Ashraf Fayadh, Saudi-Arabien


Ashraf Fayadh

Der in Palästina geborene Dichter und Künstler Ashraf Fayadh, der auch Mitglied der britisch-saudischen Kunstorganisation „Edge of Arabia“ ist, wurde wegen angeblichen „Abfalls vom muslimischen Glauben“ in Saudi-Arabien zum Tode verurteilt. Berichten zufolge wurde dieses Urteil gegen Fayadh in einem Wiederaufnahmeverfahren im November 2015 verhängt, nachdem zunächst im Mai 2014 zu vier Jahren Gefängnis und 800 Peitschenhieben verurteilt worden war. Mittlerweile wurde das Urteil auf acht Jahre Haft und 800 Peitschenhiebe „abgemildert“ – was dennoch eine katastrophale Strafe für Fayadh darstellt.

Erstmals war Fayadh im August 2013 verhaftet worden im Zusammenhang mit seiner Gedichtsammlung Instructions Within. Er wurde zunächst auf Kaution freigelassen, aber im Januar 2014 erneut verhaftet. Man warf ihm „Atheismus und Verbreitung von zerstörerischem Gedankengut“ vor, im Mai 2014 wurde er dann verurteilt. Die Ablehnung seines Berufungsantrags führte letztlich zu dem Wiederaufnahmeverfahren, das Mitte November mit dem Todesurteil abgeschlossen wurde. Wie der Guardian berichtet, war Fayadh “absolut schockiert” über die Strafe. Er sagte damals: „Ich habe nichts getan, das den Tod verdient.“