20.07.2018, 20 Uhr – „Sara – mein ganzes Leben war ein Kampf“ – Filmvorführung und Diskussion mit Şehbal Şenyurt Arınlı in Nürnberg

Şehbal Şenyurt Arınlı, türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin, wurde 1962 in Giresun/Türkei geboren. Portraits der Writers-in-Exile-Stipendiaten am 28.4.2018 im Hotelzimmer 250 des Romantikhotel Gebhards im Rahmen der PEN-Jahrestagung 2018 vom 26. bis 29.4.2018 in Göttingen. Foto: Stefanie Silber

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto: Stefanie Silber

Mit „Sara – mein ganzes Leben war ein Kampf“ wird im Desi Stadtteilzentrum e.V. ein Film der türkischen Writers-in-Exile Stipendiatin Şehbal Şenyurt Arınlı zu sehen sein. Bekannt wurde sie als Dokumentarfilmerin: als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Land drehte sie Nachrichtenbeiträge für internationale Fernsehsender, und als lokale Berichterstatterin für CNN, BBC und REUTERS.

Der Film erzählt die Geschichte Sakine Cansız‘, Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans PKK, in chronologischer Abfolge: Kindheit, Jugend, Gründung der PKK 1978, 10 Jahre Gefängnisaufenthalt bis hin zum 09.01.2013, als sie und zwei ihrer Genossinnen, Fidan Doğan und Leyla Şaylemez, durch mutmaßliche Mitwirkung des türkischen Geheimdienstes in Paris ermordet wurden.

Türkisch mit deutschen Untertiteln

Im Anschluss an die Vorführung ist eine Diskussion mit der Kamerafrau Şenyurt Arınlı vorgesehen. 
Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.

Veranstalter ist das Nürnberger Bündnis für Frieden in Kurdistan.

Weiterführende Informationen zur Veranstaltung können Sie der Internetseite des Desi Stadtteilzentrums e.V. entnehmen.

07.05.2018, 19 Uhr – »Das ganze Land bist du und das Exil eine harte Nuss« Literatur in der Emigration – 1933/2018

Maynat Kurbanova
Foto: © D. Chatard u B. Thieme

Die ehemaligen Writers-in-Exile Stipendiaten Yamen Hussein aus Syrien und Maynat Kurbanova aus Tschetschenien sowie die türkische Writers-in-Exile Stipendiatin Şehbal Şenyurt Arınlı geben eindrucksvoll Zeugnis von der »Krankheit Exil«. Ihre Texte werden gespiegelt durch eine Auswahl deutschsprachiger Exilliteratur.

Moderation: Franziska Sperr, Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des deutschen PEN

Vor 85 Jahren brannten in Deutschland die Bücher. Tausende Schriftsteller und Wissenschaftler wurden von den Nationalsozialisten ausgegrenzt, verfolgt, zur Emigration gezwungen oder ermordet.

Yamen Hussein
Foto: © Roland Baege

An diesem Abend denken wir an jene, die ihre Arbeit unter widrigsten Umständen im Exil fortsetzten oder hierzulande nur noch heimlich für die Schublade schrieben. Und wir schauen angesichts der weltweiten Zunahme staatlicher Repressionen in die Gegenwart: Viele Autoren suchen Zuflucht in Deutschland, das aufgrund seiner »verbrannten Dichter« in einer ganz besonderen Verantwortung steht.

Şehbal Şenyurt Arınlı Foto PEN-Zentrum Deutschland

Şehbal Şenyurt Arınlı
Foto PEN-Zentrum Deutschland

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung geht es in dieser Lesung um die Stimmen der deutschen Emigranten und der gegenwärtig in Deutschland lebenden Autoren, die hier in ein ganz neues Leben finden müssen.

Eintritt: € 10,– (auch mit MVHS-Card)
Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie der Internetseite des Gaststeigs München entnehmen.
Eine Veranstaltung der Münchner Volkshochschule in Kooperation mit dem deutschen PEN-Zentrum

„Verfolgte Kamerafrau. Aus der türkischen Haft nach Nürnberg“

„Frankenschau aktuell“ über die Writers-in-Exile Stipendiatin Şehbal Şenyurt Arınlı

Sehbal Senyurt
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Wegen ihrer politischen und filmischen Aktivitäten in der Nähe der türkisch-griechischen Grenze wurde Şehbal Şenyurt Arınlı im Juli 2017 festgenommen und des Verdachts auf Mitgliedschaft in der PKK beschuldigt. Ihre vorläufige Freilassung wenige Tage später beruhte auf Verwicklungen innerhalb des türkischen Justizsystems, sodass ihre Freiheit in der Türkei nun weiterhin akut bedroht ist. Über Griechenland ist sie nach Deutschland geflohen. Sie lebt nun in Nürnberg und ist neue Writers-in-Exile Stipendiatin des PEN.

Bekannt wurde Şehbal Şenyurt Arınlı als Dokumentarfilmerin: als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Land drehte sie Nachrichtenbeiträge für internationale Fernsehsender, und als lokale Berichterstatterin für CNN, BBC und Reuters.

Den Beitrag über Şehbal Şenyurt Arınlı können Sie ansehen in der Mediathek des Bayrischen Rundfunks unter bit.ly/2orKejL.

22.02.2018, 19 Uhr – Filmaufführung und Vorstellung der neuen Writers-in-Exile-Stipendiatin in Nürnberg

Sehbal Senyurt
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Die türkische Journalistin und Dokumentarfilmerin Şehbal Şenyurt Arınlı stellt sich im Gespräch als neue Writers-in-Exile Stipendiatin im Nürnberger Presseclub vor. Franziska Sperr, Vizepräsidentin und Writers-in-Exile-Beauftragte des PEN, spricht über das Exil-Programm zum Schutz verfolgter Autorinnen und Autoren.

Moderation: Serdar Erdoğan

Franziska Sperr
Foto: Brigitte Corell

Şehbal Şenyurt Arınlı studierte von 1979 bis 1986 Journalismus und Kommunikation an der Universität Ankara. Seit ihrer Studienzeit arbeitete sie für lokale und überregionale Zeitungen, außerdem als Autorin und Produzentin für landesweite Fernsehsender. Bekannt wurde Şenyurt Arınlı als Dokumentarfilmerin: als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Land drehte sie Nachrichtenbeiträge für internationale Fernsehsender, und als lokale Berichterstatterin für CNN, BBC und REUTERS. Sie zeichnete sich nicht nur als mutige Schreiberin aus, sie war dazu eine multiple Journalistin, oft wirkte sie in ihren Produktionen als Kamerafrau, Drehbuchautorin, Produzentin und Regisseurin zugleich.

2011 kandidierte Şenyurt Arınlı dann als Parlamentsabgeordnete für die pro-kurdische und Erdoğan-kritische Partei BDP, die sich später als HDP etablierte. Im Juli 2017 wurde sie wegen ihrer politischen und filmischen Aktivitäten in der Nähe der türkisch-griechischen Grenze festgenommen und des Verdachts auf Mitgliedschaft in der PKK beschuldigt. Vermutlich hatte sie mit ihrer öffentlichkeitswirksamen Arbeit als Journalistin für die kurdischen Zeitungen Özgür Gündem und Azadiya Welat sowie für die kurdische Frauen-Nachrichtenagentur JINHA, die allesamt später verboten wurden, die Aufmerksamkeit der türkischen Regierung auf sich gezogen. Ihre vorläufige Freilassung wenige Tage später beruhte auf Verwicklungen innerhalb des türkischen Justizsystems, sodass ihre Freiheit in der Türkei nun weiterhin akut bedroht ist. Seit September 2017 ist Şehbal Şenyurt Arınlı Stipendiatin im Writers-in-Exile-Programm des deutschen PEN.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Menschenrechtsbüros der Stadt Nürnberg, des Presseclubs Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem PEN-Zentrum Deutschland

Weiterführende Informationen können Sie der Internetpräsenz der Stadt Nürnberg entnehmen.

26.11.2017, 15:00 Uhr – 9. Türkisch-Deutsche Literaturtage – Podiumsdiskussion mit Şehbal Şenyurt Arınlı und Pınar Selek in Nürnberg

Im Rahmen der diesjährigen Türkisch-Deutschen Literaturtagen (24.11-26.11.) spricht die Writers-in-Exile Stipendiatin Şehbal Şenyurt Arınlı mit Soziologin Pınar Selek über das Leben im Exil. Pınar Selek war selbst von 2009 bis 2011 war Stipendiatin im Writers-in-Exile Programm des PEN.

Sehbal Senyurt
Foto: PEN-Zentrum Deutschland

Der Eintritt zur Podiumsdiskussion ist frei.

Veranstalter ist Junge Stimme e.V. mit Unterstützung der Stadt Nürnberg.

Das Gesamtprogramm der Türkisch-Deutschen Literaturtage können Sie auf der Internetpräsenz des Amtes für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg (KUF) nachlesen.

Die türkische Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin Şehbal Şenyurt Arınlı wurde 1962 in Giresun / Türkei geboren. Von 1979 bis 1986 studierte sie Journalismus und Kommunikation an der Universität Ankara. Seit ihrer Studienzeit arbeitete sie für lokale und überregionale Zeitungen, außerdem als Autorin und Produzentin für landesweite Fernsehsender. Bekannt wurde Şenyurt Arınlı als Dokumentarfilmerin: als erste Frau hinter der Kamera in ihrem Land drehte sie Nachrichtenbeiträge für internationale Fernsehsender, und als lokale Berichterstatterin für CNN, BBC und REUTERS.

Pınar Selek
©privat

Vermutlich hatte sie mit ihrer öffentlichkeitswirksamen Arbeit als Journalistin für die kurdischen Zeitungen Özgür Gündem und Azadiya Welat sowie für die kurdische Frauen-Nachrichtenagentur JINHA, die allesamt später verboten wurden, die Aufmerksamkeit der türkischen Regierung auf sich gezogen. Ihre vorläufige Freilassung wenige Tage später beruhte auf Verwicklungen innerhalb des türkischen Justizsystems, sodass ihre Freiheit in der Türkei nun weiterhin akut bedroht ist. Seit September 2017 ist Şehbal Şenyurt Arınlı Stipendiatin im Writers-in-Exile Programm des deutschen PEN.