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A poem a day keeps violence away

Sprache ist ein mächtiges Werkzeug, das Realitäten schafft. Wie sehe die Welt also aus, wenn uns Literatur viel öfter, zufällig im Alltag begegnen würde.
Does a poem a day keep violence away? Und was geschieht eigentlich beim Lesen im Kopf?
Darüber sprechen wir mit der belarussischen Dichterin Volha Hapeyeva und mit Christine Knoop vom Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik.

Moderation: Daniela Biehl

Jan Philipp Reemtsma rückt mit seiner 700-Seiten starken Biographie über Christoph Martin Wieland eine „Schattengestalt“ ins Licht und porträtiert den „Erfinder“ der modernen deutschen Literatur. Mit Stichworten wie Diktatur und Pressefreiheit zeigt er, wie hochaktuell sich dieser Schriftsteller, Übersetzer, Kritiker lesen lässt. Ein Gespräch mit Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison/ Writers at Risk Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums.

Am 1. Februar 2021 putschte das Militär gegen die demokratisch gewählte Regierung von Aung San Suu Kyi. Es gab hunderte Todesopfer und tausende Festnahmen. Heute sitzt die einstige Regierungschefin im Gefängnis, aber die Revolution lebt, sagt Ma Thida, Schriftstellerin aus Myanmar und Writers at Risk Beauftragte des Internationalen PEN. Im PEN Podcast ist Ma Thida zu hören, im Gespräch mit Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison/ Writers at Risk Beauftragte des deutschen PEN.

„Hitler kann den Krieg nicht gewinnen, nur noch verlängern! Seine und seiner Helfer Schuld hat jedes Maß unendlich überschritten. Die gerechte Strafe rückt näher und näher!“, schrieben die Geschwister Scholl in ihrem 5. Flugblatt, ihrem „Appell an die Deutschen und weiter: “Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa.“ –
Widerstand ist heute so wichtig wie damals, sagt der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkov. Heute, am 28. November 2022, erhält der ehemalige PEN-Präsident der Ukraine für sein „Tagebuch einer Invasion“ den Geschwister-Scholl-Preis. In München sprach er mit Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums.

Sie ist radikal und scheinbar völlig furchtlos: Liebesgedichte ohne Politik sind für sie nicht denkbar. Als Dichterin und Aktivistin in Südindien schreibt und kämpft Meena Kandasamy für das freie Wort und gegen Unterdrückung, für verfolgte Autoren und gegen Indiens hindufundamentalistische Regierungspolitik. Und erzählt, wie Indiens Regierung Gesetze missbraucht, um die Opposition auszuschalten. Cornelia Zetzsche, PEN-Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte, im Gespräch mit Meena Kandasamy.

„Mein Volk ist verwundet, und diese Wunde blutet“, sagt Amir Hassan Cheheltan, einer der bekanntesten Schriftsteller des Iran, dessen Roman auch auf Deutsch zu lesen sind. Auf der Suche nach Informationen über Dichterin Atefeh Charmahalian, die, wie so viele, verhaftet wurde, erreichte Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums Amir Cheheltan in Teheran.

Dass Tsitsi Dangarembga wegen ihres friedlichen Protests in Harare vor Gericht steht, ist nur ein Fall von vielen im autokratischen Regime von Simbabwe, wo Oppositionspolitiker wie Job Sikhala und Regierungskritiker wie der Investigativ-Journalist Hopewell Chin’ono in Haft gesetzt und zum Schweigen gebracht werden. Cornelia Zetzsche im Gespräch mit Elisha July, dem PEN-Präsidenten von Simbabwe.