26.04.2018, 19:30 Uhr – PEN-Jahrestagung in Göttingen: Verleihung des Kurt Sigel-Lyrikpreises 2018 an Dorothea Grünzweig

Dorothea Grünzweig
(Foto: privat)

Der deutsche PEN zeichnet im Rahmen seiner diesjährigen Jahrestagung die Lyrikerin Dorothea Grünzweig mit dem Kurt Sigel-Lyrikpreis aus. „Es ist die Unschärfe der Wirklichkeit, von der Dorothea Grünzweig in ihrer hochpoetischen, rhythmischen Sprache berichtet. Durch die Feinheit der Sprachbilder gelingt es ihr, uns Tod, Trauer, Verlassenheit und die wuchernde Natur neu sehen zu lassen“, so die Einschätzung der Jury, der Nora Bossong, Hans Thill und Herbert Wiesner angehören.

Stifter des mit 4.000 € dotierten Preises, den der deutsche PEN alle zwei Jahre ausschreibt, ist der Frankfurter Schriftsteller Kurt Sigel, der sich als Autor von Romanen, Erzählungen, Gedichtbänden und von Büchern in hessischer Mundart, teilweise mit eigenen Zeichnungen und Cartoons illustriert, einen Namen gemacht hat.

Die Laudatio hält der Literaturkritiker Herbert Wiesner.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

„Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende!“, forderte der Schriftsteller und Dramatiker Günther Weisenborn 1958 in seiner „Göttinger Kantate“. Unter diesem Motto steht auch die diesjährige Jahrestagung des deutschen PEN, die vom 26.4.-29.4. in Göttingen stattfindet.

Von Selbstjustiz in Bangladesch über das Recht auf freie Meinungsäußerung und den Umgang mit der Neuen Rechten bis hin zu Lichtenbergs Erben und Satire heute: Mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen bietet die PEN-Jahrestagung ein vielfältiges Rahmenprogramm, das sich unter http://bit.ly/2oQuJ4Y nachlesen lässt; der Eintritt zu den öffentlichen Veranstaltungen ist frei.

Die PEN-Jahrestagung 2018 in Göttingen wird gefördert von:

Pressematerial | Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018 an Dorothea Grünzweig

Die folgenden Bilder stehen Ihnen kostenlos zum Download zur Verfügung und dürfen ohne weitere Genehmigung im Kontext des Kurt Sigel-Lyrikpreises 2018 unter Angabe des Copyrights abgedruckt werden.

Biobibliographie

Dorothea Grünzweig (Foto: Privat)

Dorothea Grünzweig, geb. 1952 in Korntal (Württemberg), studierte Germanistik und Anglistik in Tübingen und Bangor, Wales. Anschließend Forschungsarbeit an der Universität Oxford zu dem Dichter Gerard Manley Hopkins. Nach einer Tätigkeit an der schottischen Universität Dundee arbeitete sie als Lehrerin in einem Internat in Süddeutschland und in Helsinki, wohin sie 1989 über den Auslandsschuldienst zog.

Dorothea Grünzweig (Foto: Wallstein Verlag)

Seit 1998 lebt sie als freie Schriftstellerin und Lyrik-Übersetzerin in einem Dorf der südfinnischen Kommune Hausjärvi.  Da sie in Finnland lebt, ist sie Mitglied im finnischen PEN, schreibt aber ausschließlich auf Deutsch.

Veröffentlichungen: Gedichtbände: Mittsommerschnitt 1997, Vom Eisgebreit 2000, Glasstimmen lasinäänet 2004, Die Auflösung 2008, Sonnenorgeln (Auswahlband mit CD und Werkstatt-Essay) 2011 und Kaamos Kosmos 2014. Alle beim Wallstein Verlag/Göttingen.

Dorothea Grünzweig (Foto: Wallstein Verlag)

Poesiealbum 311, Gedichtauswahl, Märkischer Verlag, Wilhelmshorst. Essay: Die Holde der Sprache, Ulrich Keicher Verlag 2004. Mitwirkung bei vielen Gedicht-Anthologien, Essay-Anthologien und Literaturzeitschriften wie ‚Sinn und Form‘,‘Ostragehege‘ und ‚die horen‘.

Lesungen in Deutschland, Finnland, der Schweiz, Österreich und Großbritannien, auch mit Musikern und deren Improvisationen und Kompositionen zu den Gedichten. In größerer Anzahl sind Gedichte von ihr ins Englische, Finnische und Französische übersetzt.

Dorothea Grünzweig
(Foto: Privat)

Übersetzungen: Gedichte aus Finnland, zusammen mit Gisbert Jänicke, Zwischen den Zeilen 17, 1999. Gerard Manley Hopkins Geliebtes Kind der Sprache, Gedichte, Edition Rugerup, 2009, Gedichte aus Finnland Poesiealbum, Sonderheft, Märkischer Verlag 2014.

Würdigungen: 1997 Lyrikpreis der Stiftung Niedersachsen, 2000 Heinrich-Heine-Stipendium Lüneburg, 2004 Christian Wagner-Preis, 2008 Jahresstipendium Baden-Württemberg, 2010 Anke Bennholdt-Thomsen-Preis (der Schillerstiftung) für Lyrikerinnen. Im Jahr 2010 zum ersten Mal verliehen.