15.10.2018 – CHINA TIME Hamburg 2018: „Für Freiheit bereue ich nichts“

V. l. n. r.: PEN-Präsidiumsmitglied Tanja Kinkel, PEN-Präsidentin Regula Venske und tibetischer Mönch und Menschenrechtsaktivist Golog Jigme Gyatso vor der Writers-in-Prison Lesung am Messefreitag Foto: PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske und der tibetische Menschenrechtsaktivist Golog Jigme Gyatso
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Im Rahmen der diesjährigen CHINA TIME (1.–23. September) stellen PEN-Präsidentin Regula Venske und Migmar Dhakyel, Kampagnenreferentin der Tibet Initiative Deutschland in Berlin, das Buch „Für Freiheit bereue ich nichts“ des Tibeters Shokjang vor.

Wegen seiner Kritik an der Tibet-Politik der chinesischen Regierung wurde Shokjang am 19. März 2015 verhaftet und später wegen „Anstiftung zum Separatismus“ zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren kam er im März frei.

Eintritt: 8,– €

Veranstalter sind die Tibet Initiative Deutschland e. V., die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) und der Verein der Tibeter in Deutschland e.V.

13.10.2018, 13:30 Uhr – „Pressefreiheit in der Türkei“ Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Deniz Yücel
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Menschenrechte und Pressefreiheit werden in der Türkei weiterhin beschnitten, eine kritische Berichterstattung scheint nur noch im Ausland möglich. Wie können sich Journalisten in und außerhalb der Türkei trotzdem mit diesen Geschehnissen befassen? Ein Gespräch über die Chancen und Grenzen des Journalismus, Selbstzensur und Opposition.

Regula Venske
Foto: Stefanie Silber

 

Auf dem Podium:

Stephan Lohr (Literaturkritiker und Programmplaner des Göttinger Literaturherbstes) moderiert die Veranstaltung.

Eine Veranstaltung der Frankfurter Buchmesse in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland

12.10.2018, 13:30 Uhr – „Exil – Hoffnungen und Hindernisse“ – Podiumsdiskussion auf der Frankfurter Buchmesse

Şehbal Şenyurt Arınlı, türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin, wurde 1962 in Giresun/Türkei geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Stefanie Silber

Schreiben, Lesen, Übersetzen – wie geht das im Exil? Hoffnung auf Rückkehr, künstlerische Produktivität außerhalb der Heimat – die Erfahrungen von Exilautorinnen und -autoren sind vielfältig und komplex. Autorinnen aus Städten der Zuflucht loten die Chancen von Kreativität im vorübergehenden oder längeren Exil aus und erörtern die Probleme, die einer baldigen Rückkehr in die Heimat entgegenstehen.

Auf dem Bild von links nach rechts: PEN-Generalsekretär Carlos Collado Seidel, Aslı Erdoğan, Regula Venske und Claudia Hülsken Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Aslı Erdoğan
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

 

 

 

Mit:

 

Eine Veranstaltung des ICORN International Cities of Refuge Networks in Kooperation mit dem PEN-Zentrum Deutschland

„Jedes Kind muss lesen lernen!“ PEN-Zentrum Deutschland unterstützt „Hamburger Erklärung“

Pressemitteilung, Darmstadt, 15. August 2018

„Jedes Kind muss lesen lernen!“ PEN-Zentrum Deutschland unterstützt „Hamburger Erklärung“

Das PEN-Zentrum Deutschland unterstützt mit Nachdruck die „Hamburger Erklärung“, mit der sich eine Gruppe von Hamburger Persönlichkeiten aus Bildung, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft an die Bundesministerin für Bildung und Forschung, die Kultusministerkonferenz sowie die für Bildungspolitik zuständigen Akteure in den Bundesländern wendet. Dass knapp ein Fünftel der Zehnjährigen in Deutschland nicht so lesen kann, dass der Text zugleich auch verstanden wird, und dass Deutschland im internationalen Vergleich seit 2001 von ehemals Platz 5 auf Platz 21 aller beteiligten Länder abgerutscht ist und somit unter dem EU- wie auch dem OECD-Durchschnitt liegt, ist ein Skandal, der nicht länger hingenommen werden kann.

Der Verlust an Lesekultur bedeutet nicht nur, dass viele Menschen nicht mehr in der Lage sind, Anteil zu nehmen an der Literatur, dass ihnen Romane, Erzählungen, Gedichte und damit ein wichtiger Teil unserer Kultur verschlossen bleiben. Da Demokratie von Meinungsfreiheit und frei zugänglichen Informationsquellen lebt, und da die Informationsbeschaffung zu weiten Teilen immer noch durch das Lesen erfolgt, gefährdet es die Demokratie, wenn ein beträchtlicher Teil der Bürger unseres Landes nur noch unzureichend oder gar nicht mehr sinnentnehmend lesen und somit gar nicht oder unzureichend mitreden kann.

„Neben den bekannten Risikofaktoren, ‚Bildungsferne des Elternhauses‘ und ‚Migrationshintergrund‘, besteht ein dritter Risikofaktor, wenn es um den Erwerb von Lesekompetenz geht, in der männlichen Geschlechtszugehörigkeit – ein dramatisches Ergebnis“, so PEN-Präsidentin Regula Venske, die zu den Erstunterzeichnerinnen der Hamburger Erklärung zählt. „Hier muss dringend gegengesteuert werden, wenn uns die Zukunft der Kinder, letztlich die Zukunft unserer Gesellschaft am Herzen liegt.“

Weitere Erstunterzeichner der von der Schriftstellerin Kirsten Boie initiierten „Hamburger Erklärung“ sind u. a. der ehemalige Erste Bürgermeister Klaus von Dohnanyi, der Vorsitzende der ZEIT-Stiftung Michael Göring, der Kinder- und Jugendpsychiater Michael Schulte-Markwort und die Moderatorin Bettina Tietjen sowie die PEN-Mitglieder Ulla Hahn, Rainer Moritz, Saša Stanišić und Ulrich Wickert. Alle, denen die Lesekompetenz unserer Kinder am Herzen liegt, sind aufgerufen, die Hamburger Erklärung „Jedes Kind muss lesen lernen!“ auf www.change.org zu unterzeichnen.

Pressekontakt:

Felix Hille
PEN-Zentrum Deutschland e.V., Kasinostr. 3, 64293 Darmstadt
Tel.: 06151 / 23120
Mobil: 0157 / 31382637
E-Mail: presse [at] pen-deutschland [dot] de

Das PEN-Zentrum Deutschland ist eine von derzeit weltweit 150 Schriftstellervereinigungen, die im PEN International zusammengeschlossen sind. PEN steht für Poets, Essayists, Novelists. Die ursprünglich 1921 in England gegründete Vereinigung hat sich als Anwalt des freien Wortes etabliert und gilt als Stimme verfolgter und unterdrückter Schriftsteller.

PEN-Jahrestagung 2018 in Göttingen – Impressionen

„Denken Sie Ihre Gedanken zu Ende!“, forderte der Schriftsteller und Dramatiker Günther Weisenborn 1958 in seiner „Göttinger Kantate“. Unter diesem Motto stand auch die diesjährige Jahrestagung des deutschen PEN, die vom 26.4.-29.4. in Göttingen stattfand, und mit zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen ein vielfältiges Rahmenprogramm bot.

Ausstellung im Alten Rathaus zur Geschichte und Bedeutung des PEN seit der Wiedergründung in Göttingen 1948
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Mitglied Jürgen Strasser (li.) und der Elsbeth-Wolffheim-Stipendiat der Wissenschaftsstadt Darmstadt Enoh Meyomesse (re.) während des Empfangs der Stadt Göttingen im Alten Rathaus
Foto: © Simone Ahrend sah-photo

V. l. n. r.: Regula Venske, Präsidentin des deutschen PEN, Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, und Dr. Sabine Johannsen, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, während des Empfangs der Stadt Göttingen im Alten Rathaus
Foto: © Simone Ahrend sah-photo

Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland, Regula Venske, während ihrer Begrüßungsrede im Alten Rathaus Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske während ihrer Begrüßungsrede im Alten Rathaus
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Vizepräsidentin und Writers-in-Exile Beauftragte Franziska Sperr stellte das Exilprogramm des PEN-Zentrums vor. Über den gesamten Zeitraum der PEN-Jahrestagung repäsentierte ein leerer Stuhl auf der Bühne die seit 2010 unter Hausarrest stehende Dichterin Liu Xia Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Vizepräsidentin und Writers-in-Exile Beauftragte Franziska Sperr stellte das Exilprogramm des PEN-Zentrums vor.
Auf der PEN-Jahrestagung erinnerte ein leerer Stuhl an die seit 2010 unter Hausarrest stehende Dichterin Liu Xia
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" im Alten Rathaus Foto: © Simone Ahrend sah-photo

Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ im Alten Rathaus
Foto: © Simone Ahrend sah-photo

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" im Alten Rathaus V. l. n. r.: Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik, Aktivistin Arpita Roychoudhury, Dolmetscher Shahabuddin Miah, Blogger Zobaen Sondhi und Moderator Alf Mentzer Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“ im Alten Rathaus
V. l. n. r.: Christian Wagner von der Stiftung Wissenschaft und Politik, Aktivistin Arpita Roychoudhury, Dolmetscher Shahabuddin Miah, Blogger Zobaen Sondhi und Moderator Alf Mentzer
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" Aktivistin und Writers-in-Exile Stipendiatin Arpita Roychoudhury und Dolmetscher Shahabuddin Miah Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Aktivistin und Writers-in-Exile Stipendiatin Arpita Roychoudhury und Dolmetscher Shahabuddin Miah
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde "Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch" Writers-in-Exile Stipendiat Zobaen Sondhi im Gespräch mit Moderator Alf Mentzer Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Diskussionsrunde „Auf der Flucht vor der Machete. Selbstjustiz in Bangladesch“
Writers-in-Exile Stipendiat Zobaen Sondhi (li.) im Gespräch mit Moderator Alf Mentzer (re.)
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Der ehemalige PEN-Präsident Gert Heidenreich las die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte. Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Der ehemalige PEN-Präsident Gert Heidenreich las die deutsche Übersetzung der bengalischen Texte.
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Herbert Wiesner während seiner Laudatio auf die Lyrikerin Dorothea Grünzweig, Kurt Sigel-Lyrikpreisträgerin 2018 Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Herbert Wiesner während seiner Laudatio auf die Lyrikerin Dorothea Grünzweig, Kurt Sigel-Lyrikpreisträgerin 2018
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Die Lyrikerin Dorothea Grünzweig erhielt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018 Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Die Lyrikerin Dorothea Grünzweig erhielt den Kurt Sigel-Lyrikpreis 2018
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

V. l. n. r.: Literaturkritiker Ulrich Greiner, PEN-Präsidentin Regula Venske, Autorin und Verlegerin Zoë Beck und Historiker Ulrich Sieg während der Podiumsdiskussion "Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Neue Rechte" in der Göttinger Paulinerkirche Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

V. l. n. r.: Literaturkritiker Ulrich Greiner, PEN-Präsidentin Regula Venske, Autorin und Verlegerin Zoë Beck und Historiker Ulrich Sieg während der Podiumsdiskussion „Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Neue Rechte“ in der Göttinger Paulinerkirche
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Ulrich Greiner und PEN-Präsidentin Regula Venske Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Ulrich Greiner und PEN-Präsidentin Regula Venske
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

PEN-Präsidentin Regula Venske
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Historiker Ulrich Sieg Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Historiker Ulrich Sieg
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Autorin und Verlegerin Zoë Beck
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Ulrich Greiner Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Literaturkritiker Ulrich Greiner
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Matinee „Deutsche Meckerköppe – Lichtenbergs Erbe und Satire heute“ im Alten Rathaus V. l. n. r.: Susanne Fischer, Matthias Biskupek, Frank Schäfer, Angela Krauß Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Matinee „Deutsche Meckerköppe – Lichtenbergs Erbe und Satire heute“ im Alten Rathaus
V. l. n. r.: Susanne Fischer, Matthias Biskupek, Frank Schäfer und Angela Krauß
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Publizist Frank Schäfer
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Autorin Susanne Fischer
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Moderator Matthias Biskupek
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Autorin Angela Krauß Foto: © PEN-Zentrum Deutschland

Autorin Angela Krauß
Foto: © PEN-Zentrum Deutschland