Anabel Hernández, Mexiko


Die preisgekrönte Journalistin und Autorin, die derzeit freie Mitarbeiterin bei verschiedenen Zeitungen und Webseiten (z.B. Reforma) ist, deckte zahlreiche Fälle von Machtmissbrauch und Korruption in Mexiko auf. Seit der Veröffentlichung ihres Buches „Los Señores del Narco“ (2010), das Verbindungen zwischen Drogenkartellen und der mexikanischen Politik enthüllte, erhält die investigative Journalistin und Autorin permanent Morddrohungen. Im Dezember 2010 entdeckte Hernández ein vermeintliches Mordkomplott gegen sie, an dem offenbar Regierungsbeamte beteiligt waren. Im Dezember 2015 versuchte eine Gruppe von Unbekannten, in die Wohnung von Hernández einzubrechen, die seit 2014 immer wieder im Exil leben muss. Die Diebe stahlen verschiedene Dokumente, aber nichts von Wert. Die Autorin geht davon aus, dass es sich hierbei um einen Einschüchterungsversuch handelte, der auf ihre Untersuchungen über das ungeklärte Verschwinden der 43 Studenten von Iguala zurückzuführen ist. 2016 erschien ihr Buch dazu: „La verdadera noche de Iguala: La historia que el gobierno quiso ocultar“  (deutsch „Die tatsächliche Nacht von Iguala: Was die Regierung gerne geheim hielte“). In diesem Buch legt die Autorin Erkenntnisse vor, die dem Staat eine entscheidende Tatbeteiligung zuweisen (vgl. Spiegel-Online: ‚.((strlen(‚http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mexiko-43-verschwundene-studenten-welche-rolle-spielte-das-militaer-a-1131416.html‘)>40) ? substr(‚http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mexiko-43-verschwundene-studenten-welche-rolle-spielte-das-militaer-a-1131416.html‘,0,40).’…‘ : ‚http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mexiko-43-verschwundene-studenten-welche-rolle-spielte-das-militaer-a-1131416.html‘).‘‚).
Hernández veröffentlichte zwischen Dezember 2014 und Oktober 2015 eine Serie mit Berichten über solche Taten, an denen mexikanischen Sicherheits – und Nachrichtendienste beteiligt waren. Ebenso berichtete sie darüber, dass ihre Quellen schikaniert, eingeschüchtert und sogar ermordet wurden. Seit Hernandez Rückkehr nach Mexiko im August 2016 wurde ihr staatlicher Schutz gewährt; ihr Risiko wurde als „außergewöhnlich hoch“ einstuft. Daher wird sie 24 Stunden beschützt. Am 1. Dezember 2016 musste sie eiligst von der Internationalen Buchmesse Guadalajara entfernt werden, weil eine Gruppe von acht Leuten ihr gefolgt war.
Die Journalistin hat bereits zahlreiche Beschwerden eingereicht, berichtet jedoch, dass die Untersuchungen zu nichts geführt haben. So gab es laut Hernández am 9. Juni 2016 noch immer keine Verhaftungen in Verbindung mit dem Einbruch in ihre Wohnung im November 2015.