Writers-in-Exile Stipendiatin des deutschen PEN mit Preis ausgezeichnet

PEN Eritrea hat die Dichterin und Journalistin Yirgalem Fisseha Mebrahtu mit dem Preis für die Freiheit des Wortes (Freedom of Expression Award) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand während des Netzwerktreffens von ICORN (International Cities of Refuge Network) und der Konferenz des internationalen Writers-in-Prison-Committees vom 29.-31. Mai 2019 in Rotterdam statt. Die Delegierten würdigten die Preisträgerin mit stehendem Applaus.

Yirgalem Fisseha Mebrahtu Foto: Stefanie Silber

Yirgalem Fisseha Mebrahtu saß wegen ihrer Gedichte unter menschenunwürdigen Umständen in Haft, ohne Anklage. Die schwere Folter, welche sie dort erleiden musste, führte zu einem einjährigen Krankenhausaufenthalt unter Aufsicht des eritreischen Militärs. Aber die junge Frau war nicht zu brechen. Ihre Gedichte, die leise daherkommen und zugleich kraftvoll sind, zeigen den Willen Yirgalem Fisseha Mebrahtus, keinen Schritt vor der Bedrohung durch den eritreischen Machthaber und dessen Gewaltapparat zurückzuweichen. Ihr Lebensmut gibt jenen Kraft, die, wie sie, Schutz im Writers-in-Exile Programm des PEN gefunden haben.