Writers at Risk

Das Writers-in-Prison-Committee wurde 1960 gegründet, als Reaktion auf die bedrohlich wachsende Zahl der Länder, die versuchen, Schriftsteller durch Repressionen mundtot zu machen. Das Komittee setzt sich auch für verfolgte Verleger, Redakteure, Illustratoren, Blogger und Journalisten ein, jedoch unter einer Prämisse: Gefangene, die wegen Propagierung von Gewalt oder gar ihrer Anwendung verurteilt wurden, und solche, die zum Rassenhass aufgerufen haben, werden nicht unterstützt, weil ihre Aktivitäten mit der Charta des internationalen PEN unvereinbar sind.

58 der insgesamt 140 PEN-Zentren wirken aktiv im Writers-in-Prison-Committee mit. Jedes dieser Zentren kann verfolgte oder inhaftierte Autoren zu Ehrenmitgliedern ernennen, um auf deren bedrohte Situation aufmerksam zu machen und gegebenenfalls mit Nachdruck deren Freilassung zu fordern.

Das Sekretariat des Writers-in-Prison-Committees, der Londoner Zentrale des internationalen PEN angeschlossen, veröffentlich jedes Jahr auf Grundlage von Presseberichten und eigenen Recherchen einen Überblick (Caselist) über weltweit verfolgte und bedrohte Autorinnen und Autoren. In Blitzaktionen werden Kampagnen (Rapid Action) für Autoren organisiert, deren Leben und Freiheit bedroht sind, verbunden mit konkreten Vorschlägen für Maßnahmen.

Der Internationale PEN ist beratend für die Vereinten Nationen und die UNESCO tätig. Das Writers-in-Prison-Committee wird von einem gewählten Vorsitzenden (seit Oktober 2021 Ma Thida, eine Schriftstellerin aus Myanmar) geleitet, dem hauptamtliche Mitarbeiter zur Seite stehen.

Verantworlicher für das Writers-at-Risk-Programm im deutschen PEN:
Vizepräsident Ralf Nestmeyer

„Racheprozess von Erdoğan“ – Protest vor dem Bundeskanzleramt

Foto: Lutz Knospe/Maxim-Gorki-Theater

Anlässlich der Verurteilung des Kulturförderers und Intellektuellen Osman Kavala Ende April dieses Jahres versammelten sich am 4.5. zahlreiche Kultur- und Medienschaffende vor dem Bundeskanzleramt, um gegen die rechtswidrigen Urteile gegen Kavala und weitere Vertreterinnen und Vertreter der türkischen Zivilgesellschaft im „Gezi-Prozess“ zu protestieren. Weiterlesen

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