Writers at Risk

Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Das Komittee setzt sich auch für verfolgte Verleger, Redakteure, Illustratoren, Blogger und Journalisten ein, jedoch unter einer Prämisse: Gefangene, die wegen Propagierung von Gewalt oder gar ihrer Anwendung verurteilt wurden, und solche, die zum Rassenhass aufgerufen haben, werden nicht unterstützt, weil ihre Aktivitäten mit der Charta des internationalen PEN unvereinbar sind.

58 der insgesamt 140 PEN-Zentren wirken aktiv im Writers-in-Prison-Committee mit. Jedes dieser Zentren kann verfolgte oder inhaftierte Autoren zu Ehrenmitgliedern ernennen, um auf deren bedrohte Situation aufmerksam zu machen und gegebenenfalls mit Nachdruck deren Freilassung zu fordern.

Das Sekretariat des Writers-in-Prison-Committees, der Londoner Zentrale des internationalen PEN angeschlossen, veröffentlich jedes Jahr auf Grundlage von Presseberichten und eigenen Recherchen einen Überblick (Caselist) über weltweit verfolgte und bedrohte Autorinnen und Autoren. In Blitzaktionen werden Kampagnen (Rapid Action) für Autoren organisiert, deren Leben und Freiheit bedroht sind, verbunden mit konkreten Vorschlägen für Maßnahmen.

Der Internationale PEN ist beratend für die Vereinten Nationen und die UNESCO tätig. Das Writers-in-Prison-Committee wird von einem gewählten Vorsitzenden (seit Oktober 2021 Ma Thida, eine Schriftstellerin aus Myanmar) geleitet, dem hauptamtliche Mitarbeiter zur Seite stehen.

„Widerstand so wichtig wie damals“: Der ukrainische Autor Andrej Kurkov erhält den Geschwister-Scholl-Preis

Heute, am 28. November 2022, erhält der ehemalige PEN-Präsident der Ukraine für sein „Tagebuch einer Invasion“ den Geschwister-Scholl-Preis. In München sprach er mit Cornelia Zetzsche, Vizepräsidentin und Writers in Prison Beauftragte des deutschen PEN-Zentrums. Weiterlesen

Erneut lebenslänglich für den Dichter Mohammed al-Ajami – in Abwesenheit

Mohammed al-Ajami, als erster Poet in Katar gleich zweimal zu „lebenslänglich“ verurteilt, ist einer der renommiertesten Dichter des Golfstaats und Ehrenmitglied des deutschen PEN. Sein Fall steht symptomatisch für das Verständnis des katarischen Herrscherhauses von Grund- und Menschenrechten. Weiterlesen

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