Twitter-„Demo“ für Zhang Zhan | Berichte und Interviews

Menschenrechtsorganisationen, unter ihnen das PEN-Zentrum Deutschland, Reporter ohne Grenzen und Amnesty International, haben am 29.11.21 auf das Schicksal der chinesischen Bürgerjournalistin Zhang Zhan aufmerksam gemacht. Unter dem Hashtag #ZhangZhan schlossen sich auf Twitter zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, Journalisten, Autorinnen und Institutionen dem Appell an die Politik an, sich für die Freilassung Zhangs einzusetzen.

Pressestimmen

 

Aufgrund ihrer Berichterstattung zur Coronalage wurden Zhang Zhan zu vier Jahren Haft verurteilt. Sie schwebt nach einem eingeschränkten Hungerstreik in Lebensgefahr. Ihre Familie rechnet nicht damit, dass sie den Winter überlebt, sollte sie nicht aus medizinischen Gründen freigelassen werden. Am 15. November reichten ihre Angehörigen ein entsprechendes Gesuch ein, die Antwort des Frauengefängnisses von Shanghai steht jedoch noch aus. Ebenfalls erfolglos blieben bislang die von ihren Rechtsbeiständen und Angehörigen eingereichten Besuchsanträge.

„Der Westen kann mehr für Chinas Dissidenten tun“

Foto: Urban Zintel

„Wir sind wirtschaftlich abhängig von China – doch China auch von uns. Das müssen wir nutzen, um Druck aufzubauen und die Menschenrechte zum Kriterium unserer Außenpolitik zu machen.“ Kommentar von PEN-Präsident Deniz Yücel in der WELT über das Schicksal der inhaftierten Bloggerin Zhang Zhan. Aufgrund ihrer Berichterstattung zur Coronalage wurde Zhang in China zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach einem eingeschränkten Hungerstreik schwebt sie in Lebensgefahr.