Stellungnahme des PEN-Zentrums für Demokratie und gegen Rechtsextremismus

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Stellungname des PEN-Zentrums Deutschland  für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. In seiner 100jährigen Geschichte hat sich das PEN-Zentrum Deutschland angesichts von Hass und Krieg stets für den länderübergreifenden Dialog der Kulturen sowie für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus eingesetzt. Im PEN organisierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller mussten ins Exil gehen, als in der Zeit des Nationalsozialismus der demokratische Rechtsstaat aufgelöst wurde und das freie Wort keinen Raum fand.

Heute achtet und reagiert das deutsche PEN-Zentrum durch sein Programm Writers-in-Prison bzw. Writers-at-Risk auf die bedrohliche Situation für Autorinnen und Autoren in vielen Ländern der Welt. Es bietet durch sein Stipendienprogramm Writers-in-Exile Literatinnen und Literaten ein Refugium, um weiter schreiben zu können.

„Angeklagt werden müssen die, die das Verbrechen begangen haben, nicht die, die es aufgedeckt haben“

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Aktuell läuft in London für Julian Assange eine zweitägige Anhörung vor dem obersten Gerichtshof, die entscheiden soll, ob der Enthüllungsjournalist in die USA ausgeliefert wird, wo ihm eine Anklage wegen Spionage droht. Julian Assange hatte 2010 geheime Militärdokumente veröffentlicht, in denen sich Hinweise auf mögliche US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan fanden.

„Was Assange und WikiLeaks damals durch die Veröffentlichung von Geheimdokumenten getan haben, ist bis heute ein unverrückbarer Bestandteil der Aufklärung vom Kriegsverbrechen und Missachtung von Menschenrechten. Assange muss endlich frei sein. Angeklagt werden müssen die, die das Verbrechen begangen haben, nicht die, die es aufgedeckt haben“, so Najem Wali, Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums.

Nach der Verlagspleite weitermachen

PEN-Mitglied Roswitha Quadflieg hat als Autorin etwas erlebt, was man niemandem wünschen möchte. Ihr neues Buch „Ein Mann seiner Zeit“ erschien im August 2023 bei einem renommierten Verlag. Fünf Tage vor der Frankfurter Buchmesse im Oktober 2023 teilte der Verleger der Autorin mit, dass er nach der Messe Insolvenz anmelden werde. Trotzdem reiste sie zu dem einzigen vom Verlag organisierten Präsentationstermin an. Vor Ort verfolgte sie dann das hilflose Bemühen des Verlegers um eine Übernahme seines Verlags. PEN-Generalsekretär Michael Landgraf, der alles auf der Buchmesse mitverfolgte, im Gespräch mit Roswitha Quadflieg. 

Offener Brief zur ARD-Reform

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Macht nicht kaputt, was Kultur macht

Die föderale kulturelle Vielfalt Deutschlands ist vielen Menschen ein Vorbild. Die Vielzahl hervorragender Theater, Opern und Festivals findet weltweit Bewunderung. Auch das im internationalen Vergleich bislang reichhaltige und vom Staat unabhängige Programm der öffentlich-rechtlichen Rundfunkhäuser. Diese Foren einer unabhängigen Öffentlichkeit und Vielfalt sind nicht nur eine ästhetische Freude, sondern auch verfassungsgemäß demokratische Pflicht und Notwendigkeit.

Woche der Menschenrechte in NRW – ein Auftakt mit unseren Stipendiaten

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Kriege und Konflikte sorgen in vielen Teilen der Welt dafür, dass Menschenrechte immer häufiger in Gefahr geraten. Um die Aufmerksamkeit auf die Menschen zu richten, die trotz Unterdrückung, drohender Inhaftierungen und unter Einsatz von Leib und Leben für Grundrechte in ihren Ländern eintreten, hat die Landesregierung NRW in diesem Jahr eine Woche der Menschenrechte durchführt.

Rücktritt von Regula Venske als Generalsekretärin von PEN International

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Die Hamburger Schriftstellerin Regula Venske hat den internationalen PEN-Präsidenten Burhan Sönmez gebeten, sie mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt als internationale Generalsekretärin des internationalen PEN zu entbinden. Die ehemalige Präsidentin des PEN-Zentrums Deutschland nannte als Grund für ihren Rücktritt verschiedene Statements des Londoner Sekretariats zu den aktuellen Ereignissen im Nahen Osten. Die hatte sie vor der Publikation weder gesehen, noch hätte sie sie gebilligt.

Tag des inhaftierten Schriftstellers am 15.11.

Das PEN-Zentrum Deutschland lenkt am diesjährigen Tag des inhaftierten Schriftstellers (15.11.) gemeinsam mit über 140 PEN-Zentren weltweit den Blick auf vier tragische Schicksale von Autorinnen und Autoren, die aufgrund ihrer Arbeit und ihres Engagements für die Freiheit des Wortes bedroht, verfolgt und inhaftiert wurden.