Journalistin Julia Encke. Anna Engel (HR) moderiert den Abend, den Yorck Kronenberg musikalisch umrahmt.

Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert, die das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung stellt.

Eröffnung durch:

  • Ayse Asar, Staatssekretärin des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst
  • Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Karsten Wiegand, Intendant des Staatstheaters Darmstadt
  • Regula Venske, Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland

Lesung aus „Le Lambeau“ auf Deutsch mit Béla Milan Uhrlau

Gespräch zwischen:

  • Philippe Lançon
  • Julia Encke
  • Ralf Nestmeyer, Writers in Prison-Beauftragter und Vize-Präsident des PEN-Zentrums

Der Eintritt ist frei.

Einlass: 18 Uhr

Philippe Lançon hat den terroristischen Anschlag auf Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar 2015 schwer verletzt überlebt. In seinem unlängst auch in deutscher Übersetzung erschienenen Buch „Der Fetzen“ wendet er sich gegen Zensur als „paranoide Form der Kritik“ und schreibt als Überlebender über den Anschlag: „Wir waren den effizientesten Zensoren zum Opfer gefallen, denen, die alles ausradieren, ohne eine einzige Zeile gelesen zu haben.“

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/

Bisherige Preisträger

1985 Bischof Helmut Frentz · 1987 Kathleen von Simson · 1989 Angelika Mechtel ·
1991 Christa Bremer · 1993 Johannes Mario Simmel · 1994 Carola Stern ·
1995 Günter Grass ·1996 Victor Pfaff · 1997 SAID · 1998 Hermann Schulz ·
1999 Alexander Tkatschenko ·2000 Nenad Popovic · 2001 Harold Pinter ·
2002 Sumaya Farhat-Naser und Gila Svirsky ·2003 Anna Politkovskaja ·
2004 Bunt statt Braun Anklam e.V. · 2005 Journaliste en danger (JED) ·
2006 Leonie Ossowski · 2007 Agos · 2008 Memorial · 2009 Baltasar Garzón ·
2010 Liu Xiaobo ·2011 Mohamed Hashem · 2012 Iryna Khalip ·
2013 Index on Censorship · 2014 Wolfgang Kaleck ·2015 Madjid Mohit ·
2016 Can Dündar & Erdem Gül · 2017 Thomas B. Schumann · 2018 Gioconda Belli

15.11.2018, 19 Uhr – Verleihung des Hermann Kesten-Preises und Hermann Kesten-Förderpreises 2018 im Staatstheater Darmstadt

Der Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht 2018 an die nicaraguanische Autorin Gioconda Belli. Den Hermann Kesten-Förderpreis erhält die ungarische Onlinezeitschrift „Direkt36“. Die Preisverleihung findet am 15.11.2018 um 19 Uhr in den Kammerspielen des Staatstheaters Darmstadt statt.

Gioconda Belli Foto: © Basso Cannarsa

Gioconda Belli
Foto: © Basso Cannarsa

Laudatoren sind der Schriftsteller und Verleger Hermann Schulz und die Journalistin Cathrin Kahlweit (SZ). Alf Mentzer (HR) moderiert den Abend, den der ungarische Jazzgitarrist Ferenc Snétberger musikalisch umrahmt.

Im Gespräch mit Alf Mentzer:

  • Jochen Partsch, Oberbürgemeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Regula Venske, PEN-Präsidentin

sowie

Der Eintritt ist frei.

Einlass: 18:30 Uhr

NUR NOCH WENIGE FREIE PLÄTZE VERFÜGBAR

Mit Gioconda Belli wird nicht nur eine der bedeutendsten lateinamerikanischen SchriftstellerInnen geehrt, deren Werke im deutschen Sprachraum eine weite Verbreitung gefunden haben, sondern auch eine beeindruckende Persönlichkeit, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Frauen und für soziale Gerechtigkeit einsetzt.

Als in Ungarn regierungsnahe Kräfte das Portal Origo, für das der Journalist András Pethő arbeitete, kauften und in ein Propagandainstrument verwandelten, gründete er mit einigen Kollegen „Direkt36“ als Website für investigativen Journalismus. Trotz aller Widerstände engagieren sich András Pethő und seine Mitstreiter Gergő Sáling und Balázs Weyer im Sinne der Meinungsfreiheit und scheuen sich auch nicht, die finanziellen Verwicklungen der ungarischen Oligarchie anzuprangern.

Der Hermann Kesten-Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich im Sinne der Charta des internationalen PEN in besonderer Weise für verfolgte und inhaftierte Schriftsteller und Journalisten einsetzen. Zu den Preisträgern gehören Günter Grass, Anna Politkowskaja, Liu Xiaobo sowie Can Dündar und Erdem Gül. Weitere Informationen: www.pen-deutschland.de/de/kesten-preis/. Erstmals im Jahre 2000 stiftete das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Der Förderpreis ist mit 3.000 Euro dotiert, die ebenfalls vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst bereitgestellt werden. Er wird alle zwei Jahre verliehen.