Ana Lilia Pérez


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Die Schriftstellerin und Journalistin Ana Lilia Pérez wurde 1976 in Mexiko-Stadt geboren. Sie studierte Geschichte, Publizistik, Finanzjournalismus und  Kommunikationswissenschaft, bevor sie begann, als Journalistin zu arbeiten. Bald war sie eine der renommiertesten Reporterinnen Mexikos, seit 2003 arbeitete sie für die großen politischen mexikanischen Magazine Contralínea und Fortuna, aber auch für wichtige internationale Medien. Bekannt wurde sie durch die Aufsehen erregenden, akribisch und mutig recherchierten Reportagen in den großen mexikanischen Publikationsorganen wie La Jornada, El Financiero, oder Milento und vielen anderen internationalen Zeitschriften. Ihr spezieller Themenbereich umfasst die Korruption im Land, Geldwäsche und Menschenhandel, das organisierte Verbrechen, ganz besonders die heillose Verstrickung von Politikern und Wirtschaftsunternehmen mit der Mafia. Ana Lilia Pérez publizierte mehrere Bücher über das, was ihr bei ihren Recherchen widerfuhr. 2010 erschien Camisas Azules, Manos Negras (Blaue Hemden, schwarze Hände, Random House) und 2011 El Cártel Negro: Cómo el crimen organizado se ha apoderado de Pemex (Random House), in denen sie ihre Nachforschungen über die illegalen Geschäfte des staatlichen Mineralölkonzerns Petróleos Méxicanos (Pemex) dokumentiert und die Vernetzung hoher Staatsbeamter der mexikanischen Regierung mit der Mafia und der organisierten Drogenkriminalität im ganz großen Stil unter Beweis stellt. Ihre abenteuerlichen, mutigen, oft lebensbedrohlichen Recherchen hatten willkürliche Haftbefehle, Verfolgung, Androhungen gerichtlicher Verurteilungen und Morddrohungen zur Folge. Trotz ihrer angespannten Situation in Mexiko blieb sie kämpferisch und beharrte ohne Zugeständnisse auf ihrem Recht auf Meinungsfreiheit. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet, darunter 2012 mit dem „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ der Leipziger Medienstiftung. Im Juni 2013 verlieh ihr die mexikanische Journalistenvereinigung die Medaille für die Verteidigung der Freiheit. Von Juli 2013 bis Juni 2014 war sie Stipendiatin im Writers-in-Exile Programm und kehrte anschließend nach Mexiko zurück, um dort ihre Arbeit fortzusetzen. 2014 wurde ihr Buch Mares de cocaína. Las rutas náuticas del narcotráfico in Mexiko veröffentlicht, 2016 erschien das Buch Kokainmeere. Die Wege des weltweiten Drogenhandels auf Deutsch.

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